Band: Razor Fist
Titel: Razor Fist Force
Label: High Roller Records
VÖ: 2010
Genre: Heavy/Speed Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die Burschen von Razor Fist frönen altem True Metal Stahl, der wieder einmal für alle Kuttenträger zu Recht gemacht wurde und diese Warriors Oshkosh, Wisconsin haben eine breite Mischung aus beiden Kontinenten (Europa und Amerika) drauf. Trotz des doch eher noch jungen Alters haben die Burschen eine Freude an alten Roots und befördern sie mit viel Spielfreude in die Jetztzeit. Das Album „Razor Fist Force“ stammt zwar aus dem Jahre 2006 wurde aber noch einmal durch High Roller Records nachgelegt und wird somit in neuem Glanz am 15.02.2010 für alle True Metal Verehrer zu haben sein. In der Besetzung TJ LaFever (bass), Nick Moyle (guit & voc), Dave Patterson (drums) und T.K. Xanax (voc) wird aufgesattelt und man galoppiert in Richtung True Heavy Metal Olymp und das mit einem ordentlichen Tempo.

Recht schroff bahnt man sich den Weg mit „Rage of the Black Blade“, einem sehr thrashigen Opener. Eine temporeiche Nackenbrecher Nummer, mit einer Grundsoliden Rhythmik. Natürlich darf bei so einer nicht das richtige Pathos in Sachen Bier Ästhetik und Fäuste reckende Momente fehlen. Diese gibt es zu Hauf und das steigert natürlich gleich zu Beginn das Party Feeling. Somit kann man im besten True Metal Gewand überzeugen, welches nur knapp durch manche Soli Einlagen unterbrochen wird.

Eher NWOBHM lastig ist nun „Razor Fist Force“ eingespielt worden. Durch einige kantige und raue Linien erinnert man Streckenweise dann wieder an Cirith Ungol und solch eine Mischung lässt jedes alte Stahlherz schneller schlagen und knallt einem die Perücke von der Birne. Das Tempo wurde nur dezent einer Verminderung unterzogen und so machen die Herrschaften wieder viel Aufsehen und liefern Bangerkraftstoff der natürlich sofort zum Ausrasten aufruft. Dennoch ist man hier deutlich melodischer unterwegs, als beim Vorgängerstück. Auch die Soli Beiträge kommen öfters zum Zuge und erledigen so den Rest.

Deutlich rockiger wird die Karussell Fahrt mit „At One With the Wolf“ weiter geführt. Der Fuß bleibt weiterhin am Gaspedal und somit wird auch hier das Tempo kontinuierlich gesteigert, bis man schlussendlich auf voller Fahrt angelangt ist. Auch hier regieren weites gehend simple Strukturen und man wird nicht von zu technischen Einlagen überfordert. Diese Soundkunst liebt man als Kuttenträger an diesen Vibes und die Jungs lassen sich hier auf kein Gitarrengefrickel ein, vielmehr vollziehen sie eine wilde Schretterfahrt die erneut wie eine Nackenfräße wirkt, wenn auch deutlich rockiger eingespielt.

Ein Bretterinferno mit vielen Soli Attacken par excellence knallt man uns mit „Sex, Drugs, and Metal“ vor den Latz und verhilft mit vielen hymnischen Beigaben zu einer eben solchen klingenden Nummer. Somit kann man hier von einer Bangerhymne sprechen die, die alten Roots aus den good old days durchaus gelungen aufgreift. Auch vom Sound bzw. der Produktion wandelt man auf einem schmalen Grat und hat durchaus eher den Fuß im rumpeligen Bereich. So muss alter Stahl klingen, schroff, simpel und dennoch hart welcher mit viel Party Feeling und einigen Mitmachparts erweitert wurde.

Das „Traitor in the Robe (Beware the Preacher)“ ist an fünfter Stelle sehr thrashig ausgefallen und auch hier Regieren 80er Trademarks, die man wie einen Schwall bzw. eine attackierende Schwadron auf uns lost lässt. Einige Solifrickeleien heben das Programm etwas aus der Spur, doch schon attackiert man uns wieder mit Thrash/Power Metal der alten Schule. Leder und Nietenstahl so wie er einfach klingen muss.

