Band: Day Six
Titel: The Grand Design
Label: Lion Music
VÖ: 2010
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Day Six aus den Niederlanden bescheren uns am 18.06.2010 eine Runde Prog Rock/Metal der besonderen Art. Die Tulpen Proggies laden zu einer weiten Klangreise ein und auf diese sollte man sich als Fan dieser Stilrichtung durchaus mit nehmen lassen. Robbie van Stiphout (voc & guit),
Daan Liebregts (drums), Nick Verstappen (bass) und Dolf van Heugten (synth) hantieren mit vielen Einflüssen und Techniken, dabei geleiten sie uns stets auf eine Gefühlsreise die nicht unterschiedlicher sein könnte. Genießer der progressiven Musik sind hier gefragt sich komplett von dem Album die Ohren bzw. Stunden versüßen zu lassen.

Dunkel und düster wird Track Nummero Uno angestimmt. „Massive Glacial Wall“ wird aber deutlich rockiger im erdigen Style weiter geführt. Vorerst allerdings, denn schon stoppt man die Maschinerie und hält etwas inne. Gemütliches Tempo das man hier dann gefunden hat und sich zu einigen Gesangsverzerrungen hinreißen lässt. Stur die einen auf lazy wird aber dennoch nicht geboten und so wird an und ab etwas kräftiger weiter gemacht, dennoch hat man als Hauptanteil sich auf eine gemütlichere Linie geeinigt. In diesem Gewässer zeigt man sich lieblicher, verspielter, aber auch verträumter.

Vom Fleck weg wird nun „Lost Identity“ ganz gemächlich ins Rennen geschickt. Auch hier kommt alles zum Beginn sehr dunkel eingefärbt, wenn auch mit mehr melancholischem Beigeschmack daher. Man schafft hier eine sehr verträumte Stimmung, welche uns gleich im Anschluss durch nette Gitarrenlinien und einem satten Gesang geboten wird. Auch hier greift man auf das Erfolgsrezept mehrere Passagen der unterschiedlichen Art zurück. So kommen treffen ruhige, aber auch härtere Momente ständig aufeinander und lösen sich auch gleich wieder ab.

Viel Power im Rücken und verzaubert mit einigen Synthyeinlagen dröhnt nun „Castel Gandolfo“ daher. Sehr vor Kraft strotzender Song, der einen leichten Science Fiction Einschlag hat. Der progressive Anteil kommt hier um einiges stärker daher wie bei den beiden Vorgängern. Auch hat man etwas genug von ganz ruhigen Einflüssen und somit weißt dieser Song quer durch die Bank kräftigere Soundklänge auf.

Satte 16:27 Minuten nutzt die Truppe nun mit „Inside“ um uns einen monumentalen Opus vorzusetzen. Tolle Leistung und jede Sekunden wird hier genutzt um uns ein sehr experimentelles Klangbild zu bieten. Leicht orchestral, mit akustischen Gitarren wird gestartet und gleich wird einem klar es geht auf eine weite Reise mit der Mannschaft. Der Mittelteil ist der etwas kräftigere Part, wo man viel Dampf erzeugen kann. Diesen behält man etwas länger bei, bevor man uns in die ganz gemütliche Ecke geleitet. Superbe Mischung die zu bezaubern weiß und das in allen Passagen dieses Stücks.

Dunkel bedrohlich legt man an fünfter Stelle bei „Fergus Falls“ den Start hin. Dennoch wird hier eine komplett andere Richtung eingeschlagen. Old School lastiger Rock, den man leicht versüßt hat hält man hier am Laufen. Liebliche Klänge im Hintergrund paaren sich sehr gekonnt mit erdigen Riffs, Deep Purple lastigen Keyboardeinlagen und immer wieder bringt man das ganze etwas kräftiger zum Laufen. Bunt durchgemischt setzt man gleich nach dem vorangegangen Opus nach und bietet wieder viel. Genussmusik der ganz besonderen Art wird uns hier zu teil und was will der Proggie Fan mehr.

Sehr balladesk und tragisch verträumt wird nun „A Soul´s Documentary“ begonnen. Eine Seelenreise soll es wohl werden, so wie es der Titel schon aussagt. Das bekommen wir dann auch und im behaglichen Stil geboten. Zurück lehnen und genießen ist hier die Devise.

Treibend und messerscharf, mit 80er Purple Keyboardspiel wird im Anschluss bei „Age of Technology“ weiter gemacht. Teils groovig, teils shakig und dann wieder im verspielten Stil wird hier ein Programm abgehalten das atemberaubend wuchtig klingt. Vor allem der leichte orientalische Einschlag steht dem Stück zu Beginn äußerst gut und auch in den ruhigeren Passagen musiziert man wieder auf einer klanglich top ausgestatteten Ebene.

Langatmig und mit traurigem, bitterem Beigeschmack startet „7th Sign“. Zu Beginn etwas ruhiger, werden aber auch einige Kraftakte aus dem Hut gezaubert, selbige sind nicht lange am Laufen. Allen voran präsentiert man sich wesentlich experimenteller als bei voran gegangenen Songs. Dies bemerkt man vor allem bei etlichen Klang, aber bzw. ganz stark bei den Gesangsverzerrungen.

An letzter Stelle steht nun „In the End…“, treffender Titel für eine Beendigung will ich mal meinen. Schwarz und tragisch schallt hier erst einmal der Track und das behält man astrein bis zum Ende bei. Gemäßigtes Tempo, mit einigen Gitarrenspielereien. Warum man ausgerechnet ein Instrumental ans Ende gestellt hat ist mir schleierhaft. Dennoch ein guter Schachzug irgendwie, denn wenn man mit solchen Sachen nichts anfangen kann man das Album gleich nochmal starten.

Fazit: Progressive Soundkunst die zu gefallen und bezaubern weiß. Einfallsreichtum haben die Jungs nicht zu knapp, das zeigen sie uns auch und lässt sich wie ein roter Faden nachverfolgen.

Tracklist:

01. Massive Glacial Wall 9:02
02. Lost Identity 9:01
03. Castel Gandolfo 6:29
04. Inside 16:27
05. Fergus Falls 7:40
06. A Soul´s Documentary 4:46
07. Age of Technology 8:08
08. 7th Sign 7:02
09. In the End… 3:40

Besetzung:

Robbie van Stiphout (voc & guit)
Daan Liebregts (drums)
Nick Verstappen (bass)
Dolf van Heugten (synth)

Internet:

Day Six Website

Day Six @ Facebook

Day Six @ MySpace

Day Six @ Twitter

Day Six @ YouTube

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close