Band: The Seventh Power
Titel: Dominion & Power
Label: Retroactive Records
VÖ: 2008
Genre: Heavy/Doom Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Mein Freund Bill Menchen hat einen neuen Output mit seinem zweiten Standbein The Seventh Power via Retroactive Records veröffentlicht. So bin ich gespannt was er zusammen mit Rod Reasner (bass) und Robert Sweet (drums) diesmal für uns parat hat.

Eröffnet wird das Ganze mit „Dominion & Power“. Sehr doomige Rhythmen hat man zu Beginn des Albums für uns parat. Verfeinert wurde der Track noch mit einigen progressiven Elementen. Die verzerrte Stimme des Fronters erinnert mich einmal mehr an einen gewissen Herrn der Finsternis. Die doomigen Gitarrenlinien werden immer wieder durch melodische Riffs unterbrochen. Unterm Strich kommt dadurch ein sehr kräftig, stampfendes Stück dabei raus. Weiter geht es auch schon mit „Everlasting Fire“. Deutlich mehr speed legt man hier an den Tag. Zusätzlich hat man noch einige Keyboardelemente eingeflochten. Zwar wechselt man an und ab immer wieder in kurze melancholische Ecken, danach wird aber wieder ordentlich schnell gewerkelt. Der Track erinnert ein wenig vom Rhythmus her an gewisse Tracks von Judas Priest’s „Turbo“ Album. Ein recht rauer und erdiger Song ist ihnen nun mit „Hailstones“ gelungen. Die Geschwindigkeit wurde zwar etwas gedrosselt, dafür stampft man ordentlich im Midtempobreich und zusätzlich kommt dadurch der Groovefaktor etwas mehr zum Tragen. Mit Priest, als auch Accept lastigen Gitarrenlinen erschallt nun „Heavy Laden“. Eine sehr druckvolle Nummer mit viel Pfiff und Feuer unterm Hintern. Die modern verzerrten Vocals passen wie die Faust aufs Auge dazu. Die Wechsel von Midtempo und flotteren Bereichen wurden gut und ausgewogen in Szene gesetzt. Bei „King Of All Kings“ schlägt man am Anfang recht beschauliche Pfade ein, im Anschluss wird aber wieder ordentlich das Pedal gedrückt, bevor man wieder in die groovige Ecke rückt und dort weiterhin verharrt. Gutes Stück zum gediegenen Shaken. Sehr rau und räudig geht man nun über zu „Raise ‚M High“. Die eingeschlagene Richtung hält man auch weiterhin bei. Die Wechsel zwischen kurzen, ruhigen Momenten bis hin zu etwas schnelleren Midtempopfaden, kommen immer wieder und vermehrt zum Einsatz. „Sacrificial Blood“ könnte vom Rhythmus her auch auf Bill’s zweiter Band Final Axe stehen. So segelt man hier auf sehr doomigen Gewässern die immer wieder durch kurze schnelle, als auch ruhige Stellen unterbrochen werden. Etwa von ähnlicher Bauart nur um Zacken schneller ist nun „Sea Of Galilee“. Dennoch hier kommen immer wieder viele progressive Einsätze zum Tragen und verfeinern das Stück noch zusätzlich. Sehr schleppend und melancholisch zeigt man sich auf „The Clouds“. Eine Nummer zum leichten Nicken und genießen. Am Ende serviert man uns noch „Under The Altar“, ein sehr rockiges Stück mit vielen Riffs und Breaks am laufenden Band. So konnte man sich zum Vorgängeralbum deutlich weiterentwickeln. Wer mit christlichen Texten ein Problem hat sollte auch hier eher die Finger davon lassen. Dennoch die Lyrics triefen niemals so vor Kitsch, wie es bei einigen Genrekollegen der Fall ist.

Fazit: Wer The Seventh Power kennt und schätzt, für den ist hier einmal mehr gutes Futter für seine Lauscher. Viele Ideen hat man hier reingepackt und umgesetzt und überzeugt mit mehr Geschwindigkeit als beim Vorgängeralbum.

Tracklist:

01. Dominion & Power 04:14
02. Everlasting Fire 03:42
03. Hailstones 03:35
04. Heavy Laden 04:03
05. King Of All Kings 04:34
06. Raise ‚M High 03:58
07. Sacrificial Blood 03:47
08. Sea Of Galilee 04:34
09. The Clouds 04:12
10. Under The Altar 03:46

Besetzung:

Bill Menchen (guit & voc)
Rod Reasner (bass)
Rod Sweet (drums)

Internet:

The Seventh Power Website

The Seventh Power @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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