Band: Brocelian
Titel: Lifelines
Label: 7Hard Records
VÖ: 2014
Genre: Symphonic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Brocelian haben mich vor nicht allzu langer Zeit als Support von Leaves Eyes und Atrocity ordentlich beeindruckt. „Lifelines“ ist das neueste Werk und ist bereits in Eigenregie im März erschienen. Nun wird es mit neuem Label veröffentlicht. Das beim Werk Alex Krull von Atrocity Hand angelegt hat hört und man, wie auch der Fakt, dass die Herrschaften bei Mastersound Studio eine gute Arbeit machen. Doch nun zum Schaffen der Münchner Symphonic Rocker. Der Sound tschingelt gemütlich und wirkt im Gegensatz zu vielen Genrekollegen nicht zu poliert. Die teilweise sehr dunklen Arrangements im Sound erinnern mich etwas an die erste Schaffensphase von Darkwell. Dennoch sind die Müncher im direkten Vergleich deutlich liebevoller. Weiters und dass ist das gute am Sound der Formation, sind durchaus nicht viele Parallelen zu anderen Kollegen größeren Status zu vernehmen. Dies ist einfach Innovativer und man eiert hier niemanden recht nach. Sicherlich ist es keine Neuerfindung vor dem Herrn, doch das Album klingt äußerst erfrischend. Dies ist auch der Fall, weil es nicht zu poliert eingestanzt wurde. Die Harmonisierung zwischen Folk Allüren und etwas steiferen Rockbrisen ist gut gewählt worden und weis durch das Album hindurch sehr gut zu unterhalten. Stimmlich macht die zierliche Lady eine durchaus gute Vorstellung und versüßt den Rundling mit einer sehr aussagekräftigen, prägenden Stimme. Deutlich mehr im höheren Tonfeld angesiedelt leiert oder jodelt sie sich hier aber nicht durchs Geschehen. Die Unterhaltung ebbt niemals ab, was ja leider bei vielen Kollegen oftmals der Fall ist, da man sich selbst sehr oft wiederholt. Im Falle von Brocelian ist dies aber anders und so gehen die Stücke mit viel Wiedererkennungswert ins Gehör. Auch die epischen Arrangements sind gut gewählt und eingesetzt worden. Damit erspielt man sich sehr schnell einen festen Platz im Genrebusiness, denn wie gesagt, es gibt viele Szenekollegen und viele kann man locker überholen. Die Revolution mags sicher noch nicht sein, wohl aber ein Debüt an dem sich viele ein Beispiel nehmen sollten. Hier wird nicht einfach der Kitschfaktor bis zum Erbrechen ausgemelkt, sondern Brocelian bieten gediegenen, sehr gereiften Symphonic Rock, welcher mit viel Liebe zum Detail vorgetragen wird.

Fazit: Hut ab, was die Münchner Symphonic Rock Truppe hier eingespielt hat. Viel Unterhaltung ohne langes Gewürge im Kitschkästchen. Viele raue Ecken und Kanten werten das Spiel noch um Ecken auf. Viel Innovation und Originalität wurden hier zu einem stattlichen Gemisch vermengt.

Tracklist:

01. Fields of Sadness
02. Devil’s Babe
03. Garden of Roses
04. Heartstrings
05. Lost Memories
06. Last Hope
07. The Hunt
08. Theatre Moments
09. Morphine
10. A Winter’s Dream
11. Unbreakable
12. Dornen (Bonus Track)

Besetzung:

Susan (voc)
Elli (violin)
Alex (guit)
Anderl (drums)
Stefan (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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