DARKENED – Kingdom of Decay

Darkened - Kingdom of Decay - album cover

Band: Darkened
Titel: Kingdom of Decay
Label: Edged Circle
VÖ: 11/09/20
Genre: Death Metal
Bewertung: 3,5/5

Nach ihrer im August 2019 erschienenen EP „Into the Blackness“ ist es nun an der Zeit für das Debütalbum von DARKENED mit dem wohlklingenden Titel „Kingdom of Decay“. Die Band serviert hier eine saftige Portion Death Metal gemischt mit Doom.

Die Mitglieder von DARKENED bringen allesamt reichlich Erfahrung mit und wenn man sich ihre Lieder anhört, bekommt man den Eindruck, dass ihr Ziel darin besteht, unverfälschten, kalten und harten Death Metal zu produzieren ohne viel Schnick Schnack. Das ist den Herren eindeutig gelungen.

Kingdom of Decay“ ist ein guter Prototyp für Death Metal, der hier allerdings mit ordentlich Doom Metal gemixt wurde. Das Album wirkt dadurch etwas schwerfällig und eintönig und wird besonders im letzten Drittel langweilig. Es gibt zwar Abwechslung und Dynamik aber trotzdem fehlt dem Ganzen etwas Überraschungsmoment und Einzigartigkeit. Vielleicht gerade weil es so prototypisch ist, bekommt man das ungute Gefühl, nichts Neues gehört zu haben, nichts, dass sich im Gedächtnis manifestiert.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die Soundqualität. Man hört alle Instrumente außerordentlich gut und klar, man bekommt nicht den Eindruck, dass ein Instrument permanent dominiert oder stört und es gibt auch so gut wie keine Störgeräusche. Auch der Gesang fügt sich schön in die Soundkulisse ein und geht weder unter, noch übertönt er den Rest.

Gord Olsons Vocals erinnern stark an die von VREDEHAMMER und ein bisschen sogar an AMON AMARTH. Einerseits passt Gords raue, tiefe Teufelszunge sehr gut zur Musik und andererseits wird sie mit der Zeit nervig, weil es so gut wie keine Variation gibt. Dadurch werden Stimmungswechsel in der Musik selbst schlecht begleitet, weil es fast immer dasselbe ist.

Einige Highlights des Albums sind unter anderem „Dead Body Divination“, „Kingdom of Decay“ und „Cage of Flesh”. Hier gibt es gute Wechsel in Stimmung, Atmosphäre und Spielart. Gerade „Cage of Flesh“ tanzt mit seinem extrem doomigen und schaurigen Intro aus der Reihe.

Was man nicht erwarten würde ist, dass DARKENED auf subtile Weise Raum für Melodie geschaffen haben. Subtil daher, weil die melodischen Elemente keine Hauptrolle spielen, sondern sich wie selbstverständlich in die Lieder hineinschleichen und so die Stimmung verändern.

Fazit: „Kingdom of Decay“ von DARKENED ist ein solides Death Metal-Album mit Doom-Einschlag, dem es aber an Wiedererkennungswert und Einzigartigkeit fehlt.

Tracklist

01. Nekros Manteia
02. Dead Body Divination
03. 1000 Years
04. Pandemonium
05. Cage of Flesh
06. The Burning

07. The Old Ones
08. Kingdom of Decay
09. Of Unsound Mind
10. The White Horse of Pestilence
11. Winds of Immortality

Besetzung

Gord Olson (Vocals)
Hempa Brynolfsson (Guitar)
Linus Nirbrant (Guitar)
Tobias Cristiansson (Bass)
Andy Whale (Drums)

Internet

DARKENED – Kingdom of Decay CD Review

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