Auras – New Generation

Band: Auras
Titel: New Generation
Label: Frontiers Records
VÖ: 2010
Genre: Melodic Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Für die Freunde des klassischen 80er Rock heißt es dass man sich im Frühling wieder etwas Geld aufspart, denn einige Kapellen melden sich an ihre Langrillen zu veröffentlichen. Nun ja normalerweise kommen diese Truppen entweder aus Europa oder eben auch viele aus den USA. Dieses Mal haben wir es aber mit einer Truppe zu tun die aus Brasilien stammt. Genauer gesagt aus Curitiba, wo auch immer dieses Städtchen auch immer liegen mag eines ist gewisse die dort ansässigen Gui Oliver (voc), Ferpa Lacerda (guit), Edu Sallum (drums), Matheus Brandon (guit) und Hemerson Vieira (bass) scheinen den klassischen Rock der Marke Survivor, Jimi Jamison und so weiter mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Wie erkläre ich mir sonst den Hang zu dieser Musik, die sich mittlerweile einer stet wachsenden Fangemeinde erfreut. Auch jüngere Fans, die mir in der kurzen Vergangenheit unter gekommen sind schwören immer mehr auf die Helden ihrer Eltern. Nun ja es wird zeigen wie sich das entwickelt, zumindest mit dieser Truppe haben wir wieder etwas, dass genau für den Plattenteller dieser Fans zu Recht geschnitzt wurde. Das Album nennt sich „New Generation“ (sehr treffender Titel) und wird am 19.03.2010 viaFrontiers Records erhältlich sein. Well than stay tuned and await what is coming and hailz from Brazil.

Recht flott und mit vielen eingängigen Melodien wird uns der Opener „Beauty Of Dreams“ schmackhaft gemacht. Temporeiche Rocknummer die viel Fun und Partylaune versprüht. Doc hauch etliche besonnenere Seitenhiebe werden hier vollzogen, wo sich die Brasilianer von einer sehr sanftmütigen Weise präsentieren. Klingt sehr gut und weis zum Abshaken zu animieren, denn immer wieder tritt man zum richtigen Zeitpunkt recht kräftig das Gaspedal und ab diesem Zeitpunkt sind sie fast nicht mehr aufzuhalten, ja wenn da nicht immer wieder der Sänger dominant die Zügel zurück halten würde und ihm gleich seine Amigos folgen um mit ihm kurzweilig etwas gemütlicher zu spielen. Sehr gutes Wechselspiel das man hier recht ausgewogen abhält.

Auch beim nächsten Stück mit dem Titel „Forgive and Forget“ wird das flotte Spiel weiter verfolgt, wenngleich man etwas die Bremse drückt. Dennoch verbleibt man auf dem flotteren Pfad und diese Rhythmik wird reichlich mit etlichen gefühlvollen Einlagen verstärkt und ausgebaut. Zusätzlich kommen einige Zusätze aus dem eher Rock n‘ Roll (Keyboard) und einigen Chorgesängen zum Vorschein und lassen das Stück um einige Nuancen facettenreicher wirken.

„Never Give Up“ steht als nächstes an der Reihe uns mit temporeicherer Rock Kost zu verwöhnen. Hier hat man allerdings mehr Augenmerk auf liebliche Beimengungen gelegt und so erscheint der Song zwar weiterhin recht flott, wenn auch von einer etwas sanftmütigen Spielweise geprägt. Dennoch kann man auch hier sehr gut Abtanzen, wenn man auch immer mehr in die romantischere Ecke drängt.

Sanfte Streichereinlage, welche von einem schönen, klassischen Klavierspiel begleitet wird lässt es schon erahnen, mit „In My Arms“ ist man in der verträumteren Ecke angekommen. Schöne romantische und dezente Klänge schallen hier recht beachtlich und lassen auch einen gewissen symphonischen Faktor zum Vorschein kommen. Balladesk klingt es zwar, doch als eine Kuschelnummer würde ich den Track nicht einstufen. Zuviel und zu kraftvoll klingt die Nummer, als könnt man hier mit der Holden kuscheln. Eher geht man es hier sehr farbenbunt und verspielt an und dadurch entpuppt sich dieser Song als wahrer Genusshappen, wenn auch für besonnenere Momente.

