BLACK REUSS – Death

BLACK REUSS – Death

Band: BLACK REUSS 🇨🇭
Titel: Death
Label: Golden Robot Records
VÖ: 27/02/26
Genre: Melodic Gothic Metal

Tracklist

01. Wasteland
02. Endgame
03. Oblivion
04. Liberation
05. Continuum
06. Phoenix
07. Love You to Death (TYPE O NEGATIVE Cover)
08. Death
09. Reborn
10. Elysium

 

Besetzung

Maurizio Dottore (Vocals, Guitars, Bass)
Diego Rapacchietti (Drums)

 

Bewertung:

3/5

Mit „Death“ führt das Schweizer Ein-Mann-Projekt BLACK REUSS die Reise fort, die 2021 mit dem Debüt „Metamorphosis“ begann. Hinter dem Namen steht Maurizio Dottore, der sein Konzept von Anfang an als vierteilige Entwicklung angelegt hat. Nach „Metamorphosis“ und zwei weiteren Kapiteln bildet „Death“ nun den Abschluss dieses Zyklus. Inhaltlich kreist das Album darum, wie sich der Tod nicht nur als Ende, sondern auch als Übergang verstehen lässt. Diese Idee spiegelt sich in einer insgesamt melancholischen Grundstimmung wider. Wiederkehrende Tempowechsel und hellere Melodien sorgen dabei für Kontraste. Dottores ruhige, tiefe Stimmlage sowie der präsente Einsatz von Synthesizern prägen den charakteristischen Gothic-Sound des Albums.

Unsauberer Klang

Beim ersten Hören von „Death“ fiel zuerst der Klang des Schlagzeugs auf. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob es an den Kopfhörern lag aber nach dem Hören über verschiedene Geräte, Kopfhörer und Lautsprecher stand eines fest: Das Schlagzeug klingt scheußlich. Der Gesang und die Gitarren sind solide, aber das Schlagzeug und zeitweise auch der Bass erzeugen ein Hintergrundrauschen, welches das Hörvergnügen maßgeblich trübt.

Musikalisch wenig spektakulär

Der Mensch ist zum Glück ein Gewohnheitstier. Nachdem man die ersten zwei, drei Lieder gehört hat, fällt einem der Sound nicht mehr so negativ auf und man kann sich auf die musikalische Komponente konzentrieren. Allerdings gibt es auch in der Hinsicht wenig, auf das man hinfiebern könnte. Die Lieder sind sehr geradlinig aufgebaut. Überraschungen gibt es kaum. Am ehesten überzeugen die Singles „Endgame“ und „Oblivion“, die statt schwerfälliger Melancholie flotte Rhythmen und Beats bieten, die auf natürliche Weise mitreißen. Was Lieder wie „Liberation“ und „Elysium“ interessant macht, ist der dezente Einsatz von sanften Klavier- und Synthesizernoten. Beides erschafft eine mystische Aura, die für stimmungsvolle Momente sorgt.

Klare Wurzeln

Insgesamt weiß man instinktiv sofort, was BLACK REUSS mit „Death“ bezwecken wollen: Gothic Metal bzw. Rock à la TYPE O NEGATIVE und HIM mit Anlehnungen an Bands wie KATATONIA. Stichwort „Type O Negative“: Ich bin zwar selbst kein Fan der Kultband, kenne aber ein paar Lieder. „Love You To Death“ kam mir daher sofort vage bekannt vor. Eine kurze Recherche bestätigte meine Vermutung, dass BLACK REUSS das Lied von TYPE O NEGATIVE gecovert haben. Es fügt sich gut in den Rest der Tracklist ein. Es unterstreicht die stilistische Ausrichtung des Projekts. Gleichzeitig zeigt es deutlich, wie eng sich BLACK REUSS an den bekannten Genre-Formeln orientiert.

Fazit: „Death“ von BLACK REUSS greift auf den typischen Gothic-Charme zurück, aber überzeugt darüber hinaus musikalisch wenig, da es auf Bewährtes setzt.

Internet

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