Band: Replica
Titel: Choose Between The Devil And The Deep Blue Sea
Label: Noisehead Records
VÖ: 2010
Genre: Metalcore
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Das lange Warten hat sein Ende. Replica veröffentlichen via Noisehead Records am 05.06.02010 ihren zweiten Output. Wer die Truppe kennt, weiß dass sie sich zusätzlich zu ihrer Alltagsarbeit der Musik verschrieben haben. Viel Schweiß, Stress und Herzblut steckt auch im neuesten Machwerk mit dem Titel „Choose Between The Devil And The Deep Blue Sea“ und das hört man auch raus. Piffig serviert man uns hier einen Reigen in Sachen Thrash Core, den man uns in explodierenden Granaten präsentiert.

Ein kurzer, wenn auch intensiver Wutausbruch steht in Form von „Devil“ an vorderster Front. Die Oberösterreicher werfen hier in kurzer Zeit einen Haufen Kohle in den Ofen und man hält die Dampflok ordentlich am Laufen. Doch auch kleine Melodieeinlagen dürfen nicht fehlen und werden kurz und knapp zur erweiternden Hilfe gerufen.

Nahtlos mündet dann alles ins nun gebotene „Hey Strawberry, You Would Be Looking Great On My Cake“. Hier vermischt man umso mehr Melodie und pure, wutentbrannte Härte. Die Shouts von Alex machen einem wirklich Angst. Ankreidend brüllt der sympathische Marchtrenker sich durchs Geschehen und da helfen auch die satten Melodien und kurzen, leidend – melancholischen Stopps nichts. Die Mannschaft allen voran der Fronter gehen ab wie ein wild gewordener Mob.

Ein rollender, treibender Track ist nun „Confrontations“ geworden. Merklich mehre Ruheparts sind hier auszumachen, bevor die Truppe wieder das Pedal bis zum Anschlag tritt. Göteborg Death trifft hier auf rauen Thrash Core. Gute Mischung die zu begeistern weiß und vor allem die immer wieder kehrenden Breaks der gediegenen Art sind sehr tiefgründig und gehen bis tief unter die Haut.

Etwas klassischeren Thrash Core bietet man an nächster Stelle mit „Bury The Hatchet“. Voran treibende, schroffe Beats werden durch etliche Blitzspeed Riffs auf die nächste Ebene katapultiert. Zwar sind auch hier an und ab erweiternde Melodien auszumachen. Diese bekommen aber nicht komplett das Oberwasser und so regiert hier pure, messerscharfe Härte das Geschehen. Solche herbe Nackenbrecher sind einfach göttlich, vor allem von dieser Mannschaft. Kann man sich natürlich locker einen wütenden Moshpit zu diesem Song vorstellen.

Mit einem ruhigen, akustischen Gitarrenspiel wird nun „In Between“ eröffnet. Bietet nach der durchwegs voran gegangenen Wildwasserfahrt eine kleinere Ruhepause. Somit kann man diese Überleitung gemütlich genießen.

Wie einen räudigen Köter schlägt man uns gleich im Anschluss mit „Let The Fog Come Down“. Erneut greift man die speedige Rhythmik wie bei all den voran gegangen Tracks wieder auf. Hier klingt aber alles wesentlich grooviger und merklich rauer und ungeschliffener. Mit viel Tempo bolzt man sich hier den Weg frei und alles was sich den Herrschaften in den Weg stellt wird platt gemacht.

Etwas shakiger geht es im Programm mit „Bite The Bullet“ weiter. Durch die Bank bietet man harte Beats, diese wurden aber mit fast schon rockigen Melodien, als auch tanzbaren Soundfragmenten erweitert. Sehr durchwachsenes Stück das zum Abgehen wahrlich in allen Tempolagen geeignet ist. Coole Mischform die man dadurch geschaffen hat und man beweist dass man auch mit farbenbunten Soundstücken zu hantieren weiß.

Traurige Cello Streicher Arrangements und klassisches Klavierspiel gönnt man uns im melancholisch – leidenden Soundkleid bei dem Überleitungstrack „A Drop In The Ocean“. Dieser Soundklang zieht einen beim Zuhören ganz schön runter. Gar nicht gewusst das Replica sowas drauf haben.

Nahtlos knüpft man mit „Magnetic Attraction“ wo die Überleitung wie ein Intro endet. Vorerst greift man erneut auf die bereits genannten Instrumente zurück. Doch schlussendlich gehen mit der Truppe wieder die Pferde durch und es wird wieder schroffer weiter gebrettert. Leichte Aufbauten von konzeptionellen Fragmenten sind hier auszumachen. Sehr experimentell und durchdacht klingt der Song dadurch. Gute Idee um die Interesse hier zu wecken das muss man neidlos zugeben.
Sehr im fast schon klassischen Power/Thrash Style dröhnt nun „Respect For Diversity“. Weiterhin baut man auf diese Mixtur und diese fordert einen sofort auf seine Rübe durchzuschütteln bis zum schmerzlichen Eklat. Dennoch wird hier kurzerhand oftmals um justiert und so wirft man auch als Komplettierung schroffe, als auch mehrmalige Groove Breaks ins Gefecht. Zum Schluss zieht man also noch einmal alle Register und das Endergebnis weiß zu begeistern.

Einen ruhigen Ausklang bietet man dann als Beendigung mit „Deep Blue Sea“. Fast schon romantisch im traurigen Stil wird uns dies geboten. Superber Schlussstrich den man hier zieht.

Fazit: Es freut einen immer wieder wenn harte, schweißtreibende Arbeit belohnt wird. Im Falle von Replica natürlich umso mehr. Die Truppe hat sich mächtig ins Zeug gelegt und bietet für alle Moshpit Fighter genau was sie brauchen. Die kurzen Unterbrechungen erweitern den Silberling blendend und lassen den Output komplexer wirken. WOHLVERDIENT DIE BAND DES MONATS JUNI 2010 bei METAL UNDERGROUND

Tracklist:

01. Devil
02. Hey Strawberry, You Would Be Looking Great On My Cake
03. Confrontations
04. Bury The Hatchet
05. In Between
06. Let The Fog Come Down
07. Bite The Bullet
08. A Drop In The Ocean
09. Magnetic Attraction
10. Respect For Diversity
11. Deep Blue Sea

Besetzung:

Alexander Krumenacker (voc)
Stefan Aschauer (bass)
Roman Wallner-Silberhuber(guit)
Martin Krumenacker (drums)

Internet:

Replica Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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