Klanglich etwas moderner und auch erdiger setzt man uns nun „Reach Out“ vor. Zwar baut man weiterhin auf traditionelle, symphonische Klänge. Diese allerdings untersetzt man streckenweise durch vielerlei moderne, als auch breitentauglichen Einflüssen und das wird noch von einer sehr herben – erdigen Gitarrenfraktion begleitet, die einen kleinen Rotzfaktor aufkommen lassen. Doch nur immer kurzzeitig, denn schon verwöhnt man uns wieder mit der gewohnten Spieltechnik, welche etwas stärker mit vielen symphonischen Arrangements ausgestattet wurde.

Die vorhin begonnene Spielart behält man auch bei „New Generation“ bei. Das Titelstück ist eine gute Symphonic Rocknummer mit ebenfalls vielen neueren Ingredienzien und auch etlichen verspielten Parts, wo man uns ein enormes, ja fast schon bombastisches Klangbild bietet. Doch schon springen die Jungs wieder in die Presche und ackern wieder flotter und althergebrachter.

Sehr schöner Riffgetränktes Opening bietet man uns als Einklang bei „Forever In Your Eyes“. An dieser Stelle sagt man modernen Einflüssen eher Lebe Wohl und zockt hier in einer guten Mischform aus flott und besonnen. Diese serviert man uns in der recht zeitlosen Spielmischung die vor allem durch den Gesang bies tief unter die Haut vordringt und eine regelrechte Gänsehaut verbreitet. Schöner hymnischer Midtemprocker, mit vielen flotten, als auch anderen Erweiterungen.

Sehr symphonisch, elektronisch und progressive wird es als Einstimmung bei „Hungry Hearts“. Danach rockt man sehr amtlich die Bude mit einer guten stampfenden Rhythmik, die auch hier viele warmherzige Techniken aufweist und man sie einmal mehr sehr gut mit der Grundrhythmik auf einen Nenner bringt. Vor allem die herben und erdigen Gitarrenriffs, lassen etwas rotziges Feeling aufkommen und eine Mischform aus klassischem, symphonischen Rock und einer etwas raueren Spieltechnik ist einfach göttlich. Zumindest das was uns Auras hier zum Besten geben.

Sehr funkig und erdiger wird nun „That’s the Way Love Goes“ nachgeschoben. Diese Mischung wurde mit einigen Samba Rhythmen auf einen Konsens gebracht. Zwar etwas breitentauglicher, doch diese Abwechslung und die damit verbundene Mixtur ist einfach superb und weiß einen zum Tanzen zu animieren.

„Keep On Loving You“ beginnt sehr symphonisch und auch die Weiterführung ist sehr stark davon geprägt. Wohlgemerkt bekommen wir auch hier kein stupides Geschrubbe. Nein viele Erweiterungen bietet man uns für die Trommelfelle. Manches Mal erscheinen gewisse Parts sehr progressive, wenn auch mit einer dezenten Erweiterung. Ein Wechselbad der Gefühle hat man dadurch sehr gut eingespielt und das ist einmal mehr Herzensmusik die eben bestens präsentiert wird und das macht den Burschen nicht so schnell jemand nach.

Mit einer elektronischen Spielerei vollzieht man die Einführung ins nun schallende „Out of Love“. Klingt wie ein amtlicher, hymnischer Song aus den 80ern, wie man ihn heute nicht mehr allzu oft zu hören bekommt. Alten Traditionalisten wird man mit dieser Nummer Tränen der Freude in die Augen treiben. Kein Wunder denn dieser hymnische Track lässt viele Erinnerungen an die guten alten Tage hochkommen und das wird klangliche sehr geil wieder gespiegelt.

Ein galoppierendes Ende vollzieht man nun mit „Love To Survive“. Guter flotter Rocker der uns sehr adrett aus dem Album raus begleitet. Zum Ende hin greift man noch einmal auf die oftmals verwendete Mischform aus hurtiger und zärtlicher Spieltechnik zurück. Hier kann man noch einmal das Tanzbein schwingen bevor man Lebe wohl sagt.

Fazit: Zeitlose Musik für Zeitlose Fans. Einfach mit voller Lautstärke genießen heißt es hier.

Tracklist:

01. Beauty Of Dreams 4:05
02. Forgive and Forget 4:19
03. Never Give Up 4:45
04. In My Arms 5:00
05. Reach Out 4:30
06. New Generation 5:06
07. Forever In Your Eyes 3:52
08. Hungry Hearts 4:33
09. That’s the Way Love Goes 5:01
10. Keep On Loving You 4:00
11. Out of Love 4:14
12. Love To Survive 5:34

Besetzung:

Gui Oliver (voc)
Ferpa Lacerda (guit)
Edu Sallum (drums)
Matheus Brandon (guit)
Hemerson Vieira (bass)

Internet:

Auras @ MySpace

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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