SCARRED – Scarred

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SCARRED – Scarred

scarred - scarred - album cover

Band: Scarred
Titel: Scarred
Label: Klonosphere Records
VÖ: 22/01/21
Genre: Death Metal
Bewertung: 4,5/5

SCARRED unterstreichen mit ihrem dritten Studioalbum ihren individuellen Stil und betiteln ihr neues Werk passenderweise mit ihrem Bandnamen – „Scarred“. Seit dem Release von „Gaia-Medea“ sind acht Jahre vergangen, in denen sich viel verändert hat. Die beiden neuen Mitglieder, Sänger Yann und  Gitarrist Vincent, haben wohl am meisten dazu beigetragen.                             

SCARRED spielen Death Metal auf ihre ganz eigene Art und Weise, die tatsächlich nicht so einfach in Worte zu fassen ist. Man kann es weder als Old School, noch modern bezeichnen, obwohl letzteres treffender wäre. Regelmäßig schleichen sich technische, melodische, progressive, Groove- und Thrash-Elemente in ihren Stil ein, die wunderbar miteinander harmonieren.

Ihre neueste Kreation gleicht einem Konzeptalbum, das allerdings nicht dem klassischen Muster einer  Geschichte mit Anfang, Hauptteil, Schluss und bestimmten Schauplätzen und Charakteren folgt. Die Lieder laufen oft nahtlos ineinander über, wie etwa „Prisms“ den Hörer auf „Merry-Go-Round“ vorbereitet.

Schade ist nur, dass die Übergänge (zumindest bei meinen Dateien) jedes Mal zu hören sind, sie nicht wirklich ineinander übergehen und man so immer zusammenzuckt, weil es diese unangenehmen Mini-Pausen gibt.

SCARRED haben viel Zeit für instrumentale Passagen eingeräumt, um dem Konzeptalbum noch mehr Tiefgang und Sinn zu verleihen.

Prinzipiell gibt es an „Scarred“ kaum etwas zu bemängeln. Die Band bietet eine riesige Bandbreite und überrascht mit neuem, frischen Sound, der viel Charakter und Wiedererkennungswert hat. Der Stilmix ist total harmonisch und Yanns Vocals passen fabelhaft in die Soundkulisse hinein – viel besser als ihr vorheriger Sänger, wie ich finde.

Die Songs haben allesamt etwas Herausragendes, Auffälliges an sich – sei es ein Riff, die Atmosphäre, die Stimmung, der Text, ein Solo oder alles zusammen. Es gibt energiegeladene Banger wie „Chupacabra“, wahnwitzig-atmosphärische Titel wie „Mirage“ und unbeschwerte Launenaufheller wie „Petrichor“.

Mit „A.H.A.I.A.“ zeigen SCARRED sich von ihrer experimentierfreudigen Seite. Über die Sinnhaftigkeit der Länge des Songs kann man streiten. Dass gerade für diesen Titel am Release-Tag ein Musikvideo veröffentlicht wird, leuchtet mir nicht ganz ein aber vielleicht machen die acht Minuten mit Anschauungsmaterial mehr Sinn.

Mein persönlicher Favorit hat sich sehr schnell herauskristallisiert: „Merry-Go-Round“ hat mich vom ersten Moment an gepackt und nicht mehr losgelassen. Anfangs hat mich das Lied an irgendeinen anderen Song erinnert. Mitterlweile glaube ich, dass es das Gefühl ist, das dieses Lied bei mir auslöst, das mir ein Déjà vu beschert hat.

Fazit: Das selbstbetitelte neue Album der Death Metaller SCARRED überzeugt mit viel Abwechslung und bringt frischen Wind in das meist so düstere Subgenre.                                             

 

Tracklist

01. Sol
02. Mirage
03. A.D….Something
04. Chupacabra
05. Prisms
06. Merry-Go-Round

07. Nothing Instead
08. In Silent Darknes
09. A.H.A.I.A.
10. Lua
11. Dance of the Giants
12. Petrichor
13. Yours Truly

Besetzung

Yann Dalscheid (Vocals)
Diogo Bastos (Guitar & Backing Vocals)
Vincent Wilquin (Guitar & Backing Vocals)
Bertrand Pinna (Bass)
Laurent Kessel (Drums)

Internet

SCARRED – Scarred CD Review

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