Band: Darkness Ablaze
Titel: Shadowreign
Label: Black Bards Entertainment
VÖ: 2010
Genre: Melodic Black Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Drei Jahre haben sich die Baden Würtenberger Darkness Ablaze Zeit gelassen um den Nachleger des selbstbetitelten Debüttalbums einzuspielen. Doch am 09.04.2010 ist es nun soweit und „Shadowreign“ wird via Black Bards Entertainment für die Fans des melodischen Death/Black Metal zu haben sein und diesen Termin sollte man gleich dick und rot im Kalender vermerken. Seit 2002 gibt es nun diese Band und Christian Jaworski (bass), Christof Lorenz (guit), Theo Georgitsaros (voc), Jens Podzierski (keys), Alexander Huber (guit) und Sascha Beul (drums) setzen wieder Maßstäbe auf höchstem Niveau.

Sehr modern wurde der Opener „Enclosure No. 7“ ausgerichtet. Streckenweise wagt man sogar kleinere Steps in Richtung Deathcore. Diesen Schritten folgt auch die Rhythmusfraktion die hier zwar durchwegs brettert, aber auch viele Melodieangriffe einsetzt. Über dieses Grundkonzept legt man noch ein symphonisches Bombastkleid das immer wieder in den Vordergrund drängt, aber nicht komplett zu finden ist. Coole Mixtur die zu begeistern weiß. Allerdings sucht man hier die Black Metal Roots vergeblich.

Auch das darauf folgende „Zero“ wurde mit vielen Ingredienzien bedacht. Allerdings setzt man diese nicht ziellos ein, sondern fließen auf den Punkt gebracht ineinander. Das Tempo hat man merklich vermindert und einmal mehr wagt man einen weiten Spagat zwischen den Genre Styles. Locker schließt man hier die Lücke zwischen bombastischen, melodischen Death und moderner, Core lastiger Technik über diese Streut man noch klitzekleine Pagan Roots die den Song noch bunter klingen lassen. Sehr wutentbrannt setzt man immer wieder alles unter Feuer, bevor man sich kurzerhand immer wieder mäßigt. Zwischen Growl, Gekeife und Gegrunze ist auch der Frontmann äußerst facettenreich am Werkeln und dieser schließt somit den großen Umkreis der viele Fans gefallen und vereinen wird.

Noch um einen Tick moderner und thrashiger startet man nun „The Chains of Life“. Einmal mehr wagt man einen weiten Schritt. Gekonnt setzt man alle Einflüsse ein, diesmal allerdings haben modern – thrashige Einflüsse den Hauptanteil. Im Refrainteil schallt die Symphonie sehr stark und klingt wie ein gut besetzter Soprano Frauenchor. Absolut knackiger Song und dabei bietet man nicht gewohnte Haushaltskost. Nein vielmehr lädt man uns einmal mehr zu einem reichhaltigen Menü ein.

Schon folgt „Trail of Lies“ auf dem Fuße und wird ebenfalls sehr thrashig vom Stapel gelassen. Etwas rollender schickt sich aber hier der Rhythmus an uns zu animieren. Auch die Symphonic Bombast Arrangements kommen hier etwas stärker eingesetzt zum Tragen. Sehr Schweden orientiert klingt die Nummer dadurch. Komplett vom Göteborg Sound würde ich nicht sagen dass man beeinflusst war, aber kleinere Eckpfeiler sind dennoch auszumachen. Weiterhin kann man bis zum Exzess abgehen.

Sehr melodisch wird uns nun eine klare Einleitung bei „Reduced to a Beast“ geboten. Viel Wut und Hass lässt man auch hier freiem Lauf, auch wenn man durch die reichhaltige Melodiekost weniger wutentbrannter rüber kommt. Vielmehr verlässt man ganz leicht den modernen Weg und verabschiedet sich in Richtung Melodic Death Metal den man reichlich mit vielen Bombastschüben ausgestattet hat. Von Kitsch kann überhaupt keine Rede sein, denn durch diese Einspielungen klingt das Material dermaßen wuchtig das man mit Begeisterung nach mehr verlangt.

