Steel Panther – Heavy Metal Rules

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Band: Steel Panther
Titel: Heavy Metal Rules
Label: Steel Panther Inc.
VÖ: 27/09/2019
Genre: Comedy/Hair Metal
Bewertung: 3/5

Eine Welt, in der nach politisch korrekter Aussprache gestrebt wird und jedes Wehwehchen zu einem virtuellen „Aufschrei“ stilisiert wird, braucht eine Band wie STEEL PANTHER. Soviel ist klar. Schön wäre nur, wenn die Songs des 80er-Haarspray-Komödiantenstadls einmal wieder qualitativ das Niveau des Debüts erreichen würden.

Schon „Balls Out“ konnte nicht mehr ganz die Klasse von „Feel The Steel“ erreichen, die Nachfolgealben „All You Can Eat“ und „Lower The Bar“ stagnierten dann auf diesem annehmbaren Niveau. Freilich, all diese Alben hatten ihre Momente und Hits, aber richtige Feuerwerke der Unterhaltung vollbrachten die fleischgewordenen 80er-Karikaturen nicht mehr. Auch der pornogetränkte Witz der LA-Combo wurde dabei zunehmend ausgenudelt – oder bin ich einfach nur älter geworden?

Meine Hoffnung war jedenfalls, dass STEEL PANTHER mit „Heavy Metal Rules“ wieder zur vollen Stärke zurückfinden. Oder es zumindest schaffen, ihrem Konzept etwas frische Farbe (bzw. Lippenstift und Haarspray) zu verleihen. Das ist leider nicht gelungen, weil die Songs allgemein einfach zu schwach geraten sind. Es fehlen durchweg das Genie, die Energie und der Witz, mit dem die Band früher ihr Ding durchgezogen hat. Es gibt keinen echten Anspieltipp, nur eine Ansammlung durchschnittlich-gutgeratener Tracks, die wie Schatten früherer Hits wirken.

Dem Hardcore-Fan wird es vielleicht genügen, wieder ein paar weitere Songs um die Themen Pussy & Co zu haben, solange die Band ihren Stil unverändert beibehält und ein Mindestmaß an Qualität beibehält. STEEL PANTHER erwecken mit diesem Release tatsächlich den Eindruck, dass sie darüber hinaus auch keine Ambition hatten. Mit Ach und Krach könnte man sich „Gods Of Pussy“ als Anspieltipp schönhören.

Das bisher schwächste Album der ewig-rolligen Pantherbande zieht im Schwanzvergleich mit der bisherigen Diskographie der Band leider einen ziemlich Kurzen, und das nicht aufgrund der knappen Spielzeit von 35 Minuten.

Tracklist

01. Zebraman
02. All I Wanna Do Is Fuck (Myself Tonight)
03. Let’s Get High Tonight
04. Always Gonna Be A Ho
05. I’m Not Your Bitch

06. Fuck Everybody
07. Heavy Metal Rules
08. Sneaky Little Bitch
09. Gods Of Pussy
10. I Ain’t Buying What You’re Selling

Besetzung

Michael Starr – Lead Vocals
Satchel – Lead Guitar
Lexxi Foxx – Bass Guitar
Stix Zadinia – Drums

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