Band: Cadaveria
Titel: Horror Metal
Label: Bakerteam Records
VÖ: 2012
Genre: Symphonic Gothic/Doom/Black Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Cadaveria? Ist das eine neue Grind Core Band? Nö überhaupt nicht, die haben mit Grind Core so viel am Hut wie mein linker Zeh. Bekannt waren mit die Herrschaften aus Biella, Piedmont Italien aber überhaupt nicht. Bei genauerem nachforschen muss ich meine Schande eingestehen, die waren ja seit ihrer Gründung 2001 durchaus fleißig. Das Mittlerweile vierte Album hat man via Bakerteam Records veröffentlicht. Stilistisch lässt man sich nicht gerne in eine Schublade zwängen, irgendwo zwischen Gothic, Black und Doom Metal hat man seine Wurzeln ausgebreitet. Wenn man dies liest denkt man sicherlich eine komische Mischung. Allerdings muss man sagen, macht das gehörte Mischergebnis durchaus Sinn. Hierbei bedient man sich eben der genannten Mischung und lässt sie sehr gleichberechtigt nebeneinander laufen. Das Gehörte spricht somit Bände. Einerseits raunzt die Frontdame wie eine Junge Sabina Classen, aber auch etwas klarere Töne hat sie sehr gut drauf. Solch ein breitentaugliches Organ, mit so viel facettenreichem Klang kenne ich persönlich nur von wenig auserwählten. Dem Sound gut angepasst wird somit ein erstaunliches Wechselbad der Gefühle abgehalten. Auch vom Gefühl her wird eine kunterbunte Marschrichtung angestrebt und so duellieren sich einerseits sehr hasserfüllte Soundbeats stets mit leicht melancholischen Zwischenunterbrechungen. Gut abgestimmt, wird hier nichts vernachlässigt und die Mixtur schallt sehr wohltuend und erfrischend. Persönlich muss ich sagen, sprechen mich die barschen Gedankengänge etwas mehr an, weil man vor allem hier ordentlich dem Hörer das Hinterteil versohlt und auch ein breites Gebräu aus Thrash, Modern Metal und sehr dunklen Groove Elementen brodelt. Hier bleibt kein Stein auf dem anderen und trotz vieler Soundallüren klingt man nicht zu komplex oder verheddert sich etwa an irgendeiner Stelle. Durch die dunkle und sehr dominierende Breitseite beschert man einfach eine Gänsehaut der besonderen Art. Man hat hier durchaus eine neue Soundtür aufgestoßen, die dahinter befindlichen Räumlichkeiten sind sehr opulent und stattliche und somit kann man dieser Formation, durch eben den sehr eigenständigen Sound eine große Zukunft attestieren.

Fazit: Bemerkenswertes, sehr tolles Meisterwerk und diese Truppe wird bei mir noch lange im Player laufen, denn durch den sehr breiten Sound kann man alle Soundgefühle damit abdecken. Niemandem wird hinterher gehoppelt oder gar wo abgekupfert und somit steht der eigeninnovative Sound ganz klar im Vordergrund.

Tracklist:

01. Flowers In Fire
02. The Night´s Theatre
03. Death Vision
04. Whispers Of Sin
05. Assassin
06. The Days Of The After And Behind
07. Apocalypse
08. The Oracle (Of The Fog)
09. Requiem
10. This Is Not The Silence
11. Hypnotic Psychosis

Besetzung:

Cadaveria (voc)
Frank Booth (guit)
Dick Laurent (guit)
Killer Bob (bass)
Marçelo Santos (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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