Sehr düster und melancholisch vollzieht man die Einführung bei „Enlightened by Shadows“. Dieses Soundgewässer versetzt man blutrot und dabei rattert die Maschinerie ordentlich. Auch kleinere Black Metal Einflüsse kommen hier zum Tragen und diese vereinen sich recht gut mit den modernen und bombastischen Einflüssen. Wer meint dies sei nun überzogen, der irrt, denn die Burschen schaffen es spielend den Spalt zu schließen. Auch von einem zu verstrickten und verschachtelten Rhythmus kann überhaupt nicht die Rede sein.

Ein sehr kurzes Zwischenintro der ruhigeren, folkloristischen Art bietet man uns mit „Interlude“ und dabei kommt viel Pagan/Folk Metal Feeling auf. Dieses Stück unterwandert man allerdings ebenfalls mit vielen thrashigen Riffs. Allerdings bestimmt der erst genannte Einfluss das Geschehen maßgeblich.

Nahtlos mündet man dann in den Nachfolger, welcher sich „The Might of Repression“ nennt. Erneut setzt man eine moderne, thrash lastige Gitarrenarbeit ein und unterwanderte diese mit vielen hauchzarten Symphonieeinspielungen. Auch kleinere Black Metal Blast Beat Gewitter setzen hier zum Angriff an. Bunt durchgemischt knallt man uns eine wuchtige Nummer vor den Latz, die mit viel Einfalls- und Ideenreichtum auf einen Konsens gebracht wurde. Es ist einfach unglaublich wie es Darkesss Ablaze geschafft haben all diese Einflüsse und Fragmente zu vereinen.

Auch bei „Walls“ wartet man mit einer folkloristischen Einführung auf. Diese weilt aber nur von kurzer Dauer und man gibt wieder wutentbrannter Gas. Durchwegs wildes Spiel das hier wie eine Nackenfräße durch die Boxen knallt. Das gewisse Michverhältnis macht es wieder aus und davon bekommen wir wieder reichlich geboten. Wohlgemerkt haben aber Modern Death/Thrash und leichte Black Einflüsse hier das Sagen. Dieses Gebräu unterwandert man kurzerhand mit leichten melodischen und bombastischen Schüben. Vor allem beim Mittelpart macht man einen Satz und auf einem befinden wir uns auf einer sanftmütigen Schiene, wo eine Sängerin uns hier bezirzt. Diesen Wechsel behält man fast bis zum Schluss bei, bevor man noch einmal komplett auf die Tube drückt.

Das finale „Two Souls marked by Sorrow“ eröffnet man mit einem akustischen Gitarrenspiel und mit dem hauchzarten Gesang lässt man melancholischen Gefühlen mehr den Vorzug. Weiter geht es nun etwas Pagan lastiger. Zumindest ackert hier die Rhythmusfraktion in dieser Stilrichtung und das klingt etwas heroischer und hymnsicher. Auch der Fronter passt sich diesem Wechsel sehr gut an und growlt mehr a la Amon Amarth. Die Jungs bieten von Anfang bis zum Ende hin reichlich und das unterstreichen sie schlussendlich dick mit diesem Rausschmeißer.

Fazit: Selten habe ich eine so kunterbunte Mischung zum Hören bekommen. Gut zusammengebracht ist man auf dem Weg nach oben und mit dem zweiten Langstreich hat man sich schon mal den Weg dafür geebnet. Viele Ohrwürmer findet der Fan hier und das Material dürfte für viele Genrefans gleichermaßen sein, gesetzt den Fall der Jeweilige ist etwas offener für andere Stilrichtungen.

Tracklist:

01. Enclosure No. 7
02. Zero
03. The Chains of Life
04. Trail of Lies
05. Reduced to a Beast
06. Enlightened by Shadows
07. Interlude
08. The Might of Repression
09. Walls
10. Two Souls marked by Sorrow

Besetzung:

Christian Jaworski (bass)
Christof Lorenz (guit)
Theo Georgitsaros (voc)
Jens Podzierski (keys)
Alexander Huber (guit)
Sascha Beul (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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