HAUTAJAISYÖ – Surun paino

Hautajaisyoe - Surun paino - album cover

Band: HAUTAJAISYÖ 🇫🇮
Titel: Surun paino
Label: Inverse Records
VÖ: 20/03/26
Genre: Death Metal/Thrash Metal

Tracklist

01. Surun Paino
02. Maan Nielemä
03. Kuusi Kantajaa
04. Kasvoton Kuljettaja
05. Hetki Viimeinen
06. Lyhyt Matka Hautaan
07. Eloton
08. Haaskalinnut Minut Muistaa

 

Besetzung

Janne Partanen – vocals
Sami Lustig – guitars
Simo Pesonen – bass
Teemu Roth – drums

 

Bewertung:

4/5

Die finnische Todesbleicombo, HAUTAJAISYÖ, besteht aus Janne Partanen am Gesang, Sami Lustig an den Gitarren, Simo Pesonen am Bass und Teemu Roth am Schlagzeug. Mit »Surun Paino«, dem neuesten Album der Band, setzen sie ihre Mischung aus roher Power und melodischem Unterton fort, die bereits ihre letzten Werke prägte. Das Ziel der Band bei der Produktion war klar, die Songs sollten wie live klingen und den Hörer unmittelbar in die dunkle Atmosphäre ziehen.

Mit acht Tracks verteilt auf rund 40 Minuten bewegt sich »Surun Paino« zwischen knallharten Death-Metal-Riffs und überraschend eingängigen Melodien. Der Opener »Surun Paino« legt gleich die Richtung fest. Drückende Gitarren, schleppender Bass und ein Schlagzeug, das die melancholische Schwere der Lyrics unterstreicht. Partanens Stimme klingt hier wie ein Echo zwischen Schmerz und Zorn.

„Maan Nielemä“ entwickelt einen hypnotischen Groove, der von Lustigs Gitarrenarbeit getragen wird. Die Melodie schwingt zwischen aggressiver Raserei und fast schon melancholischer Ruhe, was der Band gelingt, ohne den aggressiven Kern des Albums zu verlieren.

Zwischen Melancholie und Brutalität

Mit »Kuusi Kantajaa« zeigt HAUTAJAISYÖ, dass sie nicht nur brachial, sondern auch atmosphärisch arbeiten können. Die Gitarren weben ein düsteres Klangbild, während der Bass das Fundament legt und Roths Schlagzeug die Dramatik steigert. »Kasvoton Kuljettaja« ist ein Paradebeispiel für die Balance zwischen roher Energie und melancholischen Untertönen. Hier kommen die melodischen Elemente stärker zum Vorschein, ohne den Death-Metal-Charakter zu verwässern.

»Hetki Viimeinen« verlangsamt das Tempo und wirkt fast wie eine Innehaltung. Die Intensität liegt hier weniger in Geschwindigkeit, sondern in der Schwere, die die Band transportiert. Das Zusammenspiel von Gesang, Bass und Drums erzeugt eine Atmosphäre, die bedrückend, aber nicht überladen wirkt.

Die Reise zum Grab

»Lyhyt Matka Hautaan« und »Eloton« treiben die Aggression wieder nach vorne. Besonders die Gitarrenriffs wirken hier wie ein schweres Gewicht, das den Hörer unweigerlich nach unten zieht. Die rhythmische Vielfalt der Drums sorgt dafür, dass die Songs trotz ihres Tempos nicht monoton wirken.

Den Abschluss bildet »Haaskalinnut Minut Muistaa«. Mit diesem Track schafft HAUTAJAISYÖ eine Art musikalisches Denkmal für die Themen Tod und Vergänglichkeit, die sich durch das gesamte Album ziehen. Die Kombination aus melodischer Note und roher Gewalt bleibt hier besonders im Gedächtnis.

Produktion und Wirkung

Die Entscheidung, das Album live klingen zu lassen, zahlt sich aus. Die Tracks wirken nicht steril, sondern organisch, als stünde die Band im Proberaum vor einem Publikum. Diese Produktionsweise verstärkt die emotionale Wirkung, die »Surun Paino« transportiert! Trauer, Aggression und die Schwere existenzieller Themen werden spürbar, ohne in Klischees zu verfallen.

HAUTAJAISYÖ liefern mit »Surun Paino« ein Album ab, das sowohl Fans ihrer früheren, melodischeren Arbeiten als auch Liebhaber der rohen Kraft aus den letzten Releases anspricht. Die Band gelingt es, ihre stilistische Bandbreite zu zeigen und gleichzeitig die Intensität zu bewahren, die Death-Metal auszeichnet.

»Surun Paino« ist ein Album, das man nicht nur hört, sondern fühlt. Wer sich auf die Kombination aus emotionaler Schwere und gnadenloser Energie einlässt, bekommt ein Stück finnischen Death-Metal serviert, das nachhallt.

Fazit: »Surun Paino« von HAUTAJAISYÖ ist für Fans, die die dunkle Seite des Death-Metal schätzen und auf der Suche nach einem Album sind, das sowohl kraftvoll als auch emotional berührend ist.

Internet

HAUTAJAISYÖ - Surun paino CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles