Band: Circle II Circle
Titel: Consequence Of Power
Label: AFM Records
VÖ: 2010
Genre: Progressive Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Eigentlich hatten es Nachfolgesänger bei großen, namhaften Bands immer schwer. Komplett anders verhielt es sich allerdings bei Zachary Stevens. Der Bursche konnte sich bei Savatage einen Namen machen das ihn schon recht bald jeder Metal Fan aus diesem Genre kannte und selbstredend vergötterte. Nach seinem Ausstieg hinterließ er doch eine sehr große Kluft und das spricht für seine Sangesleistung. Seit etlichen Jahren nun ist er mit Circle II Circle sehr erfolgreich. Mit dem nun neusten Album „Consequence Of Power“ auf dem Prüfstein kehrt der Bursche gemeinsam mit Mitch Stewart (bass), Andy Lee (guit) und Johnny Osborn (drums) zurück um noch einen drauf zu legen. Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen seiner Arbeit bei Savatage und Circle II Cirlce. Tja nur ganz leichte und dafür sind ihm wohl viele Fans bis heute sehr dankbar. Auch beim neuesten Output gibt es genügend Querverweise die durchaus auf einigen Scheiben seines früheren Brötchengebers legitim vorhanden sein hätten können.

Etwas im rockigeren Gefilde startet man Track Numero Uno. Doch „Whispers In Vain“ beinhaltet weit mehr als nur eine schlichte Rockklangkunst. Treibende, erdige Groove mit einer doch eher dreckigen Breitseite schallen recht kräftig. Doch auch gefühlvollere Passagen, welche etwas länger im Vordergrund gehalten werden schließen den Kreis sehr gut. Tolle, mächtige Eröffnung, was nicht zuletzt einfach an der Stimme dieses Ausnahmesängers liegt.

Deutlich klarer und schneller knüpft man mit dem Titelstück „Consequence Of Power“ an. Die groovig klingenden Rhythmen wurden deutlich nach hinten gestellt und vielmehr baut man auf klare, kräftige Power Metal Kunst. Komplettiert wird dies durch satte Chorvocals im Refrainbereich.

Einen kräftigen Stampfrocker legt man sogleich mit „Out Of Nowhere“ nach. Zurück kehrt man wieder auf die erdig – rotzig – groovige Schiene. Dadurch kann man noch locker einen drauf legen. Etwas shakiger wurde die stilistische Ausrichtung gewählt und somit kommt leichte, schunkelige Stimmung auf. Dennoch für zu leichte Kost sollte man dies nicht halten, denn der Track ist mit einer ordentlichen Kraftbrühe vermengt worden, um zu sanft rüber zu kommen.

Auch das nachfolgende „Remember“ ist wieder dreckiger eingespielt worden. Als Fortführung hat man vorerst etwas mehr Tempo hinzufließen lassen. Doch auch zu etwas gemäßigteren Parts lässt man sich durchaus hinreißen. Somit zieht man uns auf und ab was die Gemütslage angeht.

Vermehrt um etwas dreckig – funkigen Rockgefilde findet man sich mit „Mirage“ wieder. Sehr durchdachter, ungewöhnlicher Song. Deutlich verspielter präsentiert man sich quer durchs Stück. Sehr vielschichtig wird uns vor allem der Gesang schmackhaft gemacht und der Mastermind zeigt an diese Steile seine große Facette seines Organs. Zwischen kräftig, gefühlvoll, bis hinüber in etwas melancholischeren Tonlagen jongliert Zak sehr gekonnt und das im Sekundentakt.

Mit „Episodes Of Mania“ knüpft man auf einer eher bretternden Schlagseite an. Durch die Bank baut man vermehrt auf einen guten, ausgewogenen Power Metal Klang. Eine reine Bangernummer ist deshalb aber nicht entstanden, eben weil man sich auch oftmals länger sehr gefühlvoll – verspielt präsentiert.

„Redemption“ ist was mich betrifft der wohl ähnlichste Track der an die Glanztaten von Savatage mit Mr. Stevens erinnern. Sicher als reinen Abklatsch sollte man dies nicht versehen, sicher sind etliche Parallelen vorhanden, doch durchaus weiß man sich von der Ex Band hervorzuheben. Rhythmisch bietet man einen sehr satten Querschnitt aus kräfteraubenden – dreckigem Power Stahl der sich unvermindert durch viele shakige – rockige Parts ins Gehör bohrt.

Mit einem mächtigen, wenn auch etwas orchestralen Eingang startet man sogleich „Take Back Yesterday“. Diese eingeschlagene Richtung behält man bei und verfärbt diese mit einigen kräftigen Rhythmusattacken. Sehr monumentales Epos das man uns im flotteren Spiel vorlegt. Sehr Schmuck und bildet somit das absolute Highlight auf diesem Silberling.

Wieder auf der erdig – groovigen Schiene kehrt man mit „Anathema“ zurück. Im Grunde genommen hält man das Ruder ganz stark fest um kaum vom Kurs abzuweichen. Dennoch gibt es einige Seitenstecher in etwas gefühlvollere Spiellagen. Sehr komplex aber dennoch sehr locker – leicht aufzunehmen.

Einen sehr heroischen Eingang im gemächlichen Stil bietet man uns beim alles vollendenden Track mit Namen „Blood Of An Angel“. In der Eingangspassage erschließt sich eine superbe Solispielerei des Gitarristen, doch auch das Klavierspiel lässt auf einen sehr ruhigen Abschluss schließen. Weit gefehlt, denn nach der längeren Eingewöhnungsphase lenkt man alles in eine etwas monumental – hymnisch klingende Richtung. In dieser verharrt man schlussendlich und untermalt den Rhythmus recht gelungen mit einigen Arrangements die man sachte im Hintergrund mitlaufen lässt.

Fazit: Circle II Circle servieren uns mit dem neuesten Output eine sehr gutes Schmankerl in Sachen Power Metal, mit leichten progressiven, hymnischen, als auch streckenweise rockigen Zügen. Tolle Fortführung in der Bandhistorie.

Tracklist:

01. Whispers In Vain 5:24
02. Consequence Of Power 4:23
03. Out Of Nowhere 4:10
04. Remember 5:28
05. Mirage 5:04
06. Episodes Of Mania 5:08
07. Redemption 5:29
08. Take Back Yesterday 5:02
09. Anathema 5:14
10. Blood Of An Angel 5:07

Besetzung:

Zachary Stevens (voc)
Mitch Stewart (bass)
Andy Lee (guit)
Johnny Osborn (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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