Band: SAVIOUR
Titel: Let Me Leave
Label: UNFD
VÖ: 13.01.17
Genre: Melodic Hardcore
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

SAVIOUR - Let Me Leave album artwork, SAVIOUR - Let Me Leave album cover, SAVIOUR - Let Me Leave cover artwork, SAVIOUR - Let Me Leave cd coverBlickt man auf das Coverartwork der australischen Formation Saviour denkt man keineswegs, dass es sich hierbei um eine Hardcore Combo handeln könnte. Im Oktober 2015 gegründet hat man es nun endlich über den großen Ozan geschafft. „Let Me Leave“ ist somit das erste Stelldichein mit der Truppe. Gewöhnlichen Hardcore an sich bieten die Aussis nicht. Vielmehr ist eine breite Palette an Soundeinflüssen mit dieser Grundrichtung gepaart worden. Dies mag sicherlich einen leidenschaftlichen Post-metallischen Anstrich haben. Trifft oftmals sehr dominant zu und somit ist das Material nicht unbedingt astrein was für den Hardcore Krieger. Dieser braucht ein deutlich progressiveres Interesse, hat er das, wird er allemal mit diesem Klangmaterial seine helle Freude haben.

Die sechsköpfige Mannschaft aus Perth setzt sich mit ihrem Fable ausgezeichnet gut auseinander. Die Paarung, wie bereits erwähnt mit idyllischen, symphonischen, ferner melancholischen Soundelementen ist gut gewählt worden. Dies macht das Material ausgezeichnet frisch-spitzfindig. Das Endergebnis ist ausnehmend stattlich, könnte eventuell bedeuten, hier gibt es zu viel des Guten. Fakt ist, man hat einiges zu einem stattlichen Süppchen vermengt, man verwehrt sich im Kontrast zu anderen Kollegen, zugegeben, und genau deshalb ist eine harmonisierende Sound-Wechselthematik entstanden.

Nicht unter allen Umständen die volle Abrissbirne, wie bei ebenso mancher Genreband. Die Australier bauen auf ein durchwegs komplex angereichertes Soundkonzept. Dies unterbreitet einen dermaßen facettenreichen Klang, sodass jeder Hardcorer Verächter zugeben muss, in diesem Stilbereich gibt es desgleichen Bands, welche es verstehen Genre übergreifend zu agieren.

Die Duell-Gesänge mögen am Anfang noch etwas verstörend blicken lassen, hingegen, nach mehreren Durchläufen erkennt man das Gesangskonzept und könnte es sich niemals anders vorstellen. Das zeugt von einer durchwegs spitzfindigen, musikalischen Entwicklung einer Band, welche in einem Genre agiert, wo man wie vorliegend ein Experiment nie erwartet hätte. Für meinen Geschmack ästhetisch umgesetzt und weiß gerade durch das progressive Elemente-jonglieren super zu überzeugen. Keine rassige Taktik und Hau drauf Elemente an sich, welche ja vom reinrassigen Liebhaber bevorzugt werden. Demgegenüber bietet man aber reichhaltige Soundkost mit einem guten Verstand wie man mehr technische Elemente einfädelt, um sich gegenüber anderen abzusetzen.

Diese Vorgehensweise ist eine absolute Wohltat und eben mal was Anderes gegenüber dem normalen Hardcore, welcher wahrhaftig gut anzuhören ist, wenn die Bude zertrümmert wird.

Fazit: Saviour bieten ein enorm breites Soundfeld im Hardcore Bereich. Mag möglicherweise für den althergebrachten Fan dieser Richtung nahezu verstörend sein. Dennoch sollte man einen tiefen Blick in das Klangmaterial dieser Australier wagen.

Tracklist:

01. April
02. All I Am Is You
03. The Quiet Calm
04. Pressure And Composure
05. The Cool Calm
06. Forget me
07. Like This
08. The Low In Hello
09. Wildfire
10. Little Birds

Besetzung:

Shontay Snow (voc & keys)
Bryant Best (voc)
Lyndsay Antica (guit)
Daniel Reesy (guit)
Tylar Rettig (bass)
Jordan Mather (drums)

Internet:

SAVIOUR @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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