Band: Terry Brock
Titel: Diamond Blue
Label: Frontiers Records
VÖ: 2010
Genre: Melodic Hardrock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Einen weiteren Brocken aus dem Melodic Rock Bereich wird uns von Frontiers Records mit Terry Brock geboten. Na klingelt es beim angesprochenen Genre Fan? Richtig der ehemalige Giant Sänger hat sich gemeinsam mit Mike Slamer (guit, bass & keys) und Andy Bigan (drums) zusammen getan und liefert uns mit „Diamond Blue“ AOR Klänge im kraftvollen Bereich. Vorneweg mag man zwar etliches an besinnlichen Klängen vermissen, dieses fehlen wird aber durch beherztes Rocken der Truppe ergänzt.

Mit „Diamond Blue“ legt man sogleich einen sehr kraftvollen Start hin. Zwar tritt man nicht komplett das Gaspedal, dennoch vermag man locker aus dem Midtmepobereich auszubrechen. Auch die sehr gelungen Arrangements die man an und ab anstimmt klingen ganz leicht bombastisch. Gute Komplettierung die man an erster Stelle eingebaut hat und dadurch vermag man viel Eindruck schinden.

Immer noch recht kraftvoll setzt man nun im stampfenden Midtempobreich mit „It s You“ nach. Sachte drifter in eine etwas gemächlichere Richtung korrigiert man immer wieder und lenkt wieder in den eingangs gebotenen Bereich zurück. Sehr kräftiger Rocker, mit leichten Melodien und einigen hymnischen Beigaben präsentiert man uns als Mixtur sehr adrett.

Mehr in die gemütliche Ecke rückt man mit „Jessie s Gone“. Erinnert mich vom Prinzip her etwas an Sting bzw. Police. Natürlich bringen solche Verdachtsmomente eine etwas Massentauglichere Ausrichtung in Spiel. So ist es auch, sicher überspannt man nicht den Bogen und steuert vollends den kommerziellen Weg ein. Mit einer guten, ausgewogenen Portion schafft man durchaus einen sehr bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Sehr dreckig, rau und erdig wird uns nun „No More Mr Nice Guy“ schmackhaft gemacht. Kraftstrotzender Rocksong der es in sich hat. Sehr gelungen verbindet man hier hymnische Gesänge mit den bereits erwähnten Elementen. Sehr beschwingend geht hier die Truppe ab und somit kann man zu dieser Mucke superb Abrocken.

Ruhig und richtig besinnlich wird es mit „The Rain“. Zum ersten Mal lässt man sich von verträumten Gefühlen verleitet und musiziert dem Programm entsprechend sehr balladesk. Auch ein kleinerer Anteil fließt hier aus dem hymnischen Bereich hinzu. Gute Mischform die man pressgenau vorträgt und man dadurch einen sehr bleibenden Eindruck zu hinterlassen vermag.

Ein ordentlich, dunkel angehauchter Stampfrocker ist den Herrschaften mit „Broken“ gelungen. Immer wieder hievt man uns hin und her. Was nichts anderes heißen will das man sich einerseits sehr ruhig dar stellt und etliche Sekunden später wieder deutlich herzhafter in die Saiten greift. Bis zum Ende hin entpuppt sich das Stück als ordentliches Wechselbad der Gefühle. Gutes Genießer Feeling wird einem hier zu Teil und bei selbigen schreckt man vor leichten, monumentaleren Klängen nicht zurück.

Vermehrt in klare, fröhliche Gewässer kehrt man mit „Face In The Crowd“ zurück. Netter, leicht aufzunehmender Track den man uns im etwas flotteren Tempo vorträgt. Leichte breitentaugliche Elementen vermischt man gelungen mit traditionellen und beide wechselt man ständig, gut ausgewogen ab.

„Why“ wird sogleich etwas Old School lastiger gestartet und vermehrt legt man hier auf das 80er Feeling das meiste Augenmerk. Die leicht an Deep Purple erinnernden Keyboards unterstützen ein eher beschauliches Klangmuster. Ein weiteres Mal hat man einen Genießertrack parat der einen vollends verwöhnt und auf eine Zeitreise mitreißt.

In leichter Sleaze lastiger Mischform wird nun „Too Young“ ins Rennen geschickt. Mit ordentlich Dampf wird abgerockt und auch wie beim genannten Genre besinnt man sich auf die Elemente. Komplettiert wird das Ganze aber mit Melodic Elementen und vielen fetzenden vorgetragenen Initialzündungen. Abgerundet wird das Ganze durch satte Chorrefrains wie sie im Buche stehen.

Sehr hymnisch und nachdenklich stimmt man uns an vorletzter Stelle mit „Ssoldier Falls“. Sehr heroisch ausgerichtete Nummer. Sehr monumentale, musikalische Geschichte die man uns mit dem Stück zu erzählen versucht. Mit leichtem, melancholischem Soundgefühl hievt man uns in die Ecke und verleitet dabei etwas länger und genauer ins Stück rein zuhören.

Mit „Face The Night“ verabschiedet sich das Trio im leicht balladesken, hymnischen Rhythmus. Noch einmal versucht man die volle Schiene in Sachen Gefühl zu fahren, die man bis dato eher verhaltener eingesetzt hat. Auch in diesem Bereich wissen die Burschen durchaus gute Akzente zu setzen, auch wenn man sich als Abschluss doch einen mitreißenden Rocksong gewünscht hätte.

Fazit: Für AOR Fans genau das richtige Alltagsfutter das sie lieben, doch auch reine Melodic Rock Fans könnten durchaus Gefallen an dem Album finden.

Tracklist:

01. Diamond Blue 5:02
02. It s You 4:42
03. Jessie s Gone 4:32
04. No More Mr Nice Guy 4:22
05. The Rain 5:14
06. Broken 4:07
07. Face In The Crowd 4:52
08. Why 4:19
09. Too Young 4:11
10. Ssoldier Falls 4:31
11. Face The Night 4:09

Besetzung:

Terry Brock (voc & guit)
Mike Slamer (guit, bass & keys)
Andy Bigan (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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