Band: Nothgard
Titel: Ace of Pandora
Label: Trollzorn
VÖ: 2014
Genre: Epic Melodic Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Die Deggendorfer Nothgard waren bereits bei ihrem Vorgänger für mich ein zweischneidiges Schwert. Man bot allseits bekannte Roots aus dem Pagan, wie auch Melodic Death Bereich, hatte aber durchaus Potential für mehr. Nach gut drei Jahren kehren die Bayern zurück und legen mit „Ace of Pandora“ nach. Die Einleitung erfolgt einfach Stilecht und zu epischen Bands passend mit einem klassischen Intro. Gefolgt ist dies von einer Eskapade, wo man sich weitaus mehr dem Melodic Death Metal widmet. Der Pagananteil ist komplett geschrumpft und somit sind Unkenrufen nach Finntroll, Euqilibrium und Konsorten wohl verstummt. Vielmehr erinnert man ich eher an eine epische Form von In Flames (Jesters Race) und das mag jetzt nicht unbedingt neu klingen. Gut tut es auch nicht, doch die frische Härte die hier aus den Boxen knallt ist meiner Meinung nach durchaus legitim und gut aufzunehmen. Man baut weitestgehend auf straighte Ansätze und tendiert weniger zu Experimenten. Mag etwas langweilig klingen tut es aber gar nicht, denn man beweist durch die Mischung, dass auch solides Kraftfutter gut ins Gehör geht. Man wünscht sich sicherlich vermehrt mehr Mut zu kleineren Ansätzen der progressiven Art, doch auch so weiß das Material, wenn auch lockerer aufnehmbar zu überzeugen. Größter Knackpunkt dürfte hier einfach die Ähnlichkeit zu Children of Bodom und eben In Flames sein. Daran werden sich etliche stoßen, doch für meinen Teil kann ich mit diesen Parallelen durchaus gut leben und somit geht das Ganze Mischverhältnis zwischen Finnen und Schweden in deutscher Präsenz vorgetragen wirklich gut und locker ins Gehör. Erfrischend durchaus und auch viele Blut leckende Momente sind dabei und das muss man der deutschen Formation sehr hoch anrechnen. Die epischen Ansätze nerven nicht, nein sie erweitern durchaus das solide Melodic Death Metal Flair. Gute virtuose Hochgeschwindigkeits-Leads sind einfach das Markenzeichen der Band und damit darf man zwar nichts Neues erwarten, wohl aber eine gehörige Portion an Unterhaltung. Wer lieber die alten Recken weiterhin abfeiert darf dies gerne tun, sollte die deutschen Vertreter aber nicht schmähen, denn diese bringen genau das auf den Speiseplan was der Genrefan erwartet. Was mich betrifft geht das Zweitwerk in Ordnung, kann aber nicht unbedingt an den Vorgänger anknüpfen. Unterhaltungsfaktor ist ohne Zweifel vorhanden, dieser muss aber doch noch weiterhin ausgebaut werden. Ansonsten, jeder der seine Sammlung im Melodic Death Metal Bereich erweitern will und auf artverwandte Mischungen aus Epic und Melodic Death steht ein begründeter Kauf dieser Scheiblette.

Fazit: Man mag sicherlich noch einiges rausholen können und auch die Innovation erweitern, doch „Ace Of Pandora“ ist sicherlich eine gute im Mittelbereich angesiedelte Melodic Death Scheibe, mit vielen Epic Unterwanderungen.

Tracklist:

01. Of Light and Shadow 02:26
02. Age of Pandora 04:59
03. Blackened Seed 04:49
04. Black Witch Venture 05:54
05. In Blood Remained 04:33
06. Anima 04:49
07. Obey the King 05:32
08. Wings of Dawn 04:30
09. Mossback Children 04:21
10. No One Holds the Crown 07:19

Besetzung:

Dom (voc & guit)
Vik (bass & voc)
Rosh (keys)
Daniel (guit)
D. Ziegler (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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