MESSIAH – Fracmont

Messiah - Fracmont - album cover

Band: MESSIAH
Titel: Fracmont
Label: High Roller Records
VÖ: 11/09/2020
Genre: Death/Thrash Metal
Bewertung: 4/5

Die Schweizer MESSIAH habe ich zu Beginn der Neunziger mit „Choir of Horrors“ und „Rotten Perish“ richtig aufgesogen. Danach leider aus den Augen verloren bis ich schlussendlich feststellen musste, dass sich der Death/Thrash Trupp aus Confoederatio Helvetica recht rar gemacht hat. „Fracmont“ ist das erste längere Lebenszeichen seit dem Release „Underground“ aus dem Jahr 1994. Wie klingen nun die Jungs nach so vielen Jahren. Kurz gesagt, wer mit einer Death Variante der Schweizer Legende CORONER auskommt, der wird das neueste Lebenszeichen bis zur Ekstase abfeiern. Nicht unähnlich klingt der neueste Streich der Herrschaften aus Baar (Kanton Zug). Was mich besonders erfreut ist die Tatsache, dass sich die Truppe den Gutturalen Gurgelgesang des Fronter Andy Kaina bewahrt hat.

Dies liegt daran, weil man beim Streich „Choir Of Horrors“ eine richtige Gänsehaut bekommen hat. Diesen Faktor haben die Schweizer sich bewahrt und in die Jetztzeit befördert. Was die Rhythmik betrifft wissen die Jungs von MESSIAH nach wie vor, wie Old School Death/Thrash zu klingen hat. Was mit den ersten Alben noch merklich knarziger geklungen hat, wurde nach all den Jahren mit merklich mehren Melodiebögen ausgestattet. Kann man gutheißen, muss man im Kontrast hierzu nicht.

Meine Wenigkeit hat sein Auslangen, wenngleich ich das kauzige Erscheinungsbild aus den Frühtagen der Band dadurch etwas vermisse. Im Gegensatz hierzu könnte die Truppe aufgrund des Zeitwandels wahrscheinlich keinen Blumentopf mehr gewinnen und es scheint geradeso als wollen die Jungs mit einer forcierten Rhythmik an die alten Glanztaten anschließen, diese zwar hochleben lassen, doch komplett altbacken wollen sie auch nicht klingen.

Fakt ist MESSIAH sind und bleiben KULT das nimmt ihnen niemand weg. Den Retrosound muss man nicht unbedingt erlebt haben, allerdings braucht man sein auslangen, um ihn ins Herz zu schließen. Die Mannschaft aus unserem westlichen Nachbarland sind bemüht den authentischen Soundteppich aus den Frühtagen zu bewahren und machen hierbei keine Faxen. Vielmehr wird das Genre Old School großgeschrieben. Abseits jeglicher Hypes wird eine markante Death/Thrash Kante geboten, die der Purist lieben gelernt hat und es mit dem neuesten Streich „Fracmont“ neuerlich hochleben lassen kann.

Verschönerte Linien sind eher spärlich gesät und werden nur durch einige Melodiesolis geboten. Somit keine unnötigen Verschönerungen, eher die ungehobelte Art und Weise mit der die Combo seit jeher ihr Erscheinungsbild an Herrn/Frau Metaller gebracht haben. Einen sogenannten Masterplan hatten MESSIAH noch nie, sie bieten eher das, was sie selbst lieben und somit gerne auf einen Silberling bannen. Das bedeutet unterm Strich, wer eine amtliche Old School Richtung liebt, der kommt um das neueste Lebenszeichen der Helveten nicht herum.

Fazit: Mit „Fracmont“ feiern MESSIAH eine bemerkenswerte Reunion die sich gewaschen hat und allen Old School Death/Thrashern gefallen wird.

Tracklist

01. Sacrosanctus Primitivus
02. Fracmont
03. Morte Al Dente
04. Urbi Et Orbi
05. Singularity

06. Children Of Faith
07. Dein Wille geschehe
08. Miracle Far Beyond Disaster
09. My Flesh – Your Soul
10. Throne Of Diabolic Heretics

Besetzung

Andy Kaina – Vocals
Brögi – Guitars
Patrick Hersche – Bass
Steve Karrer – Drums

Internet

MESSIAH – Fracmont CD Review

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.