Band: Atavicus
Titel: Ad Maiora
Label: Nemeton Records
VÖ: 2014
Genre: Folk/Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Daniel

Mit meiner „Best Of“ – Liste für das letzte Jahr wird es nun zum wiederholten Mal nix, denn solche Bands wie Atavicus wären darin zu Unrecht nicht vertreten und aus Erfahrung weiß ich, das da garantiert noch mehr nachkommt was letztes Jahr unterging. Der Vollständigkeit halber  bis Juni warten ist auch Quark, also gebe ich kampflos auf und widme mich dem Review von Ad Maiora, das für Anhänger von Andras, älteren Arafel, Menhir und Haggard interessant sein sollte.
Sechs der sieben Kompositionen überzeugen trotz Drumcomputer und musikhistorischer Wiedergabe aus der Konserve mit dem richtigen Gespür für Epik und dem perfekten Timing für die Breaks, die italienischen Lyriks sorgen dabei für einen besonderen Reiz. Der rasende Black Metal erinnert dabei an die Frühneunziger und lässt durch die Einbindung folklorischer Melodien und Sounds daher die Vergleiche zu den ersten beiden Arafel – Alben genauso zu wie zu den mittlerweile ernstgenommenen Andras. Bestätigung für diese Theorie findet man gleich im Opener Sempiterno, der die rasenden Black Metal Elemente gekonnt mit klarem Gesang verbindet. Der Refrain erinnert dabei ein wenig an die Landsleute von Folkstone (die ich allen, denen In Extremo seit der fünften Scheiblette nichts mehr geben, hiermit ausdrücklich empfehle!). Einer ruhigen Passage im Mittelteil folgt Menhir zu Thuringa – Zeiten, ein gelungener Einstand.

Weiter geht es mit dem eingängem La Disciplina Dell’Acciaio, das vorwiegend im Fahrwasser von Folkstone und Haggard schwimmt und es sogar schafft das Niveau von Itheria zu erreichen. Hymnisch, episch und durch dezente Black Metal Einschübe sehr gehaltvoll. Viel besser geht es für Folk Metaller nicht. Lediglich den Epos mit seiner viereinhalb Minuten andauernden Monotonie hätte man sich sparen sollen, ansonsten gibt es weiterhin gehaltvolle Kost.

Das bitterböse Lucus Angitiae sorgt für frösteln wie einst Immortal und betört mit ihren Folkelementen wie Haggard oder Wolfmare, während Superbia in Proelio gelungen zwischen Menhir, Ensiferum und Arafel pendelt. Das abschließende Immortal Cover Tyrants hält sich, bis auf die seichten Keys im Hintergrund, weitestgehend am Original und ist weder nach oben noch nach unten als Ausreißer zu werten. Nett halt, was ich von Rest der EP nicht sagen kann. Episch, melodiös und trotzdem bitterböse begeistern Atavicus dermaßen, dass man sich fast schon sicher ist:
Da schicken sich zwei Italiener an, in naher Zukunft ein eingeschlafenes und viel zu bierseeliges Genre mit Niveau zu bereichern!

Trackliste:

01. Intro
02. Sempiterno
03. La Disciplina Dell’Acciaio
04. Epos
05. Lucus Angitiae
06. Superbia In Proelio
07. Tyrants (Immortal Cover)

Besetzung:

Lupus Nemesis – drum programming, guitars, vocals
Triumphator – guitars, bass, backing vocals

Atavicus im Internet:

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