Band: Tesseract 
Titel: Altered State
Label: Century Media Records
VÖ: 2013
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Thorsten Jünemann

Es gibt nur wenige ehrenhaftere Beschäftigungen als das Streben nach künstlerischem Fortschritt. Im Verlauf der letzten fünf Jahre haben sich TesseracT nicht nur stets an der vordersten Front eines anfangs aufkeimenden und mittlerweile florierenden Teils der sich stetig weiterentwickelnden Metal-Szene befunden – sie haben auch eine Lanze für Meinungsfreiheit und Individualität gebrochen und sind zielgerichtet gegen den Strom der oftmals so konservativen Musikwelt geschwommen. Von Gitarrist Acle Kahney im Jahr 2003 als Studioprojekt gegründet, haben TesseracT von Anfang an alle etablierten Vorstellungen davon, wie Metal klingen sollte, gescheut und sich schnell zu einer einzigartigen und mutigen Einheit entwickelt.

Bis 2007 rekrutierte Acle ein Line-up, das seiner bahnbrechenden Kompositionen würdig war, und gemeinsam schickte sich diese neue Band an, der kurzsichtigen und faulen britischen Metal- Szene etwas Originalität und Spannung zu injizieren. Durch Drummer Jay Postones, Gitarrist James Monteith, Bassist Amos Williams und (zwischen 2006 und 2009) Sänger Abisola Obasanya komplettiert, erspielten sich TesseracT kontinuierlich eine treue Fanbase und den formidablen Ruf als eine der belebendsten und unverwechselbarsten Bands, die Großbritannien seit Jahrzehnten hervorgebracht hat.

Nach diversen Touren, Gigs und Besetzungwechseln sind TESSERACT 2013 mit Album Nr. 2 „Altered State“ am Start, dessen Konzept sehr simpel ist: Es geht um Veränderung, darum wie sich das Leben ändert.

Oder um Veränderungen am Mikro…
Es wird klar gesungen, kein Gekeife, Growling, Screams,… und das gefällt mir sehr gut, passt es doch auch in den „weicheren und wärmeren Sound“ der Band, der nicht unbedingt kommerzieller ausgefallen ist. TESSERACT klingen immer noch proggig und rifflastig genug, um den Titel „Djent“ auch weiterhin tragen zu dürfen.

Das Album benötigt auf jeden Fall mehrere Durchgänge, aber ist das nicht bei vielen guten Prog-Alben so?

Aber vom ersten Durchgang, manifestieren sich genug Ideen und Songgefüge, die neugierig auf wiedeholte Erfahrungen mit dem Album machen. Und sei es nur eine Saxofonmelodie, die in leicht jazzige Sphären abrückt, aber doch immer wieder zum eigentlichen Sound und Song zurückfindet!

Für mich eins der Prog-Highlights in diesem Jahr, deshalb ganz klar: 5/5 Punkte!

Ich las, dass es sich bei der 2.CD der imitierten Version des Albums um die Instrumentalversion des Albums handelt. Ich bin sehr neugierig zu hören, was der Gesang ausmacht! Schafft er eine neue Atmosphäre?

Tracklist:

01. Of Matter – Proxy
02. Of Matter – Retrospect
03. Of Matter – Resist
04. Of Mind – Nocturne
05. Of Mind – Exile
06. Of Reality – Eclipse
07. Of Reality – Palingenisis
08. Of Reality – Calabi-Yau
09. Of Energy – Singularity
10. Of Energy – Embers

Besetzung:

Ashe O’Hara (voc)
Acle Kahney (guit)
James Monteith (guit)
Amos Williams (bass & voc)
Jay Postones (drums)

Internet:

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