Ghost – Meliora

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Band: Ghost
Titel: Meliora
Label: UMI/ Spinefarm/Caroline
VÖ: 21.08.15
Genre: Hard Rock, Dark Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Thorsten

Mir persönlich gingen die Alben der Schweden Ghost bis dato mehr am Allerwertesten vorbei denn ich wurde nicht wirklich warm mit den am Reißbrett entworfenen „Wolf im Schafspelz“ Hobby-Satanisten, die eigentlich gar keine Satanisten sind sondern unter ihrer perfekten sakralen Tarnung Menschen wie Du und ich sind, die den von allen Seiten hochgehaltenen Hype feierwürdig mitnehmen.

Was sollten sie auch anderes tun, um im Gespräch zu bleiben, außer den bereits 3. Obergeist als Papst am Mikro zu benennen nachdem bereits 2 Vorredner abgedankt haben (wurden!?)?
Genau! Weiterhin die Musik für sich sprechen lassen.
Und das funktioniert auch auf dem dritten Album sehr gut!

Ich kann zwar nicht verstehen, warum der mit Popmelodien gespickte Hardrock (der partiell auch in den Darkrock abrutscht, hier und da auch Einsprengsel von Prog-Ansätzen aufweist) in allen Metalmagazinen präsenter ist, als in den dafür „ausgezeichneten“ Rock / Hardrockmagazinen.

Aber ich sehe das als ähnlichen Effekt wie er bereits bei Lordi zu entdecken war:
Kleider machen Leute! Beziehungsweise den Stil…das Genre!
Das 3.Album (sieht man mal von einer EP ab)- „Make It Or Break It“!

Und die „namenlosen Ghouls“ um „Papa Eremitus dem III.“ sind eindeutig Macher, wenn auch vom Sound und Blickfeld her recht eigenwillige Vertreter deren Machwerke von Presse und Folgenden (zu Recht) gefeiert werden.

Musikalisch wildert man weiterhin irgendwo in den 60ern, 70ern & 80ern und es kommt desöfteren vor, das einem Melodien ähnlich vorkommen, wie die von einer, bzw. DER großen schwedischen Popbands…natürlich aber immer noch im besten Rockmetier musizierend, wie es teilweise auch die großartigen Blue Öyster Cult taten, nur etwas versteckt aber doch offener satanischer.
Musikalisch (ohne Text-Hörgerät oder Interesse für die Lyrics) könnte man die Messe auch für eine „White Metal“ oder „Christian Rock“ Veranstaltung halten was heißen soll, das die Schweden wohl alles richtig machen um letztendlich ihr Produkt erfolgreich in die Welt zu tragen und verdient für ihre Leistungen mit vollen Clubs, guten Verkaufszahlen und immer größerer werdender Beliebtheit belohnt werden.

„Black Metal im Popgewand“ nannte es ein guter Freund von mir und so Unrecht hat der Gutste auch nicht, denn eine auf Gottesdienst getrimmte satanische Messe und den dafür in perfekt in Szene gesetzten, gut durchdachten Lyrics, gibt es nicht oft für Anbeter des Gehörnten, die mit der Wucht und der Härte des Black Metal nicht klar kommen (wollen).

Mit einem Augenzwinkern kann ich mich dem Album schon etwas hingeben, doch stört mich persönlich die sakrale, bzw. anti-sakrale Art und Weise im Sound, die das ganze aber erst wirklich rund machen.

Soll heißen:
Das Album ist schon ein Brüller, aber es öffnet sich mir auch nach dem 13. Durchlauf nicht mehr, als es bereits beim ersten Mal tat.

Es gibt genug Momente in denen ich der überzeugten Meinung bin, das es die Höchstwertung schafft weil es die Nachhaltigkeit besitzt, die ich so oft bei guten Alben vermisse denn auch wenn die Messe gelesen ist, gehen mir Minuten später noch viele „Psalme“ usw. durch den Kopf (meine 2 persönlicher Favoriten sind „He Is“ gefolgt von „Devil Church“).

Seltsame Images versucht uns die Industrie seit Jahrzehnten zu verkaufen, aber ich, nur ich für mich allein, finde die Darbietung schon wieder eher zu kitschig und zu forciert, um in der Rock & Metalgemeinde Platz zu finden. Das bedeutet wiederum, das hier schon exzellente Songschreiber und Musiker am Werk sind.

Und die Jungs, äähhh „Ghouls“ inkl. dem verpapsten Sprecher, bzw. Sänger haben sich die 4,5 von 5 Punkten redlich verdient denn zig Tausende Fans, Follower und Seelenlose können sich nicht täuschen und mir muss nicht alles zwangsläufig gefallen! 😉

Tracklist:

01. Spirit 05:15
02. From the Pinnacle to the Pit 04:02
03. Cirice 06:02
04. Spöksonat 00:56
05. He Is 04:13
06. Mummy Dust 04:07
07. Majesty 05:24
08. Devil Church 01:06
09. Absolution 04:50
10. Deus in Absentia 05:37

Besetzung:

Nameless Ghoul (bass)
Nameless Ghoul (drums)
Nameless Ghoul (guit)
Nameless Ghoul (guit)
Nameless Ghoul (keys)
Papa Emeritus II (voc)

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It's not about Satan, it's about Pussy and Poop. In Grind we trust!

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