Etwas kurzer abgestoppt wird bei der Eröffnung von „When the Witches Ride“. Auch bei der Weiterführung wurde erst einmal das Tempo zurück genommen und es Regiert eher die galoppierende Soundrhythmik und damit wird es zwangsläufig auch deutlich hymnischer. Im Mittelteil drückt man zwar etwas auf die Tube, doch dieser Mittelpart mündet wieder in das Gewässer zurück von dem aus man gestartet ist.

Mit viel Wind im Rücken wird nun „Death’s Head Revisited“ nachgeschoben. Die Maschinerie ist wieder voll am Laufen und dadurch wurde die Geschwindigkeit sehr speedig ausgestattet. Auch verabschiedet man sich etwas vom Power Metal in Richtung Thrash Metal, lediglich die hohen Shouts des Fronters lassen kein komplettes Oberwasser nicht zu. Auch ist man hier weites gehend dabei bedacht viele Soli Attacken zu starten und diese knallt uns der Axtschwinger oftmals, lustig – munter um die Ohren.

Eine wilde Riff Attacke jagt die nächste und auch bei „Demon Christ“ wird mit einem dominanten Grinsen zu einem speedigen Programm aufgerufen das immer thrashiger wird. Dennoch komplett verabschiedet man sich nicht in diese Richtung und so wandelt man auch hier zwischen beiden Stilrichtungen (Power & Thrash Metal) weiter. Als Wechsel achtet man hier wesentlich mehr auf schroffe Klänge und weniger Solis. Diese kommen zwar erneut zum Einsatz, dennoch verhaltener als beim Vorgänger.

Der Titel „Storming the Gates“ sagt es schon aus, hier wird zum Kampf gegen alle Whimps und Posers aufgerufen und das mit einem speedigen Tempo. Banger Ästhetik der man sich nicht entziehen kann und natürlich für Nackenschmerzen sorgen wird. Da machen auch kleinere Breaks keinen Umbruch, denn schon sattelt man wieder die Pferde und jagt die Hörerschaft mit einem Affenzahn vor sich her.

„Rally All Metal Forces“ ist wieder etwas mehr an den NWOBHM Sound angelehnt, doch auch viele US Metal Roots aus den alten Tagen sind hier ins Songwriting geflossen und dieses Gemisch weis mit viel Pathos zu glänzen. Recht schmunzeln muss man beim Mittelteil, denn dieser klingt von der Melodie her wie „Future World“ von Helloween, doch viel schroffer und rotziger, das spricht für den Charme mit dem die Jungs ihr Programm abziehen.

Als besonderen Bonus gibt es noch „Sex, Drugs, and Metal“ und „Storming the Gates“ diese wurden aber sehr stark nachbearbeitet und dennoch kann man sich hier vorstellen wie es im Kreise der Kuttenträger mit diesen Jungs zur Sache geht.

Fazit: Wer auf alten, kultigen Metal steht der zwischen Europa und Amerika hin und her schippert, der ist hier richtig aufgehoben. Dennoch empfehle ich das Langeisen nur wirklichen Freaks der Frühphase des Metals. Jene die mit True Metal nichts anfangen können sollten wohl eher einen Bogen um diese Truppe und ihr Material machen. Wer allerdings alten Roots frönt, bekommt hier die Vollbedienung und das mit viel Pathos die Gehirne bzw. die Lichter ausknallt.

Tracklist:

01. Rage of the Black Blade 03:31
02. Razor Fist Force 03:03
03. At One With the Wolf 02:49
04. Sex, Drugs, and Metal 03:14
05. Traitor in the Robe (Beware the Preacher) 03:09
06. When the Witches Ride 03:52
07. Death’s Head Revisited 04:03
08. Demon Christ 02:48
09. Storming the Gates 04:39
10. Rally All Metal Forces 04:22
11. Sex, Drugs, and Metal 3:52
12. Storming the Gates 4:41

Besetzung:

TJ LaFever (bass)
Nick Moyle (guit & voc)
Dave Patterson (drums)
T.K. Xanax (voc)

Internet:

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Razor Fist @ Myspace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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