Band: Infinity’s Call
Titel: Unconditional
Label: Black Bards / Alive
VÖ: 2011
Genre: Folk Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Heidenarbeit aus Tschechien ereilte uns via Black Bards durch die beim Label angeheuerten Cruadalach. Die Mannschaft blickt auf einen sehr erfolgreichen Gründungsstart zurück, denn 2008 gegründet konnte man schon mit der Demo „V rytmu staré krve“ gute Remarks einheimsen. Nun war es aber soweit das erste Full Length Debüt nachzuschießen und das tut man mit „Lead – not follow“. Wird man damit gerecht das man sofort einen Plattenvertrag einheimsen konnte? Will es mal gelinde ausdrücken, nicht ganz. Musikalisch fährt man uns eine Wucht von einer Wand auf das man nicht reichhaltiger klingen könnte. Leider bringen solche Techniken und Ergänzungen ein Damoklesschwert mit sich. Demnach verheddert sich die Truppe bei so manchen Überleitungen. Diese klingen oftmals zu komplex und wirr das man nicht richtig in so manche Parts reinfinden kann. Auch bei mehrmaligem Durchlauf wird man nicht richtig warm mit genau eben diesen Passagen. Die ansonsten geboten, teils sehr tanzgeschwängerte Rhythmik ist sehr gut und lässt sogar richtig lustiges Humpa Party Feeling aufkommen. Keine Angs, auch wenn man etwas folkiger rüber kommt, driftet man zu keinem Zeitpunkt in das abgelutschte Humpa Eck, wo bekanntlich viele Szenekollegen Stümperhaft in der jüngsten Vergangenheit versagt haben.

Die Tschechen überzeugen mit einer deutlich mittelaltergeschwängerten Soundorientierung und damit schnellt der Folkfunpegel sehr stark und steil nach oben. Auch beweist man durch rauere Abrundungen und den harsch – rauen Gesang dass man nicht irgendwelchen Szenekollegen größeren Status nachäfft. Somit steht dies auch für eine eigene, innovative Interpretation des Folk-Medival Metal‘s den man den Kriegern aus dem nordöstlichen Nachbarstaat hoch anrechnen muss. Rüde Dreschparts werden immer wieder durch stimmige Soundgebilde, mal mehr, mal weniger idyllisch sehr gut ergänzt. Lediglich und wie schon erwähnt mindern die zu abrupten, wilden Wechsel das Hörvergnügen deutlich. Harmonisierende Refrains und Chöre retten aber sofort wieder und somit kann man das Album im Gesamten als sichern nicht schlecht bezeichnen. Sicher sind noch einige Ausbesserungsarbeiten hier zu erwähnen, doch wenn diese mal durchgeführt sind, kann man den Tschechen einen steilen Karrierestart mit steigender Veränderung attestieren, davon ist meine Person definitiv überzeugt. Es mangelt den Herrschaften einfach nicht an Ideen und man wirkt im Gesamten sehr erfrischend.

Fazit: Verbesserungswürdiger Folk Metal der mit einer durchaus passablen Gesamterscheinung. Vorab Antesten, ist aber hierbei durchaus Ratsam!!!

Tracklist:

01. Dubh
02. Rage starts here
03. Nezlomní
04. Living with Pride
05. Blejanje na mjesec
06. Signal Fires
07. Cruadalach
08. Morrigan
09. For my Bleeding Friends
10. Hear our Voices
11. The Promise

Besetzung:

Jan“Radalf“ Vrobel (voc)
Aleš „Ax“ Cipra (guit)
Petra „Ewenica“ Jadrná (shawms– Schalmeien, bagpipe & flute)
Tomáš „Ante Mortem“ Nejedlý (guit)
Hanka „Honey“ Slanarová (violin)
Filip Škrdlík (violoncello)
Ondrej „Bodyremover“ Novák (bass)
Michal „Datel“ Rak (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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