JERKSTORE – The Great Time Robbery

JERKSTORE-The-Great-Time-Robbery-album-cover

Band: JERKSTORE
Titel: The Great Time Robbery
Label: Art Gates Records
VÖ: 15/11/2019
Genre: Rock/Metal
Bewertung: 3,5/5

Der Begriff und Bandname der dänischen Combo JERKSTORE entstammt der Konterantwort einer SEINFELD Episode von George Costanza (gespielt von Jason Alexander). Dies ist auch schon das einzige was meine Wenigkeit interessierte, als es um den Bandnamen ging. Meine Befürchtungen waren eher, hoffentlich kommen die Dänen nicht so lauwarm daher, wie diese Sitcom. Kultstatus hin oder her, mich konnte die Serie auf keinen Fall überzeugen. Anyway es geht um unser Lieblingsthema Metal und mit „The Great Time Robbery“ servieren die Dänen meine Feuertaufe. Obwohl ich die Band seit 1997 abseits ihres Heimatlandes umtriebig ist, habe ich noch nie was von dieser Combo gehört. Mit ihrer neuesten Langrille legen die Jungs ihr nunmehr sechstes Werk vor. Als Quartett gestartet ist man im neuen Jahr zum Trio geschrumpft.

Bei der Gründung baute die Truppe noch eindeutig auf Groove/Thrash Metal, welchen sie merklich umgelenkt haben. Mit der neuen Scheiblette klingt das Konzept sehr stark WOLFSBANE geschwängert. Wie der leider aufgelöste britische Ponton kommt die Kombination aus dreckig-derben Heavy Metal aus den Boxen, welche hier und da wie ihre britischen Wegbereiter einige NWOBHM Einflüsse haben. Gesanglich orientiert sich Keld Rud waschecht an den jungen Blaze Bayley und somit dürfte klar sein, dieser derbe Heavy Metal Brei ist für jene Fraktion, die auf verschönerte Variationen pfeifen und viel lieber den Schlamm mit viel Druck durch den Strohhalm ziehen.

Die Idee an den Songs und Strukturen mag gewiss nicht neu sein, allerdings gibt es WOLFSBANE nicht mehr und dementsprechend dürfen die Maniacs dieser britischen Legende nach Herzenslust frönen, wenn sie sich das neueste Werk dieser Dänen reinziehen. Zwischen klassischen Punk und Rock/Metal Affinitäten gibt es eine lockere Mischung, die ordentlich unter die Haut geht. Da kommen einem sofort Hits ins Gehör die längst bei vielen Traditionalisten in Vergessenheit geraten sind. Zwar nicht aus der Feder der Dänen, doch genau deshalb ist es umso unterhaltsamer dieser dänischen Abform zu lauschen.

Solide treibt das Trio ihre dreckige Speerspitze in unseren Torso und dieser verfehlt das allumfassende Endziel niemals. Gute Erinnerungen an Glanztaten der Marke „Down Fall the Good Guys“ und „Live Fast, Die Fast“ in dieser dänischen Variation neu hochleben zu lassen. Fürwahr eine richtig geile Sache, wer die alten WOLFSBANE vermisst hat, kann bei JERKSTORE Trost finden.

Fazit: Dreckig-derb rollender Heavy Metal wird von JERKSTORE im rauen Soundkleid geboten.

Tracklist

01. Pile of Excuses
02. Hall of Mirrors
03. The Uphill Climb
04. Dirty Game
05. Blindness
06. I’ll Never Smile Again

07. The Search Will Never End
08. Mountains Can Be Moved
09. In the Blood
10. Burn My Letters
11. While We Wait for Light

Besetzung

Keld Rud – Vocals & Guitar
Stefan Korsgaard – Drums
Lars Jørgensen – Bass

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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