Boysetsfire – Boysetsfire

Band: Boysetsfire 
Titel: Boysetsfire 
Label: End Hits (Cargo Records)
VÖ: 25.09.15
Genre: Hardcore
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Album Nummer 2 nach der Reunion heißt es bei Boysetsfire. Beweisen die Hardcore Pioniere, dass sie es nach wie vor verstehen das Zepter schwingen zu können? Nun bereits beim Reunionalbum waren alle Zeichen auf Sturm und die Szene zeigte sich begeistert. Somit die Frage Zufallstreffer? Wohl kaum, denn nach wie vor versehen die Burschen ihren Dienst am Genre und das mit einem Können, wo viele Nachwuchskapellen viel lernen können.

Die Vermischung des Sounds ist jetzt meiner Meinung nach nicht die durchwegs harte Variation, muss es auch nicht sein, denn genau deswegen sind Boysetsfire so bekannt geworden. Die sehr stimmigen Variationen innerhalb der Rhythmen wurden gut und reichhaltig gewählt. Dies heißt, dass man sehr viel Facettenreichtum zu hören bekommt und dies lässt die Kinnlade sofort runter knallen. Die Einfädelung zwischen drückenden Abgehthematiken mit etwas idyllischeren Clear Parts zu verknüpfen ist ein schwieriges Unterfangen, wurde aber seitens der Trupp gut kombiniert bzw. unter Dach und Fach gebracht.

Die saubere Produktion, welche mit viel Druck und Punsh versehen wurde ist den animierenden Tracks sehr behilflich und man hat die Kombination aus guter, drückender Härte und superben Melodien auf den Silberling gebannt, sodass eine breitere Fanschaar hier begeistert sein wird. Dies heißt nicht, dass man uns das ganze Konzept von einer zu breitentauglichen Linie betrachtet bietet. Nein aber die mehrheitlichen Songs sind sehr Genre verbindend.

Saubere Harmonien, das Zusammenspiel zwischen den melodischen Gitarren und dem sehnsüchtigen Gesang von Nathan prallen immer wieder auf knackige Tracks, wo man eher das Gegenteil ansteuert und genau hier gibt man sich wie mit Feuer unterm Hintern. Dadurch ist eine sehr breite Palette eben entstanden und die Combo gibt uns mehrheitlich einen sehr schweißtreibenden Reigen, welchem man nur zu gern folgt. Die Songs sind nämlich sehr ansteckend und bohren sich tief unter die Haut.

Ein komplette Bandbreite eben zwischen Punk Rock, Hardcore und leichter massentauglichen Vibes lassen auf eine weitere große Zukunft mit dieser Truppe hoffen und unterstreicht, dass man noch lange nicht genug hat. Definitiv hat man das Wörtchen Eintagsfliege komplett entkräftet und die Hardcoreszene bekommt hier von den Veteranen einen Rundling den man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Fazit: Boysetsfire bieten einen sehr reichhaltigen Hardcore Happen, der einfach begeisterungswürdige Rufe hervorbringen wird. Keine Frage, die kleineren poppigen Einlagen muss man mögen, aber der Großteil der Tracks ist eine enorme Kraft in einer Wechselkombination mit guten Melodieeinfällen.

Tracklist:

01. Savage blood
02. Cutting room floor
03. Don’t panic
04. Ordinary lives
05. One match
06. The filth is rising
07. Torches to paradise
08. Coward
09. Heaven knows
10.Fall from grace
11. Dig your grave
12. Breathe in, bleed out
13. Bled dry

Besetzung:

Nathan Gray (voc)
Chad Istvan (guit & voc)
Josh Latshaw (guit & screams)
Robert Ehrenbrand (bass)
„Reverend“ Chris Rakus (bass)

Internet:

Boysetsfire Website

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Boysetsfire @ YouTube

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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