Band: Mefisto
Titel: 2.0.1.6: This Is the End of It All… the Beginning of Everything…
Label: Vic Records
VÖ: 22.02.16
Genre: Thrash Metal/Extreme Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Peter

Wenn einer Truppe das Label „Kult“ zusteht, dann ist das definitiv bei den Schweden von Mefisto der Fall. Ursprünglich hatte man sich unter dem Eindruck der beginnenden skandinavischen Welle des Extreme Metal der Marke Bathory zum Mucken zusammengefunden. Doch das, was man an Lärm produzierte, war anno 1984 noch zu schnell, zu brutal zu räudig: das Urmeter des schwedischen Death Metals sozusagen – von Opeth bis In Flames und Konsorten sind sie alle von Mefisto und ihrem Zugang zu extremer Musik zutiefst geprägt.

Nachdem die Truppe bereits 1987 ihr erstes Leben ausgehaucht hatte, fand man sich 2014 wieder zusammen, um die Bandleiche zu neuem Leben zu erwecken. Dass dabei die Erwartungen im Jahre 2016 für das eigentliche Debüt 2.0.1.6 enorm hoch sind, versteht sich quasi von selbst. Und die Frage, ob  man mit der Langscheibe das Erbe der frühen Glanztaten aka. Demos antreten kann, ist mit „Ja“ und „Nein“ zu beantworten.

„Ja“, weil die Musik, die Mefisto im Jahre 2016 machen, nach wie vor hochqualitativ ist. Die Riffs stimmen, die akustischen Intermezzi und Passagen runden ab. Der Gesang ist räudig und verleiht den Songs das gewisse Etwas. Aber heutzutage gelingt es nicht mehr, das härtetechnische Nonplusultra zu servieren, daher auch „Nein“. Dabei überrascht dieses „Nein“ wohl auch kaum, da schließlich über dreissig Jahre Musikgeschichte ins Land gezogen sind; wir wollen daher die gebotene Leistung einigermaßen sachlich im Kontext der heutigen Zeit sehen.

Dabei bleibt ein wirklich gutes Thrash-Metal Album der oft derben und auch groovigen, teils sogar modern gerifften Variante übrig, das der Fan der Nische anchecken sollte. In den Bereich des Extrene-Metal stößt man teils auch vor, vor allem was den Gesang betrifft. Gibt von meiner Seite vier Punkte auf’s alternde Schwedenauge! Ein paar Tracks mehr als schlappe acht hätten es auch sein dürfen.

Tracklist:

01. Deathrace
02. Void
03. Act Dead
04. Heads In The Sand
05. Frost Of Inferno
06. Hates Consumes Me
07. The Puzzle
08. 2.0.1.6

Besetzung:

Robban „Thord“ Granath – Drums
Omar Ahmed – Guitars
Morgan Myhrberg – Bass

Mefisto im Internet:

Mefisto @ Facebook

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Heavy Metal am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

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