Thorn Fetish – The House Band For the Devil’s

Band: Thorn Fetish
Titel: The House Band For the Devil’s 
Label: Selfreleased
VÖ: 2008
Genre: Industrial Thrash/Groove Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wenn sich eine Band als Porn Band bezeichnet denke ich immer unmissverständlich an die Rock Bitch. Deren geschmackloses Auftreten sorgte zum Ende der 90er für viel Aufsehen, was wohl eher an deren Show lag, als ihrer Musik. Sexuelle Themen sind ja ein Bestandteil unseres Lebens und viele Bands haben sich ihrer angenommen. Die einen besser die anderen schlechter. Nun ist eine neue Band auf dem Mark die sich erneut der Thematik angenommen hat. Die Jungs nennen sich Thorn Fetish und stammen aus Valparaiso, Indiana Amerika. Dorian Grey (voc), Pumpkin (bass), Doc (drums) und Kaige (guit) arbeiten erst seit kurzem zusammen und haben nun das Werk „The House Band For the Devil’s Strip Club“ in trockenen Tüchern. Kennt jemand die Spanier Lujuria? Warum ich das Frage? Nun die Burschen frönen ebenfalls dem Industrial Thrash/Groove Metal mit eher der Thematik Sex, so wie ihre amerikanischen Kollegen. Die stilistische Ausrichtung kommt hier einmal mehr zum Tragen und so ähneln sich diese beiden Bands sehr verdächtig, obwohl die Herrschaften aus Amerika deutlich aggressiver spielen. Na denn frisch ans Werk und genau zugehört.

