Band: As My World Burns
Titel: Letter from Alaska
Label: Noisehead Records
VÖ: 2009
Genre: Hardcore/Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Aus Spanien stammen die Herrschaften von As My World Burns und wurde Mitte 2007 gegründet. Nach etwa zwei Jahren war es nun soweit und nach etlichen Gigs war der Zeitpunkt gekommen um das erste Lebenszeichen einzustanzen. Gestärkt mit dem Label Noisehead Records ist es nun am 06.09.09 soweit und „Letters from Alaska“ wird in den Plattenläden stehen. Raul (voc), Txus (guit), Alberto (guit), Miguel (bass) und Alex (drums) haben für die frühen Herbsttage genau die gewisse Portion Core lastigen Metal, mit viel brachialer Gewalt und Wut im Bauch parat.

Von null auf hundert startet gleich „Jacqueline“, ein recht brachialer Track der wie ein Faustschlag in die Fresse losrotiert. Ohne jeglichen Schnick Schnack wird das Langeisen mit einem Kaltstart begonnen. Somit hat man auch nicht viel Zeit sich einzufinden. Braucht man auch nicht, denn die Spanier prügeln einen schon dorthin. Erst in der Mitte räumt man eine kurze Verschnaufpause ein, bevor noch einmal aus den Vollen geschöpft wird. Die wilde Karussell fahrt nimmt auch mit dem folgenden „Waltz of Masks“ kein Ende. Auch wenn man einige klarere Gesangspassagen dezent durchblicken lässt. Dennoch die brutale Härte steht weiterhin dominierend als Pate und zu diesen Rhythmen kann man einen ordentlichen Moshpit starten. Etwas groovender und weit nicht so roh und ungeschliffen geht es mit „Clocks“ weiter. Zwar heißt auch hier das Erfolgsrezept, eine brutale und wilde Verfolgungsjagd, wobei man aber hier merklich das Tempo etwas vermindert hat. Kurze Verschnaufpausen kommen sehr stampfend aus den Boxen, bevor die Maschinerie auf ein Neues gestartet wird. Auch die klaren Gesangspassagen kommen erneut und stärker zum Einsatz, welche man mit vielen Melodielinien komplettiert hat. Kantiger und ungeschliffener geht es nun mit viel Feuer und Speed unterm Hintern bei „A Bullet and a Farewell“ weiter. Wer sich hier nicht in Deckung bringt wird von der ungehobelten Gewalt des Trupps aus Spanien platt gemacht. Kurze komplette Wutausbrüche treiben das Ganze auf die Spitze, bevor man sich von selbst zurück hält und diesen Wechselangriff erneut durchführt. Im Mittelteil gibt es etwas Zeit zum Verschnaufen, doch lange sollte man sich nicht damit beschäftigen, denn schon stehen wieder As My World Burns auf der Matte und bitten zum wilden Tanz. Deutlich verhaltener schiebt man nun „Now that the City Sleeps“ nach. Etwas langatmig wird hier musiziert, was nach der Wildwasserfahrt allemal berechtigt und erwünscht ist. Sicher haben wir es hier nicht mit einem sanften Stück zu tun, denn auch hier kommen die wilden Brüllorgien des Fronters zum Einsatz und nur seine Rhythmuskollegen versuchen ihn mit melancholischem Wechselspiel der melodischen Art zu besänftigen, was ihnen aber nicht gelingt. Zum Glück, denn dadurch ist eine sehr interessante und komplexe Mischung entstanden. Wie ein wilder Sturm geht es nun mit „Circles“ weiter. Eine komplette Drehung um 180 Grad hat auch durch die Rhythmussektion statt gefunden, die ordentlich in die Saiten greifen um Tempo zu machen. Ganz so wild geht es dann aber nicht von statten, auch wenn man viele Nachbrenner mit diesen ausgestattet hat. Der Hauptanteil wirkt äußerst groovig und weiß durch viele Melodieeinlagen zu bezirzen. Sehr experimentell ist der Beginn von „A Missed Phonecall“, wo man verzerrte Soundfragmente einsetzt, doch binnen etlichen Sekunden geben die Jungs aus Hispania wieder Vollgas und das mit einigen schizoiden, progressiven Gitarrenspielereien die sich heutzutage, bei vielen Acts immer größerer Beliebtheit erfreuen. Was auch verständlich ist, denn durch diese Spielereien kann man die Songs recht gut erweitern und komplexer wirken lassen, ohne dabei aber den Bogen zu überspannen. Wie von der Tarantel gestochen wütete die Truppe hier um und versucht erst gar nicht beschwichtigende Momente einzubauen. So hat man hier erneut viel aufrüttelnde Kost parat, die man eben mit den bereits erwähnten Sounderweiterungen komplettiert hat. Vom Grundgedanken sehr ähnlich geht es nun mit „Black Melancholy and Autumn“ weiter. Dennoch packen des die Herrschaften etwas galoppierender an und auch die Sounderweiterungen hat man gänzlich von Bord geworfen. Somit hat hier die Ablösung durch einen rohen ungeschliffenen Härtebolzen statt gefunden. Kurz und flott Eingängig startet man auch den Zuhörer durch diese Ausrichtung und lange wird sich dieser zum kompletten Ausflippen nicht bitten lassen. Deutlich groovender geht es nun mit „Static Shot“ weiter. Vom Hauptbestandteil begibt man sich immer wieder zu kurzen Ausflügen in Richtung Speed- bzw. kurzen sanften Ufern, bevor wieder ordentlich gewerkt wird. Wie es der Titel schon aussagt, wie ein Erschießungskommando fungiert hier die Band und durch die Pausen wird nur geguckt ob noch jemand steht. Wer dies überlebt hat dem wird nun mit „Letters from Alaska“, dem gleichnamigen Titelstück der finale Todesstoß gegeben. Auch wenn der Beginn des Stücks auf etwas anderes schließen lässt, denn oh welch Wunder hier wird richtig ruhig musiziert. Nach dreißig Sekunden ist aber dann auch schon Schluss mit Lustig und man feuert wieder aus allen Rohren, wenn man dies auch dezenter tut als beim Vorgängerstück.

Fazit: Feinster, roher, ungeschliffener Metal Core mit vielen brachialen Schüben und etlichen Erweiterungen. Wer glaubt dass mit vielen Metal Core Bands schon alles gesagt wurde, dem empfehle ich diese Jungs und ihrer Variation in diesem Genrestyle.

Tracklist:

01. Jacqueline
02. Waltz of Masks
03. Clocks
04. A Bullet and a Farewell
05. Now that the City Sleeps
06. Circles
07. A Missed Phonecall
08. Black Melancholy and Autumn
09. Static Shot
10. Letters from Alaska

Besetzung:

Raul (voc)
Txus (guit)
Alberto (guit)
Miguel (bass)
Alex (drums)

Internet:

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As My World Burns @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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