Band: Witherscape
Titel: The New Tomorrow (EP)
Label: Century Media
VÖ: 2014
Genre: Heavy Metal
Bewertung: ohne Wertung
Written by: Lex

2013 haben WITHERSCAPE (beziehungsweise das multiinstrumentale Duo Dan Swanö & Ragnar Widerberg) es mit “The Inheritance” geschafft, einiges an Staub aufzuwirbeln. Im deutschen RockHard wurde man zum Album des Monats gekürt, schafft auch nicht jeder. Jetzt wird als Überbrückung zum neuen Album diese EP nachgeschoben. Ja schon recht, den Staub gilt es in der Luft zu halten, wenn man ihn erstmal aufgewirbelt hat.

Als Opener fungiert als einziger wirklich neuer Track der Titelsong „The New Tomorrow“. Der bietet modern aufbereiteten, aber dennoch lupenrein traditionellen Heavy Metal mit einer kräftigen ACCEPT-Note in den Strophen. Eine gute Nummer, die von drei Coverversionen gefolgt wird.

Die sind clever ausgesucht: Warrior sind sicher nicht so bekannt, wie es ihnen gebühren würde, so dass Witherscape mit ihrer Version von „Defenders Of Creation“ wertvolle Kulturgutausgrabungsarbeit leisten. Bei KISS und JUDAS PRIEST hat man statt allgegenwärtigen Jahrhundertsmashern lieber weniger bekannten Nummern einen Witherscape-Anstrich verpasst. In allen drei Fällen geht die Rechung auf, was den Genuss der Tracks angeht: Ohne viel am Original zu ändern, klingen die drei Cover doch irgendwie nach Swanös Projekt und atmen gleichzeitig den Spiritus der wahren Erzeuger.

„Dead For Another Day“ ist so eine Art Erweiterung oder Reloaded Version von “Dead For A Day” vom ersten Album. „Dead for Another Day“ betont mit cleanen Gitarren und durchgehend cleanem Gesang den Balladencharakter des Songs. Das Weglassen der unnötigen Growls gefällt mir gut, aber durch die cleanen Gitarren verliert der Song auch seine Dynamik. Naja.

Wenn „The New Tomorrow“ richtungsweisend für das nächste Album sein soll, dann können wir von Witherscape in Bälde einen puren Heavy Metal-Longplayer erwarten. Denn bis auf einen einmaligen, eher unnötigen Grunzelpart im Titeltrack gab´s hier von Death Metal keine Spur. Lex J. Oven wäre da definitiv dabei. Swanö hat eine gute Heavy Metal Stimme und hat es nicht nötig, seine Songs mit Krümelmonsterbröseln zu bekleckern.

Gegen das Vorhaben könnte man allerdings einwenden, dass die Coverversionen stärker sind als das Eigenmaterial dieser EP.

Tracklist:

01. The New Tomorrow
02. Defenders Of Creation (Warrior – Cover)
03. A World Without Heroes (Kiss – Cover)
04. Out In The Cold (Judas Priest – Cover)
05. Dead For Another Day

Besetzung:

Dan Swanö (Vocals, Drums and Keyboards)
Ragnar Widerberg (Guitars and Bass)

Internet:

Witherscape Website

Witherscape @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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