SOLENCE – Angels Calling

SOLENCE - Angels Calling - album cover

Band: SOLENCE 🇸🇪
Titel: Angels Calling
Label: Better Noise Music
VÖ: 31/10/25
Genre: Electronic Rock, Metalcore, Pop Metal

Bewertung:

4/5

Mit ihrem neuen Album »Angels Calling« legen SOLENCE einmal mehr ein Werk vor, das Genre-Grenzen auslotet und die Zuhörer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt. Die schwedische Band, bestehend aus Markus Videsäter am Gesang, David Strääf an der Gitarre, Johan Swärd am Keyboard und David Vikingsson am Schlagzeug, beweist erneut, dass sie ein feines Gespür für die Mischung aus Härte und Melodie haben.

Treibender Beat trifft auf eingängige Synthesizer-Melodien

Schon der Opener »Angels Calling« gibt die Richtung vor: Ein treibender Beat trifft auf eingängige Synthesizer-Melodien, während Videsäters Stimme sowohl sanfte Emotionen als desgleichen kraftvolle Screams transportiert. Die Kombination aus elektronischen Elementen und rockig-metallischem Fundament ist hier besonders stimmig. SOLENCE gelingt es, den Hörer sofort in den Bann zu ziehen – eine Stärke, die sich durch das gesamte Album zieht.

Das zweite Stück, »Monsters In My Head«, zeigt die Band von einer dunkleren, introspektiven Seite. Textlich beschäftigt sich der Song mit inneren Dämonen und mentalen Kämpfen, musikalisch wird dies durch dichte Gitarrenriffs, treibende Drums und atmosphärische Keyboardflächen unterstrichen. Es ist ein Track, der sowohl Fans des Metalcore als daneben Anhänger melodischer Pop-Metal-Strukturen anspricht. Besonders das Zusammenspiel zwischen Strääfs Gitarre und Swärds Keyboard erzeugt eine Spannung, die den Song lebendig macht.

»Where Were You..?«, Track Nummer drei, verleiht dem Album eine melancholische Note. Die Produktion ist sauber, und dennoch roh genug, um die Emotionen des Gesangs unmittelbar spürbar zu machen. Hier zeigt sich die Vielseitigkeit von SOLENCE. Die Band kann sowohl druckvolle, energiegeladene Stücke liefern als ebenso introspektive Momente schaffen, in denen die Lyrics im Vordergrund stehen.

Dynamische Wechsel zwischen aggressiven und melodischen Passagen

Mit »Mess« und »<Alive« setzt sich der dynamische Wechsel zwischen aggressiven und melodischen Passagen fort. Die Songs kombinieren Metalcore-typische Breakdowns mit elektronischen Akzenten, die dem Hörer anhaltend nochmals neue Ebenen eröffnen. »Dead Alive« folgt diesem Muster, zeigt im Gegensatz hierzu noch stärker die Pop-Metal-Seite der Band. Eingängige Refrains treffen auf harte Gitarrenriffs, wodurch eine Balance zwischen Mainstream-Tauglichkeit und Genre typischem Härtegrad entsteht.

»Wish You The Worst« überrascht mit einem leicht punkigen Drive. Der Song wirkt zugänglicher, ohne anliegend die musikalische Komplexität zu verlieren. »Dangerous To Love« wiederum bringt ein Gefühl von Dramatik und Spannung, unterstützt durch Videsäters variantenreiche Stimme, die sowohl verletzlich als außerdem kraftvoll erscheint.

Schmerz, Verlust und Selbstreflexion

Das vorletzte Stück, »All Of The Pain Must Go«, fasst das emotionale Zentrum des Albums zusammen: Schmerz, Verlust und Selbstreflexion werden in einen epischen Sound gegossen, der sowohl Headbanger als auch Melodienliebhaber anspricht. Schließlich endet das Album mit »Angels vs Demons«, einem Track, der die zuvor eingeführten Themen und Klangfarben zusammenführt. Härte und Melodie, elektronische Elemente und Gitarrenarbeit, Pop-Strukturen und Metalcore-Aggression verschmelzen hier zu einem kraftvollen Finale.

Insgesamt zeigt »Angels Calling«, dass SOLENCE ein klares Gespür für Dynamik, Songwriting und emotionale Vielschichtigkeit besitzen. Die Band beweist, dass sie keine Angst hat, stilistische Grenzen zu überschreiten, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren. Das Album wirkt durchdacht, gleichzeitig aber lebendig und energiegeladen – ein Beweis dafür, dass sich Experimentierfreude und kommerzieller Appeal keineswegs ausschließen.

Die Produktion ist hochwertig, jedes Instrument ist klar positioniert, und die Vocals sitzen perfekt im Mix. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit der Band, elektronische Elemente organisch in die Metal- und Rock-Strukturen zu integrieren, ohne dass sie fehl am Platz wirken. Dadurch entsteht ein moderner, frischer Sound, der sowohl Fans des härteren Metals als gleichermaßen Hörer eingängiger Melodien anspricht.

Ein kleiner Kritikpunkt liegt vielleicht in der Länge des Albums und der hohen Anzahl an Tracks: Mit zehn Songs könnte sich der ein oder andere Song ein wenig ähnlicher anhören, was zu kleinen Wiederholungen führt. Dennoch: Die Band schafft es immer wieder, neue Akzente zu setzen und den Hörer zu überraschen.

Starkes Album, das sowohl musikalische Qualität als ferner emotionale Tiefe bietet

Mit einer Bewertung von 4 von 5 Punkten ist »Angels Calling« ein starkes Album, das sowohl musikalische Qualität als ferner emotionale Tiefe bietet. SOLENCE beweist, dass sie nicht nur in der Lage sind, harte Riffs und elektronische Beats zu kombinieren, sondern weiters, Geschichten zu erzählen und Stimmungen zu transportieren. Wer sich auf eine spannende Mischung aus Electronic-Rock, Metalcore und Pop-Metal einlässt, wird hier reichlich belohnt. »Angels Calling« ist ein Album, das Mut zur Vielschichtigkeit zeigt und die Stärken von SOLENCE auf den Punkt bringt. Härte und Melodie, Aggression und Gefühl, elektronische Sounds und klassische Rock-Elemente – alles vereint in einem stimmigen Gesamtwerk. Ein starkes Comeback für eine Band, die ihren Platz in der modernen Metalszene weiter festigt.

Fazit: SOLENCE beweisen mit »Angels Calling«, dass euch sowohl musikalisch und zusätzlich emotional überzeugen könnte.

Tracklist

01. Angels Calling
02. Monsters In My Head
03. Where Were You..?
04. Mess
05. Alive
06. Dead_Alive
07. Wish You The Worst
08. Dangerous To Love
09. All Of The Pain Must Go
10. Angels vs Demons

 

Besetzung

Markus Videsäter – Vocals
David Strääf – Guitar
Johan Swärd – Keyboard
David Vikingsson – Drums

 

Internet

SOLENCE – Angels Calling CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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