Band: Monumentum
Titel: The Killer Is Me
Label: Blues For The Red Sun Records
VÖ: 22.01.16
Genre: Doom/Stoner/Sludge Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Erst jüngst hatte ich eine Diskussion was Kult ist und was nicht. Da kamen ein Freund und ich auf das Thema Doom und waren uns nicht einig, welche Bands hier das Zeug dazu haben. Einerseits gibt es so viele superbe Truppen und andererseits eine Vielzahl von sinnlosen Acts die so zäh und geschmacklich unbrauchbar sind, wie ein alter Kaugummi angeklebt unter einer Parkbank. Die Norweger Monumentum kommen hier ins Spiel, bis dato bei uns in der Redaktion ein unbeschriebenes Blatt legen die Jungs mit „The Killer Is Me“ einen gewaltigen Brocken vor. Ja hier handelt es sich um wahre Anwärter des Kultthrons des Doom Metal. Die Jungs schwingen ein Zepter das einem eine Gänsehaut beschert.

Die gute ausgerichtete Taktik zwischen kernigen Doom Elementen und knackigen Sludge/Stoner Fragmenten ist gut ausgewählt und man trümmert recht roh auf den Hörer hernieder. Das macht aber einen Charme aus dem man sich nur schwer entziehen kann. Die düsteren Pfade die man dabei aufsucht sind eiskalt und da kommt einfach eine Stimmung auf die einen begeistert. Der Grundrhythmus an sich wird oftmals als Break von einigen Old School Black Metal Bands hergenommen. Das man solche Sachen auch ausbauen kann und zu einer sehr frischen Ausrichtung des veranschlagten Genres ummünzen kann ist wahrlich eine tolle Sache.

Hier werden einfach keine Gefangenen gemacht, man pfeift auf jeden vorherrschenden Trend und rumpelt dahin und walzt und plättet alles was sich einem in den Weg stellt. Was ein weiterer sehr guter Unterhaltungsfaktor ist, ist die Tatsache dass die Jungs auch an und ab sehr stark ins Pedal drücken. Somit kommt ein pushender Effekt zum Tragen der einen hochjagt und nicht runterzieht, obwohl man auch solche Einflüsse beherrscht, kurz einsetzt, bevor man wieder dahinrumpelt.

Selten erlebt man solch eine ausgefeilte Truppe und das macht einfach Laune und den Kultfaktor den man hier für sich selbst geschaffen hat unterstreicht die Erscheinung mit der man beim Hörer bis tief in die Körperhöhlen eindringt. Freilich gibt es eben viele starke Konkurrenzbands, aber Monumentum nehmen es locker mit diesen auf und können sich auch behaupten. Hier werden einige Doom-Sludge-Stoner Häppchen serviert und zu keinem Zeitpunkt wird das Ziel verfehlt, nämlich dass man den Hörer hier auf einem sehr hohen Niveaulevel unterhält

Fazit: Die Norweger haben hier wahrlich einen gekonnten Doom Metal parat der sehr facettenreich und mit einem guten Tempowechselspiel überzeugen kann.

Tracklist:

01. Noose
02. Whore
03. Fiend And Foe
04. Killer Me

Besetzung:

Sindre Nicolaisen (drums)
Dan Erling Storjord (bass)
Ørjan Olsen (voc & guit)

Internet:

Monumentum @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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