SIX DEGREES – No One Is Innocent

SIX DEGREES – No One Is Innocent

six degrees - no one is innocent - album cover

Band: SIX DEGREES
Titel: No One Is Innocent
Label: Rockshots Records
VÖ: 27/11/20
Genre: Modern Metal/Groove Metal
Bewertung: 3,5/5

SIX DEGREES als Projekt wurde von Luca Correnti (Gitarre und Gesang) und Valentina Aleo (Gesang) ins Leben gerufen. Bis dato warne mir beide Mitwirkenden dieses Bandprojekts unbekannt, bis die Scheibe „No One Is Innocent“ ins Haus flatterte. In der Rubrik für Fans der Truppen IN FLAMES, LACUNA COIL und SLIPKNOT wurde das Material angekündigt.

Die Klangschale auf dem Debüt dieser italienischen Band hat viele kreative Aspekte, welche unter dem Deckmantel Groove und Modern Metal zusammengeführt wurden. Die Mischung aus aufkeimenden Wutausbrüchen und deutlich liebevolleren Passagen erinnert mich sogleich beim ersten Track stark an LACUNA COIL. Wie ihre Landsmänner hat das Duo eine ähnliche Kerbe drauf. Insbesondere die ersten Machwerke seien als Visitenkarte für das Material der Debütanten erwähnt.

Die leicht progressiv verankerten Kompositionen haben durch ihre Mischung als Druck, Schlagkraft und eingängigen Melodien einen unglaublichen Reiz. Desgleichen überzeugen beide Sänger durch erstklassige Einsätze ihrer Stimmen. Klarerweise gibt es viele Bands, die auf männlich-weiblichen Duettgesang bauen. Dies ist des Weiteren bei SIX DEGREES nicht anders, wohlgemerkt ist der Einsatz von Lucas kratzigen Growls und Valentinas süßem und effektvollem Gesang gut in Szene gesetzt worden. Keine Neuerfindung von Duett Gesängen, im Kontrast hierzu für meinen Geschmack eine frisch aufbereitete Variation die zu überzeugen weiß.

Mit ausgezeichneten Soundsymbiosen wird der Fan von modernen Metalmachwerken sofort warm und tippt mit Schwung mit. Kleinere, klinische Synthiklänge lassen die Songs an gewissen Stellen leicht Industrial geschwängert rüberkommen werden allerdings sogleich mit Groove lastigen Gitarrenwänden stetig in die Ecke gedrängt. Ein für meinen Geschmack gutes Wechselspiel, welches den Songs die gewisse Extranote verleiht. Immer mehr ertappe ich mich dabei mich in den Gesang von Valentina zu verlieren. Dies liegt an der Tatsache, dass Christina Scabbia es bis dato immer geschafft hat und aufgrund vieler Ähnlichkeiten hat Valentina mit meiner Person betreffend ein leichtes Spiel der Überzeugung.

Alles in allem kann ich für mich behaupten, „No One Is Innocent“ ist ein geglücktes Debüt und wer von LACUNA COIL (ganz speziell die Frühphase) nicht genug bekommen kann, der ist mit diesen italienischen Vertretern an der richtigen Adresse. Gute Ansätze und Erweiterungen im Sound bieten ein ausgezeichnetes Geschmacksniveau.

Fazit: SIX DEGREES servieren mit „No One Is Innocent“ ein gutes Klangdebüt für moderne Rock/Metal Freunde!

Tracklist

01. Restart/Erase
02. Malaka’s Multiple Choice Answer
03. Imperfect
04. May, 10
05. The Unexpectable
06. Stuck In The Middle

07. Night Is Over
08. Silent Glance
09. Stillness
10. None Of Us
11. The Power Of Love (HUEY LEWIS & THE NEWS-Cover)

Besetzung

Luca Correnti – vocals & guitar
Valentina Aleo – vocals

Internet

SIX DEGREES – No One Is Innocent CD Review

Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.