Band: Tracedawn
Titel: Lizard Dusk
Label: Drakkar
VÖ: 2012
Genre: Melodic Death Metal

Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Für Mitte Februar, genauer gesagt am 17.Februar kündigen die Finnen Tracedawn ihren Hattrick an. „Lizard Dusk“, wird zur Freude aller Melodic Death Metaller in den Ladenregalen stehen. Antti Lappalainen vormals Sänger hat ja bekanntlich das Boot verlassen und seinen Part bzw. den Clean Part übernimmt fortan Axtschwinger Tuomas Yli-Jaskari. Während Amoral vom Death Metal in den melodischen Power Metal gedriftet sind, verdingt sich auf dem neuesten Album witziger Weise Niko Kalliojärvi als Sänger bei den finnischen Kameraden. Wer also damals schon Amoral unter dem Deckmantel des Death Metal mochte, wird mit dieser Verpflichtung sicher seine zusätzliche Freude haben.

Aggressiver und gleichzeitig melodischer als seine Vorgänger soll es sein, laut Auskunft der Band. Nun dieser Veränderung steht man als Fan doch sehr erfreut gegenüber. Es ist dann immer so eine Sache, großspurig oder nach allen Regeln der Kunst entsprechend. Somit war meine Person recht gespannt, wie wohl die Finnen die Fortsetzung bestreiten werden.

Eines ist Fakt, persönlich höre ich sehr stark einen modern arrangierten Faktor raus. Dass diese rhythmische Veränderung wesentlich gereifter klingt macht das Machwerk umso spitzfindiger. Auch der sehr dreckige Groovefaktor ist meiner Meinung nach ein Garant dafür dass man etwas facettenreicher klingt. Die Wechselparts der Vocals sind ungemein gut ausgefallen und erinnern mich eben aufgrund der Wechselthematik etwas an die Dänen Mercenary zu ihrer Debützeit. Einen weiteren Faktor sollte man auch nicht außeracht lassen. Nicht nur durch den gesteigerten Groove klingt man deutlich dreckiger, nein auch das Organ der Neuverpflichtung wirkt man wesentlich ungestümer und schroffer. Einzig kleinere Parts seitens der Keyboards klingen zu glatt poliert und erinnern mich eben zu stark an die Herrschaften von Children of Bodom. Hätte man nämlich nicht nötig, denn durch den sehr schroffen Klang klingt das Material deutlich besser, als durch die zwischendurch anstimmenden Keyboardeskapaden. Von den Songs her hat man fast durchgehend Hau drauf und Geh ab Tracks parat und solche nimmt der Moshpit bzw. Bangerfreund des Genres liebend gerne auf. Somit ist durchwegs wildes ausrasten an der Tagesordnung und man darf sich tollen Granaten erfreuen, die nicht minder ihre Wirkung verfehlen. Doch auch idyllischen Zwischenunterbrechungen ist man nicht abgeneigt und so schillern diese ruhenden Positionen kurz etwas im Vordergrund, bevor wieder die totale Abgehrhythmik das Ruder übernimmt

Fazit: An sich ein sehr schönes Machwerk das man sich schon antun kann. Sicherlich erfindet man nichts Neues und auch jener der für seinen Plattenteller aus diesem Genre was komplett Neues wünscht wird hier etwas fehl am Platz sein. All jene denen dies egal ist und sie weiterhin dem finnisch prägenden Melodic Death frönen wollen sind genau richtig. Lediglich die oftmals zu stark nervenden Keyboardpassagen sind das einzige Manko am Material. Ohne diese würde das Material gereifter und durchgreifender – überzeugender klingen.

Tracklist:

01. Arabian Nights 03:15
02. Breed Insane 03:52
03. Sick Fire 03:54
04. The Crawl 05:31
05. You’r Fired! 03:51
06. Machine 04:38
07. Nothing And Nowhere 04:49
08. Thanks For Asking, I’m Just Obsessed 04:32
09. Taught My Eyes To Lie 05:03

Besetzung:

Niko Kalliojärvi (voc)
Tuomas Yli-Jaskari (guit & voc)
Roni Seppänen (guit)
Pekko Heikkilä (bass)
Vili Itäpelto (keys)
Perttu Kurttila (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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