Band: Thormesis
Titel: Freier Wille Freier Geist
Label: MOD Records
VÖ: 14. März 2015
Genre: Pagan / Black-Metal
Bewertung: 4/5
Written by: JoKer

Aus dem Hause MOD Records, kommt eine Überraschung daher: War es nach ihrem dritten Album „Von Leere und Tod“ 2012 , welches von AFM-Records verlegt wurde, sind sie nun mit neuem Labeldeal (bei MOD Records) und ihrem neuen Album Freier Wille, Freier Geist zurück, bereit um eure Black-Metal Geister aus dem Tiefschlaf zu Wecken.

Das Intro stellt zweifelsfrei unter Beweis, dass Thormesis es verstehen einen Spannungsbogen zu erschaffen, der in dem Hörer, das  immer größer werdende Verlangen, in die schwarze Paganwelt von Thormesis einzutauchen erweckt. Und so wie Thormesis von den toten auferweckt wurden, erweckt der Opener Freier Wille Freier Geist, alle müden Geister. Black Metal typische Gesänge, kombiniert mit Bässen und Gitarren, wie sie nur so perfekt sein können. Die Breaks beherrscht die Band wie aus dem FF und auch wenn ihr mich verrückt haltet, Thormesis wirken fast schon progressiv auf mich. Der Opener hat ein komplexes Schema. Hier konnte die Band voll und ganz Überzeugen.

Die Produktion spricht übrigens auch für sich. Black Metal wie er sein soll! Zwar ein wenig sauberer produziert als vieles andere was das Genre zu bieten hat, aber das tut der Sache bestimmt keinen Abriss. Nosce Te Ipsum steigert den anfänglich guten Eindruck dieser Formation nochmal um Mindestens 50 Prozent. DIe Band zaubert genialen Black-Metal / Pagan mit hohem Anspruch aus den Boxen. Das Arrangement, die Umsetzung der Songs sind um jeden Zweifel erhaben und auch die Lyrics sprechen für sich! Im Midtempo geht es mit Weltenschrei weiter. Hier sind die Einflüsse des Pagans etwas deutlicher zu spüren als bei den vorherigen Songs. Erneut ist der Text von blinder Treffsicherheit. Gitarrist und Bassist, sowie die Maschine von einem Drummer haben mal wieder alle Asse aus dem Ärmel gezogen und überraschen mit präzisem, technisch hochwertigem Spiel. Der Sänger toppt dies mit seiner genialen Stimme, die für dieses Genre wie aus einem schwarzen Bilderbuch kommt. In der Mitte des Songs, wird es auch mal ein wenig seichter als vorher, Akustikgitarren begleiten den Sänger, der zur Abwechslung den gutturalen Gesang, gegen klaren austauscht. Okay den klaren Gesang macht er nicht so gut überzeugend, wie die Black Metal Shouts.

Mit mein letztes Lied, laden Thormesis euch herzlich schmerzlich dazu ein, in den Moshpit zu steigen und alles zu verwüsten! Genialst brutaler Black Metal. Oder wie der Drachenlord sagen würde: MEDDL LOIDE! Ein Gedicht aus komplexen Arrangements, interessanten Lyrics und den schwärzesten Instrumenten-Riffs, die ich mir vorstellen kann.

Luctus Nomus und Trostlos spielen auch in einer Klasse Liga Hier gibt es nichts zu Bemängeln oder zu Mosern. Kreativer, Schwarzmetall, wie er euch nur Bocken kann. Für ein Totem kommt mit einem Synthesizer Sound ziemlich überraschend daher. Dieser wirkt jedoch nur sehr kurz als kleines Intro, welches ich als nettes Gimmick ansehen würde. Denn kurz darauf, wird die Band von ihrem Drummer im 4 / 4 Takt zu Höchstleistungen angetrieben. Auf Double-Bass gedresche muss man hier zunächst verzichten. Ab Einer Minute Dreißig, wird jedoch auch die Bassmembran der Speaker mächtig getreten, zumindest bei einem kurzen Break. Zwar ist der Track etwas Langsam aber (wie soll’s auch anders sein) an Abwechslung fehlt es hier ganz sicher nicht (Wie auch zuvor)  Thormesis schaffen es, ihre Songs für niemanden Langweilig werden zu lassen und schaffen dabei auch, den Hörer hinsichtlich der Komplexität des Arrangements zu überfordern.

Beim Lesen des letzten Titels, musste ich doch schon schmunzeln. Wenn der Schmerz dich lobt. einen solchen Titelnamen liest man freilich nicht alle Tage. Musikalisch, bläst die Band dem geneigten Black Metal Hörer wieder mächtig den Marsch.

Im Großen und Ganzen legt die Band ein doch Hörenswertes Pagan Album ab, bei dem sie zwar das Genre nicht komplett Revolutionieren, dafür aber eine würdige Platte abliefert, die euch gefallen wird.

Tracklist:

01. Intro
02. Freier Wille – Freier Geist
03. Nosce te ipsum
04. Weltenschrei
05. Mein letztes Lied
06. Luctus Nomus
07. Trostlos
08. Für ein Totem
09. Wenn der Schmerz dich lobt

Besetzung:

Travos (vocals, guitars)
Velsir (vocals, guitar)
Berucas (bass)
O.D. (drums)

Internet:

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