Band: In Somnia
Titel: Withered Frozen Perished
Label: 7Hard
VÖ: 2014
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4.5/5
Written by: Lex

Also “Withered Frozen Perished” war ein willkommener Sucker Punch aus dem Nichts: Da denkst du gerade “Ok, ein Review geht heut noch. Nehmen wir eins mit Melodic Death, die klingen eh alle recht ähnlich.“ IN SOMNIA sind allerdings, wie ich erstaunt während dem Opener feststellen muss, so richtig gut! Gleich die Kopfhörer aufgesetzt und die Lautstärke noch etwas nach oben. Vielleicht war der Opener nur ein Glückstreffer… Nein, scheiße noch mal nein! Der zweite Track „Halo“ ist ein ebenfalls ein richtig fett krachender Ohrwurm. Das gilt auch für den Rest des Albums, insbesondere den fantastischen Titeltrack.

IN SOMNIA bedienen sich aller möglichen Stilmittel, die große Teile des Melodic Death-Genres für mich so unausstehlich machen (Kreisch-Clean-Vocals-Mix, viel Keys um die Riffs et cetera). Aber die Songs sind dermaßen durchdacht, gut funktionierend, mit überraschenden Details versehen und so gekonnt eingängig serviert – da könnten sich auch eine Operntussi und ein Rapper die Vocals teilen. Es würde nix dran ändern. Im Gegensatz zu den in diesem Genre meist irgendwie seelenlosen Gesangsleistungen sind die auf diesem Album übrigens richtig geil und transportieren doch tatsächlich ein paar böse, dunkle Emotionen. Das ist das einzige Melodic Death-Album, das ich mir jemals selber kaufen würde.

Umso kräftiger war ich erstaunt, als ich im Nachhinein den Promo-Text las: IN SOMNIA sind nicht etwa irgendwelche Big Names, die ich nur nicht kenne, weil ich kein Genre-Freund bin. Wir haben es hier tatsächlich mit dem Debut einer österreichischen Band aus Lienz zu tun, die sich erst 2013 gegründet hat. Aber selbst wenn wir es mit runzeligen Rentnern zu tun hätten, die in Einheitsuniformen das Kung Fu der staatlich verordneten Abtreibung betreiben: IN SOMNIA haben´s einfach drauf uns sollten auch von denen mal angehört werden, die sonst bevorzugt in den Armeen anderer metallischer Subgenres fechten. Gerade der Titeltrack hat´s in sich.

Tracklist:

01. Kill Me While She Sleeps
02. Halo
03. Asphyxia
04. Mental Venesection
05. Withered Frozen Perished
06. First Aid
07. Back To Square One
08. Till Death Do Us Part
09. Shades Of Conscience

Besetzung:

Simon Andreas Brunner (Guitar, Vocals)
Mattias Girstmair (Drums)
Tobias Rainer ( Guitar)
Dominik Senfter (Synth)
Patrick Kösslbacher (Bass)

Internet:

In Somnia @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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