Band: Europe
Titel: War Of Kings
Label: UDR Music
VÖ: 2015
Genre: Rock/Classic Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Bei Europe muss ich einmal mehr wieder das erwähnen, dass sie zu jenen Kapellen im Rockbereich gehören, welche mich als Kind schon begeistern konnten. Nun, definitiv bieten die Schweden über die Jahre hinweg keine Kindermusik. Mal mehr, mal weniger mit Klasse servierten uns die Jungs um Ausnahmesänger Joey Tempest tolle Rockalben der Extravaganz. Wer sich mit der Truppe weniger beschäftigt hat, dem sei gesagt, die Erstwerke erinnern sehr stark an die ersten Gehversuche von Hammerfall bzw. Dream Evil. Diesen Vibe hat man sicherlich schon lange abgebeutelt, allerdings klingt man nach wie vor nicht wie eine Kapelle die dem massentauglichen Eck hold ist, auch wenn ihr Welthit „The Final Countdown“ mehrmals schon vergewaltigt wurde. Auf dieses Durchbruchsalbum sollte man sich bei den Schweden nicht versteifen, denn auch hier ist man schon lange Universen entfernt. Sicherlich nicht von der Spielklasse, aber eben vom Erscheinungsbild. „War Of Kings“ schallt und dies steht zweifelsfrei außer Frage als Hommage an die alten Helten a la Deep Purple, Rainbow und Konsorten. Viele Eckpfeiler wurden gesetzt und bei einigen Passagen glaubt man sogar, dass man in der Stimme von Joey etwas von einem jungen Ronnie James Dio raus hört. Sicherlich nicht aber das Erscheinungsbild das man hier wiederspiegelt hat viele Klassen von dem was uns der leider zu früh verstorbene Fronter eben auch geboten hat. Fragt man sich ob die Schweden wieder altes Rockblut geleckt haben, zumindest wenn man sich den neuesten Output anhört wird man das ebenso wiedergeben, wie es eben mir erscheint. Hat etwas und geht auch gut ins Gehör. Die Stimmungsschwankungen, welche gut verteilt worden sind, passen wie die Faust aufs Auge und sind meiner Meinung nach typisch für Europe. Wenngleich ich ihre ruhigen Songs immer weniger mochte und mich alles an das schnulzige „Carrie“ erinnert, so passen die flotteren Tracks einfach besser und wissen eben wachzurütteln. Fakt ist einfach, Europe klingen Anno 2015 deutlich traditioneller und Old School lastiger als man es wohl erahnen hätte können. Diesen Schritt sehe ich als sehr gut und somit erspielt sich das Album einen sehr weiten Spitzenplatz bei mir, wie auch bei den betagteren Rockfans. Nach wie vor zelebrieren Europe ein Rockprogramm, welches aber erst in den letzten Jahren wieder amtlicher und mitreißender klingt. Vorbei sind endgültig die massentauglichen Tage der Truppe und die Schweden berufen sich wieder auf eine ordentliche Rockkunst, welche nicht wie der Ausverkauf klingt. Im Falle des neuesten Werks sogar als Hommage an die genannten Rockdinos, wo auch die Schweden ordentlich ein Wörtchen mitreden bzw. musizieren können.

Fazit: Wahrlich guter Output aus der Feder von Europe, welche meiner Meinung nach doch etwas untypischer klingt, als das was man von Europe bis dato zu hören bekam. Die glasklare Classic Ausrichtung sehe ich als spitzfindigen Umkehrschwung, welcher zu gefallen weiß.

Tracklist:

01. War Of Kings
02. Hole In My Pocket
03. The Second Day
04. Praise You
05. Nothin To Ya
06. California 405
07. Days Of Rock n Roll
08. Children Of The Mind
09. Rainbow Bridge
10. Angels (With Broken Hearts)
11. Light Me Up
12. Vasastan

Besetzung:

Mic Michaeli (keys)
John Levén (bass)
Joey Tempest (voc)
John Norum (guit)
Ian Haugland (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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