Die volle Breitseite des Grooves bekommt man beim Opener „Pissin‘ In the Holy Water“. Viele mitreißende Rhythmen und eine deutliche aggressive Thrash Metal Seite wurden hier eingearbeitet. Viel Rock n‘ Roll feeling mit einer rauen Brise bläst man zu Beginn dem Hörer um die Ohren. Vor allem die Vermengung von alten Thrash Metal Trademarks mit vielen neueren Sounduntermalungen macht es aus und das Ganze klingt unterm Strich sehr gut. „Lets Get Evil“ kracht nun mit einigen amtlichen Riffs und Breaks Salven aus den Boxen. Das Rock n‘ Roll feeling kommt hier um noch einiges mehr zum Tragen. Der Mitschunkel- und Partyfaktor wurde hier deutlich gehoben. Die Jungs strotzen nur so vor rotzfrechen Ideen und verarbeiten diese zu einem Soundgemisch das wie ein Jack Daniels pur die Kehle runter rinnt. Der Sänger hatte wohl seit seiner Geburt einige Flaschen verdrückt und das im Alleingang. Der Fronter röhrt rau und rotzig ins Mikro das es mir ein breites Grinsen zaubert. Solche Shouter sind einfach unglaublich und verleihen genau dieser Musik noch das Tüpfelchen auf dem I. Die Bandbreite die, die Formation hier ansprechen wird ist breit gefächert. So werden hier einige Metal Maniacs verschiedenster Stilrichtungen die Band für sich entdecken, da die Amis einiges zu bieten haben und zu keinem Zeitpunkt altbacken klingen. Modern, dann wieder Old Schoolig genau das versuchen viele Bands und nur wenigen Bands gelingt der Versuch. Eine Band bei denen man sagen kann „Mission granted“ sind Thorn Fetish. Bei „The Witching Hour“ wird ordentlich weiter gerockt was das Zeug hält. Zusätzlich wurde der Song noch mit einer ordentlichen Groove Breitseite verfeinert. Die tiefer und rotzig getrimmten Gitarren sind einfach göttlich und passen zu dem Song recht gut dazu. Fronter Dorian rotzt sich die Seele aus dem Leib und es bestätigt mich, dass der Bursche anstatt mit Muttermilch, mit der Whiskeysflasche aufgezogen wurde. Eine ordentliche brachiale Gewalt ist nun „Time To Die“ hier wird gebrettert was das Zeug hält. Nicht vergessen hat man einmal mehr auf die groove Elemente die in detailgenauer Arbeit eingearbeitet wurden. Man wechselt immer von bretternden Riffs und Breaks hinüber in die Groove Ecke. Herrliche Schunkel- und Bangernummer. Recht doomig und ruhig startet nun „Self-Destruction“. Man bleibt zwar eher im schleppenden Bereich, aber der Sound wurde dermaßen gut verfeinert das diese Nummer nicht langweilig wird. Vor allem die Gitarren haben einen ordentlichen modernen Touch bekommen und röhren sich durch komplette Stück, einfach unglaublich. Das Gaspedal wird nun bei „Legion“ wieder etwas mehr gedrückt. Man rotzt und röhrt wieder an allen Ecken fröhlich daher. Superbe Bangernummer bei der man ordentlich sein Haupt mitkreisen lassen kann. Deutlich grooviger geht es nun bei „Porno Music“ weiter. Etwas verzerrte Vocals lassen die Nummer sehr modern erscheinen. Man bewegt sich immer von doomigen Anleihen bis hin zu etwas flotteren doom Parts. Mit Hundegeknurre und Gejaule geht es auch schon über zu „Lycanthropy“. Eine flottere Bangernummer mit allen Trademarks die man bis jetzt verwendet hat. Sprich die Burschen gehen auch weiterhin rotzfrech zu Werke und ballern uns eine geile Bangernummer mit einigen ruhigeren, rotzenden Zwischenstopps um die Ohren. „No Rest For the Wicked“ ist kein wie man vom Titel her glauben könnte ein Ozzy Osbourne Cover, sondern ein eigenes Stück das mit viel Rock n‘ Roll feeling besticht. Herrliche Riffs und Breaks werden uns einmal mehr immer wieder serviert und verfeinert wurde das Ganze noch mit einer modernen Soundspritze die den Track farbenfroh und dennoch ausgewogen macht. Mit Gestöhne von Damen und einem gesprochenen Intro startet nun „March of the Saints“. Im Anschluss rotzt man wieder ordentlich das Haus, eine unglaubliche Rotz- bzw. Rohrkanone die hier der Shouter mit seinen Mannen auffährt, mit dennoch modernem Soundgewand. Ordentliches Rock n‘ Roll feeling kommt nun bei „The Hate“ auf. Mit etwas mehr Geschwindigkeit ausgestattet rockt man wieder gehörig. Bleibt einem nur zu sagen Fäuste zum Recken und das Genick zum Bangen vorbereiten, denn genau dieses Feeling versprüht der Song. Die Groove Schiene wird nun bei „Deja Voodoo“ eingeschlagen. Feine Mitschunkelrhythmen werden hier geboten, die immer wieder durch schnelle Songstrukturen unterbrochen werden. Ich höre sie schon keifen die Saubermänner und Fräulein der PMRC, wenn sie den Titel „The Devil’s Music“ lesen. Na da kümmern wir uns mal einen Kehricht darum. Geboten wird ein bretterndes Stück mit viel Geschwindigkeit, bestens um die verfilzten Haare auszuschütteln. Gute Bangnummer mit viel Feuer unterm Hintern. Das reguläre Outro nennt sich „Sinner’s Oath“, danach wird uns noch ein Remix von „Deja Voodoo“ geboten, das mit viel elektronischer Verzerrung angereichert wurde. Als Bonus absolut Klasse.

Fazit: Ich sitze mit offenem Mund da und starte das Album noch mal. Viel Party Feeling und gute Laune versprühen die Amerikaner. Hammergeiles Album das in keiner Sammlung fehlen darf. So bieten die Burschen sehr viel für Metal Fans quer durchs Metalgemüsebeet. Kaufen, hören, abtanzen und bangen bis zum physischen Zusammenbruch.

Tracklist:

01. Pissin‘ In the Holy Water
02. Lets Get Evil
03. The Witching Hour
04. Time To Die
05. Self-Destruction
06. Legion
07. Porno Music
08. Lycanthropy
09. No Rest For the Wicked
10. March of the Saints
11. The Hate
12. Deja Voodoo
13. The Devil’s Music
14. Sinner’s Oath
15. Veja Doodoo

Besetzung:

Dorian Grey (voc)
Pumpkin (bass)
Doc (drums)
Kaige (guit)

Internet:

Thorn Fetish @ MySpace

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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