cover artwork WRANG Verwording

Band: WRANG 🇳🇱
Titel: Verwording
Label: Dominance of Darkness
VÖ: 24/04/26
Genre: Black Metal

Tracklist

01. Stilstand
02. Entartete Kunst
03. Nachten In Wahlheim
04. Voor Ons De Zee
05. De Duivel Is De Ander
06. Bijtebauw

Besetzung

Galgenvot – Vocals, Guitars
Valr – Drums

Bewertung:

3/5

Die holländische Black Metal Entität WRANG kehrt mit einem neuen Album zurück. „Verwording“ führt die musikalische Reise der Band weiter – ein Full-Length, das Klangbild und Ansatz aus ihrer bisherigen Diskografie trägt, dabei neue Einflüsse und frische Ideen einbindet, ohne die klare musikalische Richtung zu verlieren.

Gelungener Opener mit Old-School-Ansatz

Die ersten Akkorde im Eröffnungssong „Stilstand“ machen einen guten Eindruck – versprechen ein starkes Album. Gutes Tempo, rasende Vocals, gut integrierte Rhythmussektion, alles in klassischem Black Metal Gewand. Anständig melodisch, mit Leadgitarre, die eine Tremolo-gepickte melodische Linie legt und die mild aggressive Instrumentierung sowie die verzweifelten, gequälten Vocals ergänzt. Die schnelleren, groovigeren Passagen funktionieren sehr gut im Song – eine Veränderung, die den Klang bereichert. Ein guter Opener.

WRANG stammen ursprünglich aus Utrecht, Niederlande, sind aber mittlerweile nach Kempele, Finnland gezogen. Dennoch singen sie auf Niederländisch und bewahren ihre Wurzeln im ursprünglichen Heimatland. Die Band wurde 2013 gegründet, die zwei Gründungsmitglieder sind bis heute dabei: Pascal ‚Galgenvot (Nevel, Sarastus, Weltschmerz, ex-Iron Harvest, ex-Soulecy, ex-Ten Onder, ex-Grafjammer (live)) an Vocals und Gitarren und Valr (bürgerlich David Schermann – auch von Bodyfarm, Weltschmerz, ex-Grafjammer, ex-Nocturnal Depression (live)) am Schlagzeug. Erfahrene Musiker mit breiter Beteiligung in Bands aus verschiedenen Extreme Metal Genres.

Eine schlichtere Klanglandschaft kommt in „Entartete Kunst“ – langsamer, mit dominierender Leadgitarre. Doch wie erwartet wird es komplexer. Dissonant, mit rasenden, zornerfüllten Shrieks und Schreien, frenetischem Schlagzeugspiel und Gitarren, die beeindruckend Tempo und Komplexität steigern – eine eindrucksvolle Demonstration von Technik. Eine stärkere Komposition mit Betonung auf Aggressivität – insgesamt ein beeindruckender Song und Höhepunkt des Albums.

Viking-Folk-Einflüsse als unerwartete Wendung

Eine epische, triumphale Atmosphäre kommt in „Nachten In Wahlheim“ mit Viking-Folk-melodischem Einfluss – eine unerwartete Wendung. Sehr melodisch, dennoch rasend, doch der nordisch-traditionelle musikalische Einfluss nimmt den Gesamtklang in eine andere Richtung als die bereits etablierte. „Voor Ons De Zee“ vermindert diese fremden Einflüsse und kehrt zu schlichterer, direkterer Black Metal Art zurück, mit anderem, sehr gutem Vocal-Ansatz – eine introspektivere Atmosphäre, traurig und schmerzerfüllt.

Die Produktion ist roh, gut – die Instrumente geraten auf bestimmten Passagen stark in den Hintergrund, mit einem Wechsel, der sie manchmal den Klang führen lässt, auf anderen Passagen im Mix verloren gehen lässt. Die zwei Konstanten im Klangbild von WRANG sind die angepissten Vocals und die melodische Leadgitarre – diese zwei Elemente sind ziemlich konstant präsent.

Das gute Tempo kehrt in „De Duivel Is De Ander“ zurück – wieder ein überzeugenderer Song mit besserer Attitüde. Immer noch emotionale Akzente einfangend, doch wieder rasende Drums zusammen mit verzweifelten Vocals schaffen bessere Atmosphäre. Im Refrain können die Viking Metal Einflüsse erneut gehört werden – mehr wie ein diskreter Akzent, der die melodische Linie beeinflusst, als ein klarer Schritt zum verwandten Genre. Und das wird kompensiert mit total dissonanten und disharmonischen Versen, die folgen – in einem Song, der sich näher an den Klang bewegt, der das Album eröffnet.

Der finale Song „Bijtebauw“ startet voll atmosphärisch – Vögel kreischen, eine Akustikgitarre webt ein melodisches Stück. Doch mit Bass, der sich dem Song anschließt, und schließlich den restlichen Instrumenten ist der volle Klang zurück – leicht aggressiv, mit Melodieebenen, die sich miteinander verweben. Die Klanglandschaft ist nur durch die dämonischen Schreie mit Black Metal verbunden – die restlichen Instrumente machen schöne Musik, melodisch und fast melancholisch. Ein Track, der eine andere Seite der Band zeigt – ein guter Song für den Album-Abschluss.

Vielfalt ohne Wiederholung

Am Ende ein Album, das weder sehr original ist noch etwas Neues erfindet. Mit gut gespielten Melodien, die auch verschiedene Genres durchqueren, zeigt es die breite stilistische Ausdrucksfähigkeit, zu der WRANG fähig sind. Mit variierten Kompositionen, ohne sich zu wiederholen, bringt „Verwording“ genug Vielfalt, um den Hörer involviert zu halten.

WRANG sind eine Band, die durch ihre Diskografie immer neue Wege fand, eine emotionale Seite durch melodische Passagen auszudrücken, gleichzeitig den aggressiven Ansatz beizubehalten und stets eine enge Verbindung zur Old-School Black Metal Stimmung zu bewahren.

Fazit: WRANG zeigen mit „Verwording“ stilistische Bandbreite – von rasend bis atmosphärisch, emotional fundiert mit melodischer Leadgitarre.

Internet

WRANG - Verwording

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