Stormburner – Shadow Rising

Stormburner - Shadow Rising album cover

Band: Stormburner
Titel: Shadow Rising
Label: Pure Steel Records
VÖ: 06/12/2019
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4/5

Die unglaubliche Energie, welche die frühen MANOWAR hatten, wird wohl keiner so recht je ausfüllen können. Am wenigsten – das muss man allerspätestens nach der völlig indiskutablen „Final Battle“-EP sagen, wird das den New Yorkern selbst gelingen.

STORMBURNER versuchen es trotzdem, inklusive herrlich Klischee-trächtigem KEN KELLY-Cover. Musikalisch bietet das Debüt zwar kurzweiligen Heavy/Power Metal Stoff mit gutem Unterhaltungswert für alle Wanderer auf den Pfaden der Trueness, aber es fehlt „Shadow Rising“ trotz hohem Mitsingfaktor an der nötigen Substanz für Höheres. Mike Stark hat zudem ordentlich Power in der Lunge, setzt seine hohen gepressten Schreie aber auch inflationär ein und ermüdet damit auf Dauer.

Der klassisch orientierte Trueheimer sollte also mit etwas zurechtgestutzten Erwartungen an dieses Album herangehen, denn dann sieht dieselbe Sache schon ganz anders aus. Mit ausgeschaltetem Gehirn kann man dann zu einem „Demon Fire“ oder „Men At Arms“(Geil!) das Popcorn auspacken oder/und synchron zum Effekt-reich eingesetzten Gangshouting und Männerchor-Gesang die Faust oder was auch immer schütteln. Der unselige Schunkel- und Krugschwenk-Faktor, der MAJESTY auch zu besseren Zeiten schon zu einem zweischneidigen Schwert machte, bleibt bei STORMBURNER zum Glück außen vor. Stattdessen werden die HAMMERFALL´schen Muster mit etwas US Power unterfüttert, wie man sie auf guten CAGE-Alben finden kann.

Das ist definitiv kein Album für Trüffelschweine, die sich nur zukünftige Klassiker ins Regal stellen wollen, aber eine überaus spaßige und zudem optisch von KEN KELLY veredelte Platte zum Pumpen und Schlagwörter-Mitbrüllen.

„Shadow Rising“ ist ein Musik gewordener Abend voller Bier und Actionfilme. „Men At Arms“ sollte völlig ausreichen um festzustellen, ob Du aus dem richtigen Stoff gemacht bist. Im Zweifel könntest Du zusätzlich noch die „Rune Of The Dead“ befragen. Wenn es dann noch nicht gezündet hat, solltest Du Dich aber dringend als hoffnungsloser Fall in die Safe Space-Zone Deiner Fakultät verziehen, in die Du zu Deinem eigenen Schutz für immer gesperrt gehörst, weil Du ansonsten spätestens mit der „Ode To War“ irreversibel traumatisiert wirst.

Tracklist

01. We Burn
02. Metal In The Night
03. Shadow Rising
04. Demon Fire
05. Ragnarök

06. Men At Arms
07. Eye Of The Storm
08. Into The Storm
09. Rune Of The Dead
10. Ode To War

Besetzung

Mike Stark (Vocals)
Tommi Korkeamäki (Guitars)
Mats Hedström (Guitars)
Tommy Jee (Bass)
Stefan Essmyren (Drums)

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About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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