Tracklist
01. Sagittarius In Bloom
02. Of Creation And Cancer
03. Cellular Catharsis
Besetzung
John T – Gesang, Bass, Synths, Drum Programming
Tobias Gray – Gitarre
George Kal – Gitarre
George Nerantzis – Mixing, Mastering
Duncan MacPherson – Artwork
Aus England kommt was ganz cremiges auf die Szene zu! The Machinist liefern mit »Towers« keine beiläufige EP, sondern ein kompaktes Extrem-Metal-Monument, das Industrial-Kälte, Black-Metal-Furie und Death-Metal-Druck in drei langen Stücken bündelt. Schon »Sagittarius In Bloom« zeigt, dass hier nicht einfach losgeprügelt wird: Der Song arbeitet mit Kontrasten, synthetischer Spannung und einem massiven Aufbau, der zwischen Maschinenlogik und apokalyptischer Theatralik pendelt.
(Hört hier den Song und schaut den Clip)
Aufgebaut auf einem Fundamant aus Drums und Bass entsteht ein Sound, der permanent nach vorne drückt. John T ist dabei der zentrale Motor: Seine Vocals schneiden sich aggressiv durch das Material, während Bass, Synths und Drum-Programming den Stücken ihre mechanische Härte geben. Besonders stark ist, wie die Rhythmik nicht nur stützt, sondern den Songs eine unruhige, fast industrielle Pulsfrequenz verpasst.
Die Gitarren von Tobias Gray und George Kal liefern dazu keine bloße Wand aus Lärm, sondern gezielte Schneisen. In »Of Creation And Cancer« greifen rasende Attacken, dissonante Figuren und galloppierende Passagen sauber ineinander. Das wirkt extrem, aber nicht planlos. Die Musiker verstehen, wie man Chaos kontrolliert, ohne ihm die Gefährlichkeit zu nehmen.
Der fast elfminütige Abschluss »Cellular Catharsis« ist der stärkste Beweis für die Ambition dieser EP. Der Song wächst, kippt, bäumt sich auf und wirkt eher wie ein Endzeitritual als wie ein normaler Track. Hier erreicht »Towers« seine größte Wucht, auch wenn die Überlänge nicht jede Sekunde gleich zwingend hält.
FAZIT:
»Towers« ist fordernd, finster und beeindruckend konsequent. The Machinist verbinden technische Härte mit industrieller Kälte und schaffen eine EP, die Fans von Anaal Nathrakh, Morbid Angel und extremer Klangarchitektur definitiv antesten sollten.






