Tracklist
01. Wir sind zurück
02. Gewaltinferno
03. Exorzist
04. Gravitationskollaps
05. This Is Duisburg, Not L.A.
06. Gier frisst Moral
07. Raben
08. Totenschauer
09. Nur der Tod
10. Der Himmel bleibt kalt
Besetzung
Andy „The Reaper“ Rösler – Vocals/Guitar
Mathias „Matzimizer“ Menne – Guitar
Daniel Butler – Guitar
Stefan „Schmitzi“ Schmitz – Bass
Earnest McBang – Drums
Zwischen Black, Thrash und kompromissloser Wucht
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 in Duisburg arbeiten TERRORSTAHL konsequent an einem eigenen Klangbild, das sich nicht auf ein einzelnes Genre festlegen lässt. Die fünfköpfige Formation verbindet Black und Thrash-Metal mit Einflüssen aus Death-Metal und schweren Doom Passagen.
Markenzeichen der Band sind die drei Gitarren, die sowohl für druckvolle Riffs als auch für ausgefeilte Lead Harmonien sorgen. Mit Andy „The Reaper“ Rösler am Mikrofon und an der Gitarre, Mathias „Matzimizer“ Menne und Daniel Butler an den weiteren Gitarren, Stefan „Schmitzi“ Schmitz am Bass sowie Earnest McBang am Schlagzeug präsentiert sich die Gruppe eingespielt und selbstbewusst. »Gravitationskollaps« ist bereits das dritte Studioalbum und zeigt eine Band, die ihren Stil weiter geschärft hat.
Aggressiver Einstieg mit klarer Ansage
Schon der Opener »Wir sind zurück« macht seinem Titel alle Ehre. Ohne lange Einleitung legt die Band mit schneidenden Gitarren und hoher Intensität los und schafft einen gelungenen Auftakt. Direkt danach erhöht »Gewaltinferno« das Tempo noch einmal und kombiniert rasende Thrash-Passagen mit finsteren Black-Metal-Elementen. Dabei wirkt die Musik nie überladen, sondern zielgerichtet und kompakt.
»Exorzist« setzt stärker auf Atmosphäre und überzeugt mit wechselnden Dynamiken. Besonders die Gitarrenarbeit fällt positiv auf. Die drei Instrumentalisten schaffen es immer wieder, sich gegenseitig Raum zu geben und dennoch ein geschlossenes Klangbild zu erzeugen.
Der Titelsong als Herzstück
Mit »Gravitationskollaps« erreicht das Album einen seiner stärksten Momente. Der Song vereint alle Stärken der Band in knappem Rahmen. Harte Riffs treffen auf melodische Leads, während das Schlagzeug unablässig Druck erzeugt. Auch der Gesang von Andy Rösler passt hervorragend ins Gesamtbild. Seine raue Stimme transportiert die nötige Aggression, ohne die Verständlichkeit völlig zu opfern.
Einen kleinen stilistischen Seitenhieb liefert »This Is Duisburg, Not L.A.«, dessen Titel bereits erkennen lässt, dass die Band ihre Wurzeln mit einem Augenzwinkern präsentiert. Musikalisch bleibt der Track kompromisslos und verbindet klassische Thrash Strukturen mit modernen Akzenten.
Vielseitigkeit ohne Stilbruch
Im weiteren Verlauf zeigen Stücke wie »Gier frisst Moral« und »Raben«, dass TERRORSTAHL nicht ausschließlich auf Geschwindigkeit setzt. Gerade in den etwas langsameren Momenten entsteht eine düstere Atmosphäre, die den Songs zusätzliche Tiefe verleiht. Doom-Einflüsse blitzen immer wieder auf und sorgen für Abwechslung innerhalb des Albums.
»Totenschauer« gehört zu den finstersten Nummern der Platte und lebt von seinem schweren Groove. Anschließend schlägt »Nur der Tod« wieder eine direktere Richtung ein und überzeugt mit treibendem Rhythmus und markanten Gitarrenläufen.
Den Abschluss bildet »Der Himmel bleibt kalt«, ein Song, der das Album würdig beendet. Hier verbindet die Band melodische Elemente mit bedrückender Stimmung und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.
Drei Gitarren als besonderes Markenzeichen
Das auffälligste Merkmal von »Gravitationskollaps« bleibt die Arbeit der drei Gitarristen. Statt sich gegenseitig im Weg zu stehen, ergänzen sich Rhythmusarbeit, Leads und Harmonien ausgesprochen effektiv. Dadurch entsteht ein voller Sound, der sowohl live als auch im Studio funktionieren dürfte.
Auch die Rhythmussektion liefert eine starke Leistung ab. Stefan „Schmitzi“ Schmitz sorgt mit seinem Bass für das nötige Fundament, während Earnest McBang die Songs mit druckvollem und abwechslungsreichem Schlagzeugspiel antreibt. Die Produktion setzt auf Klarheit, ohne den rauen Charakter der Musik zu glätten, was hervorragend zum Stil der Band passt.
Mit »Gravitationskollaps« liefern TERRORSTAHL ein Album ab, das die Stärken der Duisburger Formation konsequent ausspielt. Die Mischung aus Black und Thrash Metal, ergänzt durch Death- und Doom-Einflüsse, wirkt eigenständig und wird durch die markante Drei Gitarren Besetzung zusätzlich aufgewertet. Zwar bewegt sich die Band überwiegend innerhalb vertrauter Genregrenzen und überrascht nicht an jeder Ecke mit neuen Ideen, doch die durchweg hohe Energie und das handwerkliche Niveau sorgen für ein überzeugendes Gesamtbild.
Vor allem Fans harscher Riffs, düsterer Atmosphäre und klassischer Extreme Metal Tugenden kommen hier auf ihre Kosten. Die zehn Songs besitzen genügend Abwechslung, um über die gesamte Laufzeit spannend zu bleiben, und zeigen eine Band, die genau weiß, welchen Sound sie transportieren möchte.
Fazit: TERRORSTAHL beweisen mit »Gravitationskollaps«, dass sie nicht nur lokale Szene-Helden sind, sondern sich auch international behaupten können.






