Death Alley, Mantar 29.10.2017 ppc, Graz

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Death Alley, Mantar, 29.10.17, PPC, Graz

Bands: Death Alley, Mantar Date: 29.10.2017 Venue: PPC, Graz

Der Sonntag ist das kleine Arschloch unter den Wochentagen, an denen Gigs stattfinden können – jederfrau und jedermann hat schon das große Arschloch, nämlich den Monag, wo gearbeitet werden muss, im Kopf und kaum Lust, einen draufzumachen. So waren das dann auch eher bescheidene äußere Umstände, unter denen ich den Hippierockern Death Alley und dem Berserker-Duo Mantar im Grazer PPC lauschte. Den eigentlichen Headlinern Kadavar konnte ich dann nicht mehr beiwohnen. Wie haben sich nun die genannten Bands am Sonntagabend geschlagen?

Death-Alley-Live-2017Um es vorwegzunehmen: wacker! Ich war bereits zur Öffnung der Pforten um 18.30 in der Location, aber die Herren Hippies von Death Alley ließen es gemächlich angehen; erst kurz nach 19 Uhr betraten sie die Stage und machten ihr Ding. Dieses Ding ist Hardrock der 1970er, den man so authentisch wie nur irgendmöglich wiederzubeleben versucht. Nun ist dieses Bier von Musikgenre nicht unbedingt meines – mir kommt das Musikverständnis solcher reinen Retro-Truppen so eng wie ihre Röhrenhosen vor. Aber die Burschen machten klar, und zwar vor allem in ausufernden Instrumentalpassagen, dass sie wissen, was sie tun, spielen können und gut aufeinander eingestimmt sind. Das sah auch das Publikum so und gab den Retro-Rockern einen warmen Empfang.

Nach deren Set war dann die Band, eigentlich die Zweierspitze angesagt, auf die ich mich wie ein kleines Kind freute – Mantar. Es gibt ein gar nicht so tolles Lied namens „Wir brauchen Bass!“ des Rappers Das Bo, das mal die Runde machte. Dass das Lied Schmarrn ist, Mantar-Live-2017beweist schon allein der Umstand, dass das Duo aus Bremen eben keinen Bass braucht. Gitarre, Drums, Gesang und aus. Das ist das Motto der beiden Berserker. Mit den genannten Waffen sind sie zu zweit ein professionelles Abrisskommando, welches grad jeden kleineren Club in etwa vierzig Minuten zu Bröseln drischt. So auch an diesem Abend. Der Lichtmann war nicht ganz bei der Sache, was Gitarrist/Sänger Hanno Klänhardt noch angepisster werden ließ – herzlichen Dank dafur an den Lichtmann, du hast damit erheblich zum Charme des Abend beigetragen! Auch Drumviech Erinç Sakarya war gut beisammen und drosch Betonsymphonien in die Location. Somit hätte mir Mantars Mischung aus Rotzrock, Extreme Metal und pathologischer Zerstörungswut nicht besser gefallen können.

Fazit: Beide Bands passten nicht wirklich zusammen; der 1970er-Rock von Death Alley weiß jedoch auch live durchaus zu überzeugen. Mantar sind Mantar sind Mantar und live einfach toll.

PS: Aufgrund meiner Erfahrungen hier empfehle ich jedem Club sich einen absoluten Vollspacken als Lichtboy zu besorgen!

>> BILDER << vom Konzert (by Dr.Peda)

dr.peda
dr.pedahttps://www.metalunderground.at
Heavy Metal am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

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