Band: Kari Rueslåtten
Titel: Time To Tell
Label: Despotz Records
VÖ: 2014
Genre: Rock/Pop/Folk
Bewertung: 5/5
Written By: Robert

An und ab verirren sich ja in unseren Promordnern Alben, bei denen man beim ersten Blick sagt, wieso bekommen wir so etwas. Ähnliches habe ich mir bei Kari Rueslåtten und ihrem Werk „Time To Tell“ gedacht. Man lese: Folk-Pop hat ja mit uns Schwermetallern ja nicht viel zu tun oder? Jein würde ich sagen, denn man hat ja jeder für sich so seine Outsider, welche zwar nicht Rock oder Metal sind aber immer noch eine Spannbreite das man Einflüsse aus dem, wie in diesem Falle Rock-Milieu. Die norwegische Sängerin, wer es nicht wusste, hat aber mit dem Metal weitmehr zu tun gehabt. Denn die Zusammenarbeit mit den Black-Metal-Musikern Fenriz (Darkthrone) und Satyr (Satyricon) am Projekt Storm ist ja schließlich ein Aushängeschild schlechthin. Ein Tellerrandblicken braucht man somit, denn hier eine Fusion der Welten des Musikbusniess darf man nicht erwarten. Stimmlich und das steht außer Frage ist die rothaarige Norwegerin unglaublich. Man könnte Vergleiche mit bekannten Sängerinnen aus dem Melancholischen Eck anstreben. Heather Nova Beispielsweise oder auch Ane Brun sind hier durchaus ein Vergleich, doch die Frontdame ist mit ihrer Stimme zwar auf einem ähnlichen Fährwasser und auch ihre Musik zaubert ein Trugbild ins Gehirn. Man darf sie aber eben nicht mit den Kolleginnen in einen Topf werfen. Tori Amos Fans könnten hier durchaus ebenfalls Gefallen finden. Diese Kombination mag nicht Innovativ klingen, tut es aber auf ihre Art und Weise eben. Die Musik spricht hier für sich und ihrer Überzeugungsakrobatik hat sich ausgezahlt, denn mit ihrer bezaubernden Stimme und dem doch sehr chilligen Faktor in den Songs öffnet man Türen und Tore. Der hartgesottene Metaller findet hier ebenfalls was, wie auch der moderne Rocker, nur halt eben im ruhigen Stil. Somit ein Rundling, welcher nach einem stressigen, harten Alltag zur Entspannung einlädt. Wundervolle Songs wurden hier nacheinander auf das Album gezaubert und diese sind einfach unsagbar toll, sodass man hier einfach quer durch die Genres ein Antesten wagen sollte. Wie erwähnt man braucht das Tellerrand blicken, hat man dies wird man den Silberling nicht so schnell aus dem Player befördern, denn die Stücke sind einfach eine musikalische Entspannung par excellence.

Fazit: Die Wartezeit von neun Jahren hat sich wohl ausgezahlt. Kari Rueslåtten hat mir ihrem Werk einen Masterstreich geschaffen der Genreverbindend über die Rock und Metalwelt hinaus funktioniert.

Tracklist:

01. Time To Tell
02. Hide Underneath Bridges
03. Hold On
04. Paint The Rainbow Grey
05. Rainy Days Ahead
06. Why So Lonely
07. Shoreline
08. Waltz Across The Sky
09. Wintersong
10. Stay Right Here
11. Only You Know

Besetzung:

Kari Rueslåtten (voc)

Guest:

Jostein Ansnes (guit)
Rune Arnesen (drums)
Trygve Brøske (piano & organ
Eirik Øien (bass)

Internet:

Kari Rueslåtten Website

Kari Rueslåtten @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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