Soulspell – The Second Big Bang

Band: Soulspell
Titel: The Second Big Bang
Label: Inner Wound Recordings
VÖ: 25.05.2017
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 2/5
Written by: Robert

Soulspell - The Second Big Bang album artwork, Soulspell - The Second Big Bang album cover, Soulspell - The Second Big Bang cover artwork, Soulspell - The Second Big Bang cd coverPower Metal auf Hyper Speed oder wie könnte man die Einstufung von Soulspell bezeichnen? Nicht allumfassend anders, da obendrein was die Brasilianer anpacken ist komplett aufdringlicher Power Metal auf Speed. Unserer Redaktion vorangehend länger bekannt legen die Herrschaften aus Sao Paulo mit „The Second Big Bang“ ihr viertes Langeisen vor. Geprägt ist der Power Stahl von flitzenden Gitarren Licks gepaart mit Helloween artigen Allüren und dazu hier und da noch leichte Progressive Einflüsse aus dem Angra Lager.

Man hat wohl seit jeher versucht den eigenen Stempel aufzudrücken, hat sich allerdings aufgrund der zu speedigen Power Metal Attacken komplett verrannt. Demgemäß sind diese desgleichen auf diesem Album dominant und Weg bereitend. Verstehe ich in der Tat nicht warum es den Brasilianern nicht schnell genug ist, dadurch das die Grundstruktur vieler Songs aussagekräftig toll wären und man diese mit diesem unnötigen Speed verstärkt merklich zerpflügt und genau deswegen die Songs unterdurchschnittlich schallen lässt. Klingt oftmals als müsste von ihnen jemand ganz dringend aufs Klo, weil man sich dermaßen beeilt die Songs runter zu leiern, welche man undifferenziert gelungen angestimmt hat.

Die Songstrukturen und Ideen wären fürwahr kraftvoll und relativ technischen ausgelegt und man hätte hier weitaus mehr machen können, als dieses abwechselnden Schrubberattacken. Wisch und Weg, so kommt einem das Material irgendwie vor, denn erst einmal angestimmt schlittern die Songs mit viel Belanglosigkeit wieder am anderen Ende raus. Meine Person will es unumwunden nicht verstehen, eben weil Ideen und Klasse hätte man, warum zerhackt man die guten Sachen bis zum Mikrokosmos und bläst mit einem Hyper Blast Beat darüber hinweg.

Hinzu treten dann noch die gängigen Symphonic-Elemente wie weiblicher Gesang, welche etwas an Glanztaten diverser Power Metal Opern erinnern. Gewiss kann man hier nicht anknüpfen oder gar anstinken. Demgegenüber hätte man zugegeben einen super Start hingelegt und hätte dies wesentlich besser ausbauen können, als dieses ewige Helloween nacheiern und das dann auch noch auf Hyperspeedgeschwindigkeit.

Bei The Labyrinth Of Truth (2010) hätte man fürwahr einen tollen Start hingelegt und seitdem versucht man sich als Helloween Klon auf Speed und das noch auf sinnlose Art und Weise. Gesanglich sei ebenfalls erwähnt hätte man Klasse und versucht sich, wie sollte es anders sein als Michael Kiske Klon. Demzufolge nicht das Gelbe vom Ei? Doch schon und die mitwirkenden Gesangsakrobaten sind wirklich nicht schlecht. Fragt man sich warum man nicht dem Mastermind dieses Projekts zur Seite gestanden ist und gesagt hat, „Freund dies gehört einfach anders“.

Somit nervt nach dem zweiten Durchlauf des Albums das Material dermaßen, sodass man es unmittelbar und nicht wiederkehrend in den Player hievt. Das ist im Endeffekt der Schuss nach hinten in diesem Jahr.

Fazit: Soulspell haben mit dieser Scheibe letztlich die Grenzen des schlechten Power Metal Geschmacks ausgepackt und dudeln auf Speed dahin und da nutzt dazu das Potpourri der Mitwirkenden nichts.

Tracklist:

01. Time to Set You Free
02. The Second Big Bang
03. The End You’ll Only Know at the End
04. Dungeons and Dragons
05. Horus’s Eye
06. Father and Son
07. White Lion of Goldah
08. Game of Hours
09. Super Black Hole
10. Sound of Rain
11. Soulspell (Apocalypse version)
12. Alexandria (Apocalypse version)

Besetzung:

Heleno Vale (drums)
Jefferson Albert (voc)
Daisa Munhoz (voc)
Pedro Campos (voc)
Victor Emeka (voc)
Talita Quintano (voc)
Daniel Guirado (voc & bass)
Leandro Erba (guit)
Sérgio Pusep (guit)
Rodrigo Boechat (keys)

Internet:

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Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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