Band: STORMHAMMER 🇩🇪
Titel: Wrath of the Hammer
Label: Massacre Records
VÖ: 17/07/26
Genre: Power Metal

Tracklist

01. Beware
02. Wrath Of The Hammer
03. Ashes Of The Throne
04. Light In The Dark
05. Wheels Of Eternity
06. Guardians Of The Night
07. Veil Of Fire
08. Scars Of The Abyss
09. Shattered Dominion
10. The Dune

 

Besetzung

M.Nox – Vocals
Phil Meyer – Guitar, backing vocals
Christos Efstathiou – Guitar
Ashley Guest – Drums
Horst Tessmann – Bass, backing vocals

 

Bewertung:

3,5/5

STORMHAMMER sind seit Jahren eine feste Größe im deutschen Power-Metal. Die Mischung aus klassischem Heavy Metal und eingängigen Melodien sowie kraftvollen Riffs hat sich der Truppe eine Fangemeinde erspielt. Statt jedem Trend hinterherzulaufen, setzen die Münchner konsequent auf ihre Stärken. Epische Kompositionen, markante Refrains und eine ehrliche Leidenschaft für traditionellen Metal. Auch auf ihrem neuen Album „Wrath of the Hammer“, das gemeinsam mit Produzent Alex Krull im Mastersound Studio entstand, bleibt sich die Band treu.

Kraftvoller Einstieg mit viel Spielfreude

Das kurze „Beware“ eröffnet die Platte stimmungsvoll und baut Spannung auf, bevor der Titelsong „Wrath Of The Hammer“ das Ruder übernimmt. Hier ist sofort klar, wohin die Reise geht. Druckvolle Gitarren, ein treibendes Schlagzeug und ein Refrain, der sich schnell im Ohr festsetzt, bilden den Kern des Songs. Sänger M. Nox präsentiert sich dabei in starker Form. Seine raue, kraftvolle Stimme passt hervorragend zum traditionellen Sound der Band und verleiht den Liedern genau die richtige Portion Nachdruck.

Phil Meyer und Christos Efstathiou ergänzen sich an den Gitarren ausgezeichnet. Die Riffs besitzen Druck, die Soli wirken geschmackvoll und stehen stets im Dienst des Songs. Technische Spielereien bleiben angenehm dosiert, stattdessen stehen Melodie und Atmosphäre klar im Vordergrund.

Melodien mit Wiedererkennungswert

Mit „Ashes Of The Throne“ und „Light In The Dark“ zeigen sich STORMHAMMER von ihrer melodischen Seite. Besonders „Light In The Dark“ entwickelt sich schnell zu einem der Höhepunkte des Albums. Der Song verbindet einen eingängigen Refrain mit einer gelungenen Gitarrenarbeit und beweist, dass die Band auch nach vielen Jahren noch ein gutes Gespür für starke Hooklines besitzt.

„Wheels Of Eternity“ erhöht anschließend das Tempo. Ashley Guest sorgt mit präzisem Schlagzeugspiel für den nötigen Vortrieb, während Horst Tessmann am Bass das Fundament legt, ohne sich unnötig in den Vordergrund zu drängen. Die Rhythmussektion arbeitet unaufgeregt, trägt aber entscheidend dazu bei, dass die Songs ihre Energie entfalten können.

Auch klanglich gibt es wenig zu beanstanden. Alex Krull sorgt für einen druckvollen, ausgewogenen Mix, bei dem jedes Instrument ausreichend Platz erhält. Die Gitarren klingen kräftig, der Gesang bleibt jederzeit verständlich und das Gesamtbild wirkt modern, ohne den klassischen Charakter der Band zu verlieren.

Bewährte Stärken statt großer Experimente

Im weiteren Verlauf liefern „Guardians Of The Night“ und „Veil Of Fire“ genau das, was Fans von STORMHAMMER erwarten. Hymnische Refrains treffen auf kraftvolle Gitarrenarbeit und eingängige Melodien. Vor allem live dürften diese Songs hervorragend funktionieren.

Genau hier liegt aber auch die kleine Schwäche des Albums. Viele Stücke folgen einem ähnlichen Aufbau und bewegen sich in vertrauten Bahnen. Handwerklich gibt es daran kaum etwas auszusetzen, doch gelegentlich fehlt der eine überraschende Moment, der einzelne Songs noch stärker hervorheben würde.

STORMHAMMER setzen bewusst auf Kontinuität statt auf Experimente. Das ist konsequent, sorgt aber dafür, dass sich einige Titel im Verlauf der Platte etwas ähneln. Mit „Scars Of The Abyss“ kommt etwas mehr Dynamik ins Spiel. Der Song wirkt dunkler und emotionaler als viele der vorherigen Stücke und bringt frischen Wind in die zweite Albumhälfte. Besonders die Atmosphäre bleibt hier nachhaltig in Erinnerung.

Gelungener Schlusspunkt

Kurz vor dem Ende legt „Shattered Dominion“ noch einmal ordentlich nach. Tempo, Melodie und kraftvolle Gitarren verschmelzen zu einem der stärksten Songs des Albums. Hier zeigt die Band eindrucksvoll, warum sie seit Jahren ihren festen Platz in der deutschen Power-Metal-Landschaft behauptet.

Mit „The Dune“ endet das Album schließlich etwas ruhiger und atmosphärischer. Statt eines letzten Temporauschs setzen STORMHAMMER auf große Melodien und ein stimmungsvolles Finale, das den Hörer mit einem positiven Eindruck zurücklässt.

„Wrath of the Hammer“ ist ein Album für all jene, die klassischen europäischen Power Metal lieben. STORMHAMMER lassen moderne Spielereien außen vor und konzentrieren sich ganz auf das, was sie schon seit Jahren ausmacht. Tolle Melodien, druckvolle Gitarren und ehrliche Heavy-Metal-Leidenschaft.

Natürlich hätte dem Album an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Mut zu neuen Ideen gutgetan. Einige Songs ähneln sich im Aufbau, wodurch die Spannung zwischendurch leicht nachlässt. Gleichzeitig überzeugt die Band mit Spielfreude, einer hochwertigen Produktion und mehreren echten Höhepunkten.

Unterm Strich liefern STORMHAMMER kein Album, das das Genre neu definiert. Muss es aber auch nicht. „Wrath of the Hammer“ ist eine solide, sauber produzierte Power-Metal-Platte, die ihre Stärken kennt und diese konsequent ausspielt. Die Fans der Band bekommen genau das, was sie sich wünschen, auch Freunde klassischen Heavy und Power Metals werden auf ihre Kosten kommen.

Fazit: STORMHAMMER beweisen mit „Wrath of the Hammer“ eindrucksvoll, wie wichtig sie zurzeit zu den Vertretern deutschen Power-Metals gehören.

Internet

STORMHAMMER - Wrath of the Hammer - CD Review

Vorheriger ArtikelDisfiguring The Goddess – Bloom
Nächster ArtikelSpiral Drive & Lord Fascinator – Reise
Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.