Betzefer – The Devil Went Down To The Holy Land (CD Review)

Band: Betzefer
Titel: The Devil Went Down To The Holy Land
Label: SPV/Steamhammer
VÖ: 2013
Genre: Hardcore, Neo-Thrash, Rock’n’Roll
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Meine Person erinnert sich immer gerne auf das erste Zusammentreffen mit der israelischen Formation Betzefer als Support von Sepultura in Wien. Die Jungs haben mich dermaßen begeistert, sodass wochenlang ihr Album „Down Low“ in meinem Player lief. Nicht nur Redaktionskollegin Rosi, nein auch ich war mit dem Endergebnis vom Folgealbum „Freedom to the Slave Makers“ gar nicht zufrieden. Somit war meine Person richtiggehend gespannt, was uns wohl mit „The Devil Went Down To The Holy Land“ (welch treffender Titel für eine israelische Band) erwarten würde. Bereits bei den ersten Newsbeiträgen und einigen Soundstücken konnte man zwar erahnen dass es wieder deutlich mehr Back to the Roots gehen würde. Wie nun aber das komplette Album klingen würde stand, keine Frage noch wirklich in den Sternen. Nun ist es endlich soweit und der Rundling der Groove Metal/Metalcore Barden liegt nun auf dem Rezensiertisch. Der Metalcore ist auch bei diesem Album nicht dabei, jedoch hat sich die Truppe wieder vermehrt dem Groove Bereich zu getan, auch die kompletten Allüren vom Vorgänger wurden nicht abgelegt, jedoch klingt der neue Rundling deutlich gereifter, wie auch kerniger. Den Jungs stehen einfach die harscheren Linien, mit diesen habe ich sie ja damals kennen und lieben gelernt. Das man auf den Zug von Five Finger Death Punch oder gar The Texas Hippie Coalation aufgesprungen ist wird vielleicht ewig gestrige Liebhaber des Core und vor allem der alten Ektomorf Fraktion etwas stören. Jene die auf modernen, harscheren Groove Metal stehen werden hier vollends begeistert sein. Man hat zwar mit den genannten amerikanischen Bands kleinere Parallelen, dennoch sind die Israelis keine Nacheiferer, für dies sind sie definitiv schon zu lange im Musikbusiness tätig. Der quertreibende Groove erschüttert Mark und Bein und dieser stachelt einen an ordentlich hier das Moshbein zu schwingen. Die steten, aufbauschenden Wechsel sind hierbei als Zusatz durchaus dienlich. Im Kombinationspaket brennt einfach die Hütte ordentlich und die Fragmente des modernen, groovenden Metals zwischen Europa und Amerika wurden hierbei gut gebündelt, wobei die Israelis deutlich mehr den amerikanischen Groove Metal Sektor angesteuert haben. Tut aber keinen Abbruch, denn die Truppe wirbelt hier ordentlich Staub auf. Die Mischung aus rauer Härte, leichteren Melodien und einem satten Groovebestandteil sind einfach göttlich und der animiert vom ersten bis zum letzten Track. Mal wird mehr das Rock ‚n‘ Roll Zepter geschwungen, mal weniger. Es ist eigentlich völlig Egal in jedem Rhythmusbahnhof in dem die Jungs Halt machen ist etwas dabei und das sind allesamt Granaten, welche für eine langanhaltende Groove Party sorgen.

Fazit: Absolut geil was uns Betzefer hier im Gesamtpaket vorlegen. Man muss schon das komplette Album hören, mit den Soundstücken und Videos bis dato ist man nicht aussagekräftig. Deshalb Album sichern und die Mucke volle Pulle aufdrehen, den Rest erledigen die Israelis.

Tracklist:

01. Tropical 00:50
02. The Devil Went Down to the Holy Land 03:02
03. Killing the Fuss 03:38
04. Cash 02:59
05. Yuppie Six Feet Underground 03:16
06. Copkiller 03:03
07. Sledgehammer 03:29
08. The Medic 03:44
09. Milk 04:12
10. Suicide Hotline Pt. 1 03:40
11. Suicide Hotline Pt. 2 04:25
12. Cannibal 02:46
13. I Hate 02:41
14. Can You Hear Me Now 04:08

Besetzung:

Roey Berman (drums)
Matan Cohen (guit)
Avital Tamir (voc)
Rotem Inbar (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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