3 Inches of Blood – Long Live Heavy Metal

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Band: 3 Inches of Blood
Titel: Long Live Heavy Metal
Label: Century Media Records
VÖ: 2012
Genre: Power/Heavy Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten Jünemann

Seit dem Jahr 2000 beglücken 3 INCHES OF BLOOD aus Vancouver die Metal-Hörerschaft regelmäßig mit „neuem“ Stoff und ich frage mich, warum es Metal aus Kanada in der Geschichte nicht geschafft hat, irgendwann mal „DAS“ große Ding zu werden.

Sympathisch sind sie allemal (egal ob ANVIL, ANNIHILATOR, DEVIN TOWNSEND in allen Variationen) und irgendwie auch semi-erfolgreich. Oder gibt es eine „Canadian-Music-Connection“ weil ich grade lese, dass Basser Byron Stroud ja auch u.a. bei und mit DEVIN TOWNSEND mitwirkte, STRAPPING LAD, FEAR FACTORY und auch federführendes Mitglied bei ZIMMERS HOLE ist? Ob es 3 INCHES OF BLOOD irgendwann mal schaffen können? Der etwas großkotzige Albumtitel ist doch schon beinahe Provokation und Kampfansage an alle „Joey De Mayo“s der Metalwelt, die sich dem „True“ verschrieben haben und sich in den Arsch beißen, nicht selbst auf diesen Albumtitel gekommen zu sein. Wahrscheinlich hätte es bei MANOWAR auch zu geklaut (Long Live Rock ‚n‘ Roll) geklungen, hahaha

Aber wird die Band dem Albumtitel gerecht und können ihn gerecht verehrt in Szene setzen?
Kurze Antwort: Ja

Die Band hat anscheinend ihren Weg gefunden und serviert puren Heavy Metal mit ein paar Einsprengsel Power Metal. Es fällt sehr schnell auf, dass im Vergleich zu den Vorgängeralben bedeutend weniger gegrowlt wird und die „Doppelaxt“ wirkt etwas sparsamer weil sie erfolgreicher und gezielter eingesetzt wird. Ich höre traditionelle Riffs mit modernen Anleihen, präzises Drumming und…

…Die Stimme von Cam Pipes.

Diese glaszerspringende Kopfstimme ein ganzes Album lang, ist nicht jedermanns Sache. Sie passt zur bestens vorgetragenen und sehr gut produzierten Musik, aber wer die Stimme noch nie leiden konnte, dem wird das neue Album von 3 INCH BLOOD auch nicht gefallen. Heavy Metal Begeisterte, denen der „Painkiller“ so ziemlich das „Allerheiligste“ ist, sollten unbedingt reinhören und kaufen.
Ach ja, natürlich alles „klischeefrei“…

„Metal Woman“ ist ein hymnenhafter Opener, wie man ihn sich nicht besser für ein Album diesen Kalibers vorstellen kann. Genauso intensiv metallisch folgt „My Sword Will Not Sleep“.

„Leather Lord“ ist die totale Beglückung für alle HALFORD-Fans, die sich diese Stimme schon immer in einem Song der Sorte „Painkiller“ gewünscht haben.

Das Instrumentalstück „Chief And The Blade“ versprüht ein bisserl „Cowboy & Indianer“ Charme, und in dem darauffolgenden Stück „Dark Messenger“ werden beginnende akustische Gitarrenklänge von filigranen Metalriffs regelrecht weggeblasen. Mit „Look Out“ und leichter 80er Punk-Attitüde geht die Bejubelung des Metals, heavy weiter.

„Men Of Fortune“ ist eine sehr episch ausgelegte Nummer mit „schönen“ hymnischen Mitsing-Refrain und einem beinahe ergreifenden Mittelteil!

Enden tut dieses moderne Beispielalbum wie Heavy Metal Anno 2012 auch klingen kann, mit einem weiteren Instrumentalstück, in dem sich alle beteiligten Musiker wohl in allen Sparten regelrecht austoben durften, meiner Meinung nach nicht mussten.

Fitte Musiker, zeitlose und kurzweilige sowie eingängige Sounds/Songs, fett produzierte und doch natürlich klingende Songs gepaart mit der extravaganten Stimme von Cam Pipes.

Das hier sind auch amtierende Nachfolger zu den Maidens, Metallicas und Co. in unserem kleinen Metalkosmos und ich hoffe doch sehr, dass es keinen „Canada-Fluch“ gibt,

Tracklist:

01. Metal Woman 4:49
02. My Sword Will Not Sleep 4:38
03. Leather Lord 3:58
04. Chief And The Blade 2:28
05. Dark Messenger 4:08
06. Look Out 5:30
07. 4000 Torches 4:16
08. Leave It On The Ice 3:35
09. Die For Gold (Upon The Boiling Sea IV) 4:03
10. Storming Juno 4:25
11. Men Of Fortune 7:35
12. One For The Ditch 3:31

Besetzung:

Cam Pipes (voc)
Shane Clark (guit)
Justin Hagberg (guit)
Ash Pearson (drums)
Byron Stroud (bass)

Internet:

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