Band: 1099
Titel: Young Pines
Label: Stickman Records/Soulfood/Noisolution
VÖ: 04.09.15
Genre: Post Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

1099 wie kommt man eigentlich auf die Idee dass man seine Band Nummeriert? Nun das wissen die norwegischen Post-Rocker und Instrumental-Epiker wohl selber am Besten. Die Frage erstellt sich, abgesehen vom Namen und dem doch eher unspektakulären Cover gibt es hier gewaltiges fürs Gehör? Ja gibt es und das ist meiner Meinung nach doch etwas unkonventioneller, als man es so erwartet hätte.

Bin bekanntlich nicht unbedingt der Instrumentalfan schlechthin, aber dieser Rundling macht einfach komplett Sinn, auch wenn er mehrheitlich nach Filmmusik klingt. Irgendwie erinnert mich vieles an Einfädelung etlicher B-Movies aus dem hohen Norden, aber auch könnten durchwegs Songs als musikalische Beschallung von Quentin Tarantino Filmen dienen. Nur Fahrstuhlmusik, also bitte, alleine diesen Gedanken schon anzustimmen ist ein Affront vor dem Herrn.

Die Norweger verstehen es, hier eine reichhaltige Unterhaltung zu bieten und dabei auf eine breite Epik zu greifen, von der man sich erst einmal entführen lassen muss. Die sehr sphärischen Linien, prallen auf sehr melancholische, als auch dunkle Linien und die Kombination daraus hätte man nicht reichhaltiger hinbekommen können. Die eruptiven Ansätze münden immer in einem sehr breit gefächerten Auslauf, welcher sehr weitläufig ist. Hier den sprichwörtlich roten Faden zu halten ist schwierig, wird aber seitens der Norweger gut unter Dach und Fach gebracht. Somit verirrt man sich nicht in der weiten Musiklandschaft, nein man fusioniert dies, oder lässt es etwas ausschweifender klingen. Überstrapaziert aber den Hörer dabei nicht.

Die verbundene Sound-Masse aus Post Rock und sehr epischen Soundgelagen ist dermaßen geil gelungen, sodass man hier gebannt vor dem Player verharrt. Das Interesse weckend entdeckt man erst gewisse Details nach dem 2 oder 3 Durchlauf, somit ein wahrlich opulentes Gemischt, das man einfach genießen muss.

Fazit: Ein doch eher bescheuerter Bandname, ein schlichtes Cover verbergen einen Sound der einem die Kinnlade nach unten klappen lässt.

Tracklist:

01. Memfis
02. Yeager
03. Astoria
04. Palatine Light
05. Man The Harpoons
06. Krystallfabrikken
07. The California Energy
08. Hjorten

Besetzung:

Lars-Erik Berg (bass)
Anders Kalland (guit)
Kristian Krokfoss (guit)
Nikolai Sodahl (keys)
Pal Leer (drums)
Kare Kolve (sax & flute)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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