Band: Northlane 
Titel: Mesmer
Label: UNFD/Rude Records
VÖ: 24.03.17
Genre: Metalcore, Mathcore, Djent
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Northlane - Mesmer album artwork, Northlane - Mesmer album cover, Northlane - Mesmer cover artwork, Northlane - Mesmer cd coverNorthlane aus Australien sind wohl die Gesinnungsbrüder von Annisokay. Bis dato bei mir ein eher unbeschriebenes Blatt, liegt deren neuestes Werkr „Mesmer“ vor mir. Klanglich durchwegs breite Parallelen wirken die Australier weitaus nicht so harsch, wie ihr deutscher Ponton. Allerdings nicht minder überzeugend, streckenweise erinnert man an eine ausnehmend moderne Abform des Göteborg Metal, zumindest gewisse Soundvibes lassen darauf schließen. Somit nicht eine Melodic Death Kapelle, sondern eine sehr Post avancierte Metalcore/Modern Metal Mischung und somit nicht für den klassischen Metaller. Vielmehr für den verspielt liebenden modernen Härteliebhaber, welcher selbst hingegen hier und da mit lauschigen Klangmelodien sein auslangen haben muss. Ansonsten wird es für den Härteliebhaber zu lieblich.

Dies unterstreicht andererseits die Sangeskunst von Marcus Bridge, welcher sich einerseits durchs Geschehen brüllt und Sekunden später deutlich klarere, desgleichen nicht minder stark ins Herz des Hörers singt. Diesem Wechselprinzip wurde außerdem der Sound angepasst und man darf sich harten Gangarten genauso einverleiben, wie verspielte melodische Anteile. Dieses Break in, Break out Prinzip haben die Jungs aus Sydney ausgezeichnet drauf und das Erscheinungsbild ist genau deswegen eine ausnehmend facettenreiche.

Die Instrumentierung ist kraftvoll, schlagkräftig, sowie technisch verspielt, was eine gute technische Einlage nach der anderen ausmacht. Mit einem fauchenden Gitarrentönen lässt man das Ganze deutlich komplexer klingen, was zugegeben nicht durchgehend der Fall ist. Somit teilweise progressiv, doch nicht zu komplex. Die Verfolgung des Klangmaterials ist für jeden Metal Liebhaber der modernen Art und Weise somit kein Problem. Äußerst atemberaubend präsentierten sich die Band mit Klangedelsteinen, welche gut vermischt und poliert wurden.

Was bei vielen Genrekollegen eher dazu verwendet wird, dass die Produktion zu klinisch ausfällt, wurde von Northlane mit einem leidenschaftlich erdigen Bestandteil erweitert. Die Vielseitigkeit wird quer durch den Output gut gehalten und somit darf man sich nicht nur ergötzen, nein aufgrund vieler progressiven Raffinessen kann man sich durch die Bank ins Klangmaterial vertiefen und wird nicht folgendermaßen schnell wieder losgelassen. Dieses Spannungshalten seitens der Australier ist eine Erscheinung die funktioniert oder auch nicht. Bei Northlane funktioniert dies auf „Mesmer“ kolossal und man lauscht langanhaltend verblüfft dem Reigen.

Fazit: Wenngleich man etwas an den harschen Klangansätzen bis zum Ende hin abflaut, ist der Silberling von vorne bis hinten eine äußerst fesselnde Sache.

Tracklist:

01. Citizen 4:24
02. Colourwave 3:41
03. Savage 4:39
04. Solar 3:16
05. Heartmachine 4:04
06. Intuition 3:51
07. Zero-One 3:57
08. Fade 3:58
09. Render 3:56
10. Veridian 3:25
11. Paragon 4:23

Besetzung:

Marcus Bridge (voc)
Jon Deiley (guit)
Alex Milovic (bass)
Nic Pettersen (drums)
Josh Smith (guit)

Internet:

Northlane Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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