Avian – From The Depths Of Time

Band: Avian
Titel: From The Depths Of Time
Label: Blinding Force Recordings
VÖ: 2005
Genre: Melodic Metal/Power Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Wer das Erstlingswerk von Avian „From The Depths Of Time“ verpasst hat für den gibt es nun eine zweite Chance. Das Debüt erscheint auf ein Neues via Blinding Force Recordings. In einer Special Edition mit satten 16 Tracks legt man wie erwähnt das Debüt nach und bietet reichlich, den eine komplette Power Metal Mischung, mit vielen satten Melodien im Beiwagen kommt keiner zu knapp. Vor allem Fans von Pyramaze und Balance of Power dürfte dieser Output sehr interessieren, natürlich sofern er nicht schon in der Sammlung in seinen Platz hat.

Das Synthy Instrumental „Through the Past and Into Forever” wird als sehr hymnisches Intro verwendet und bietet einen beachtlichen Einstand.

Mit einem leichten Old School Einschlag serviert man uns sogleich den ersten regulären Track „As the World Burns“. Auch gewisse hymnische Ausflüge kommen zusätzlich zum Vorschein und beide Ausrichtungen verbindet man sehr gut miteinander. Tolle Nummer mit der man für einen leckeren Hörgenuss sorgen kann.

Im rockigen Soundkleid der stampfenden Art wird nun „Black Masquerade“ angestimmt. Auch die Fortsetzung des Tracks ist von der einleitenden Rhythmik geprägt. Guter shakiger Kraftstoff, mit sägenden Riffs und erdigen Kanten.

Deutlich Synthy lastiger, als auch um Ecken glatt geschliffener setzt man nun die Reise mit „The Fear“ fort. Auch hat man Rhythmus technisch erneut eine eher rockige Ausrichtung verwendet, welche aber sehr stampfend rüber kommt. Durch die Vielzahl an Arrangements und Melodielinien die man auf einen Nenner bringt präsentiert man uns einen sehr ausgefeilten, farbenprächtigen Track der zu gefallen weiß.

„Final Frontier“ kommt wieder vermehrt mit viel Old School Sound im Gepäck daher. Doch auch andere Ingredienzien aus dem Power Bereich verfehlen nicht ihr Ziel zu bezaubern, dennoch steht erst genanntes Elemente deutlich im Vordergrund und wird nur an und ab immer wieder durch die anderen Einflüsse, als auch Arrangements unterwandert.

Eine kurze Überleitung für Genießer der Frickelkunst gibt es beim Instrumental „Across the Millions“ wo man hören kann mit welchem goldenen Händchen der Saitenvirtuose zu Werke geht. Durch die doch eher kurze Spielzeit auch für absolute Verweigerer von Instrumental Stücken sehr interessant.

Dunkel und melancholisch schießt man nun „Time and Space Part I: City of Peace” hinten nach. Dabei wird es zu Beginn etwas melancholischer, bevor die sägende Power Maschinerie wieder auf Hochtouren läuft. Vor allem rhythmisch erinnert man mich persönlich an gewisse, härtere Tracks aus dem Scorpions Lager, was auch am sehr ähnelnden Gitarrenspiel bei diesem Song liegt. Dennoch sollte man sich hüten dies als Abklatsch abzutun.

Einen dunklen – symphonischen Einstand serviert man uns zu Beginn von „Single Blade of Vengeance“, doch schon wird von der Machart dem Vorgänger nicht unähnlich weiter gemacht. Wenngleich man sich hier von einer deutlich wechselhafteren Seite zeigt. Vor allem die steten Wechsel zwischen Power Metal, als auch Rock sind sehr gelungen in Szene gesetzt worden. Auch der immer wieder aufkeimende, leicht orientalische Soundklang ist dem Ganzen sehr behilflich und auf ein Neues bietet man farbenprächtige Kost die man bis auf den letzten Ton aufsaugen sollte.

„Two Sides Collide“ ist der erste Bonustrack, noch dazu ein Japan Bonus den man auf den Rerelease gepackt hat. Stampfender, als auch rollender Kerbrocker. Auch allerlei hymnische, als auch melodische Beigaben komplettieren hier den Grundrhythmus sehr stattlich und ergänzen sich sehr gut mit selbigen.

Die totale Wucht präsentiert man uns aber mit „Blinding Force“. Amtlicher Bombast Song welcher mit einer Kraft durch die Boxen gejagt wird vor der man nur niederknien kann. Hammertrack der sich sofort zu meinem ganz persönlichen Favoriten heraus kristallisiert.

Sehr heroischer Eingang, mit leichten Fantasy Touch läutet nun „Time Is All We Need“ ein. Weiter geht es mit einer deutlich romantischeren Linie. Zwar nicht balladesk, aber dennoch eher im ruhigen Bereich angesiedelt.

Deutlich mehr vom Synthy beeinflusst serviert man uns den Start von „Queen of the Insane“. Auch kommt ein deutlich großer Bestandteil aus der hymnischen Ecke. Dennoch reißt man das Ruder herum und segelt fortan mit mehr Wind in den Segeln. Auch kommen wieder viele Old School Einflüsse aus der 80er Spätphase zum Tragen die man gekonnt in den Grundsound eingebaut hat.

„Last Moon“ ist wieder eine symphonische Überleitung, die man uns mit hochwertiger Klangkunst genießerisch macht. Sehr verträumte Züge laden zu einer entspannenden Stimmung ein.

Wieder aus den Vollen schöpft man bei „The Depths of Time“. Simpler Power Metal Kracher der einmal stampfender, mal wieder deutlich speediger rüber kommt. Auch kommen etliche, hymnischere Breaks zum Vorschein die das Ganze noch um Ecken aufwertet.

Zum Ende hin gibt es noch einmal zwei Bonus Tracks, der erste im Bunde ist „Sentinel On The Horizon“. Komplett hat man sich hier der 80er Power Metal/Rockphase aus dem amerikanischen Bereich verschrieben. Zumindest klingt der Sound sehr danach und da kommt natürlich viel Retro Flair auf. Auch erinnert man mich rhythmisch an eine gewisse österreichische Band mit Namen Unknown Dimensiondie es ja leider nicht mehr gibt.

Nicht wirklich mein Ding ist „As The World Burns“ welches man als Akustik Bonus noch einmal drauf gepackt hat. Da weiß die kernige Version an zweiter Stelle vielmehr zu gefallen.

Fazit: Wie erwähnt wer die Band bis dato noch nicht kannte und sich selbst etwas Gutes für den Power Metal Bereich in seiner Sammlung tun will kann locker bei diesem Silberling zugreifen.

Tracklist:

01. Through the Past and Into Forever (Instrumental) 00:45
02. As the World Burns 05:07
03. Black Masquerade 04:56
04. The Fear 04:19
05. Final Frontier 05:08
06. Across the Millions (Instrumental) 01:13
07. Time and Space Part I: City of Peace 06:03
08. Single Blade of Vengeance 04:43
09. Two Sides Collide (Bonus Track) 03:57
10. Blinding Force 04:52
11. Time Is All We Need 04:49
12. Queen of the Insane 06:05
13. Last Moon (Instrumental) 01:32
14. The Depths of Time 05:06
15. Sentinel On The Horizon (Bonus Track) 04:00
16. As The World Burns (Acoustic Bonus Track) 05:00

Besetzung:

Brian Hollenbeck (voc)
Yan Leviathan (guit)
Steve Stine (guit)
Jaden Adair (bass)
Jerry Babcock (drums)

Internet:

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Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.