Band: Revolt
Titel: Bloodventure
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Thrashing Madness fürs Frühjahr bescheren uns die Wolfsburger Revolt. Wer auf rassigen Thrash Metal steht für den haben Marc (voc & guit), Simon (guit & voc), Manuel (bass) und Andre (drums) genau das richtige mit ihrem Silberling „Bloodventure“ in der Hinterhand. Sehr gut verbinden die German Thrasher Old School Fragmente mit neueren Spieleinflüssen und darüber streut man noch recht herzhaft viel Melodie und somit laden die Burschen mit ihrem Debüt zu einem 40 Minütigen Melodic Thrash Metal Inferno der Extraklasse.

Endzeitstimmung kommt beim „Intro“ auf und die Thrash Apokalypse wird hier sehr gekonnt eingeläutet.

Diese drückt man uns beim drauf folgenden „Dead At Dawn“ aufs Gehör und das nach einer sehr ruhigen, melodischen Einleitung mit viel Feuer unterm Hinterteil. Sehr schroffe Nummer und dieses Feeling kommt von der Rhythmusfraktion, als auch dem Fronter rüber. Doch wie Eingangs bereits erwähnt spielen sich die Jungs auch recht versiert mit vielerlei in Sachen Melodie und diese Parts setzt man sehr passend zum richtigen Zeitpunkt ein. Durch diese Mischung ist diese Truppe ein Garant für Verbindungen vieler Fans aller Altersgruppen.

Weiter im Kontext geht es dann sogleich mit „Born To Meet The Devil“ welches deutlich straighter und mehr in Richtung Old School geht. Doch bevor es zu altbacken wird lenkt man ganz leicht in eine andere Richtung, wohlgemerkt nur ganz leicht. Dadurch ist eine fast Lupenreine Thrash Granate geworden die wie eine Brandbombe zündet und Tod, als auch Leid hinterlässt. Für Bangergranaten Freaks ist dieser Track das tägliche Brot das man bereits zum Frühstück zu sich nimmt.

Eine tolle, langatmige Einleitung führt uns nun in den Nachfolger „Exit Life…Reborn in Hell“ ein. Schwermütiges, fast schon doomiges Riffing dröhnt hier gewaltig. Nach gut 40 Sekunden fällt der Startschuss zum nächsten Nackenwirbelangriff. Immer wieder treten die Burschen gekonnt und stark das Gaspedal, doch auch kleineren Breaks kommen hier oftmals zum Einsatz. Schlussendlich regiert aber die pure, unverfälschte, speedige Härte das Geschehen und das erweitern die Herrschaften mit kleineren Groove Attacken.

Nahtlos mündet der Vorgänger ins darauf folgende „Bloodexcess“, welches etwas klarer und noch um einen Tick straighter klingt. Superbe Circle Pit Nummer mit weitläufigen Thrash Metal Attacken. Mit viel Dampf und hochzüngelnden Feuer werden hier harte Thrash Stahl Pfosten geschmiedet. Kurze Attacke die aber einmal mehr nur Schutt und Asche im Pit hinterlässt, soviel ist sicher.

Verspielter präsentiert man sich beim Opening von „God Forsaken“ auch der melodische Faktor schnellt hier stark nach oben, den Rest erledigt die bretternde Rhythmik zu der man einfach nicht anders kann als seinen gottverdammten Schädel durchzubangen. Die Jungs zeigen uns sehr gekonnt wie man alte Roots mit schroffen, neueren Elementen verbindet und das klingt sehr lecker.

Kantiger, harscher und voll in die Fresse ballert man uns nun „Bloodbath“ hinterher. Eine Riffattacke jagt hier die nächste und weiterhin pfeift das German Thrash Kommando auf Ruhephasen. Somit setzt man zum nächsten Angriff an. Dennoch spielt man sich hier etwas stärker, vor allem im Mittelteil mit satten Melodien, die das Konzept herrlich bereichern.

Groovig wie bei alten Sepultura Klassikern geht es nun mit „Devil Inside“ weiter. Erinnert sehr stark an Glanztaten wie z.B. bei „Benath the Remains“. Mit merklich vermindertem Tempo wird hier hantiert und die Echolastigen Shouts erinnern abermals an das brasilianische Thrash Kommando zu ihren Glanzzeiten. Die groovige Mischung lässt nicht unbeeindruckt und zu dieser lässt es sich gemäßigter Abhoten.

Besonnen und verträumt startet man nun „Firedead“. Schönes Melodiespiel das man hier als Startschuss für uns parat hat. Somit entfaltet sich der Song erst nach und nach und das steigert natürlich das Interesse bei dieser Nummer ungemein. Nach gut 1:30 haben die Herrschaften wieder Blut geleckt und ackern wieder wilder, als auch brüsker weiter. Superbe Nackenbrechernummer die man hier eingestanzt hat.

Sehr doomig klingende Gitarrenriffs eröffnen den Reigen nun bei „The Bad“. Auch dunkle Theatralik steht hier das erste Mal im Vordergrund und somit hat man hier eine sehr verspielte Eröffnung parat die nicht unbeeindruckt lässt. Vom Rhythmus her den man im Anschluss durch die Boxen jagt wird man wie ein Exekutionskommando niedergestreckt. Dennoch haben die Burschen hier wohl den verspieltesten Song des Albums an diese Stelle gesetzt.

Den finalen Todesstoß versetzt man uns nun mit „Dew Of Death“. Noch einmal werden alle Thrash Register gezogen und das nicht zu knapp. Bretternde Härte als Grundrhythmik die hier noch einmal alles Platt walzt was sich ihr in den Weg stellt. Doch auch viele groovige Einflüsse zum Raufen als auch Abhoten machen hier gemeinsame Sache und das Thrash Inferno endet hier leider viel zu früh.

Fazit: Leckere Thrash Metal Mischung aus alten, als auch neuen Einflüssen bescheren einem hier die Vollbedienung. Gekonnt ballern die Wolfsburger hier ein Programm runter welches nur Staub und Asche hinterlässt und live sicherlich ein schweiß gebadetes Publikum. Gratulation zu einem so erstklassigen Debüt der besonderen Art.

Tracklist:

01. Intro 01:13
02. Dead At Dawn 04:04
03. Born To Meet The Devil 03:12
04. Exit Life…Reborn in Hell 05:28
05. Bloodexcess 02:20
06. God Forsaken 02:56
07. Bloodbath 02:48
08. Devil Inside 02:29
09. Firedead 04:15
10. The Bad 04:12
11. Dew Of Death 06:34

Besetzung:

Marc (voc & guit)
Simon (guit & voc)
Manuel (bass)
Andre (drums)

Internet:

Revolt Website

Revolt @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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