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Fejd – Storm

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Band: Fejd 
Titel: Nagelfar
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Folk, Folk Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Nordischen Medieval Folk haben sich die Herrschaften von Fejd auf den Banner geschrieben, selbigen zelebrieren die Jungs aus Lila Edet Schweden seit 2001. Patrik Rimmerfors (voc & willow pipes), Niklas Rimmerfors (voc, Keyed fiddler), Lennart Specht (guit), Thomas Antonsson (bass) und Esko Salow (drums) versprühen dabei soviel nordisches Flair das es für mehrere Bands reichen würde. Wer auf Skyforger und Co steht für den sind die Burschen genau das Richtige. Mit zwei Demos und einer Ep hatte man bereits für viel Aufsehen erregen können und unter dem Banner von Napalm Records hat man nun „Storm“ veröffentlicht.

Mit „Offerök“ wird gleich ein volles Programm gefahren und ohne elektrische Instrumente wird hier ordentlich und flott gewerkelt. Das nordische Flair kommt mit den mittelalterlichen Instrumenten bestens zum Einsatz und man macht einen sehr heroischen, wenn auch fröhlichen Eindruck. Da heißt es nur meine Damen und Herren schwingt das Tanzbein bis zum nächsten Morgengrauen. „Svanesang“ schließt sich dort an wo man mit dem Vorgänger aufgehört hat. Jedoch durch die Maultrommel und die rhythmische Ausrichtung serviert man uns viel Humpa Feeling. Zwar kommen viele Einsätze aus dem Folk Bereich zum Zuge und dennoch nervt einen das nicht. Man hat viel für die geneigte Zuhörerschaft parat und durch die recht Humpmäßige Ausrichtung liefert man für die Freizeitwikingerschaft genau das tägliche Brot. Recht flott und mit viel Pep hat man das alles Punktgenau auf einen Silberling gebracht und dabei achtet die Formation das man nicht beim einen Ohr rein geht und beim anderen raus. Die akustischen Gitarreneinsätze verleiten dem Ganzen noch ein gewisses orientalisches Flair. „Älvorna Dansar“ startet gleich mit einer vollen Breitseite des keltischen Flairs und auch einige Irish Folk Anleihen wurden hinzugefügt. Der weibliche Gesangsbeitrag macht hier sein übriges und lässt die Nummer dadurch sehr lieblich erscheinen. Erst ab einer Minute schließt sich der Kreis und der Fronter duelliert sich mit der Dame und die Rhythmik wird etwas flotter ausgerichtet, doch driften die Schweden immer wieder zurück zu den gestarteten Roots. Mit „Vid Jore Å“ versprüht man wieder soviel Humpa Feeling das man kaum ruhig sitzen kann. Hier heißt es wieder auf die Tische und tanzt bis die Bretter krachen. Auch etliche, nordischere bzw. heroischere Zwischenklänge hat man hier dezent eingeflochten die das Ganze etwas kompakter machen. „Egils Polska“ ist nun fast eine astreine mittelalterliche Weise. Viele Medieval Inkredenzien hat man zu einer sehr guten Polka hinzugefügt und man versprüht dabei soviel Flair das man kaum NEIN sagen kann. Der gleichnamige Titeltrack „Storm“ ist auch der längste und startet mit sanften Flötenmelodien und Windgeheul. Eine sehr schöne nordische Waise die einem runter rinnt wie ein guter Schluck Met hat man auf den Silberling gepackt. Erst nach und nach wird das Tempo erhöht bis man zum Ende hin eine recht temporeiche Ausrichtung gefunden hat und das alles ohne jeglichen elektronischen Instrumenteneinsatz. „Varg i Veum“ erschallt mit vielen keltischen, als auch irischen Trademarks und die zusätzlich sehr orchestral eingesetzten Streicherparts machen das Ganze recht farbenbunt und facettenreicher. Der Fronter weiß wie man mit dem Gesang dem Ganzen noch die Krone aufsetzt und verleiht den Nummern wie ein roter Faden das gewisse Etwas. Mit einer Keyboarderöffnung wartet man nun zu Beginn von „Äril“ auf. Der geneigte Humpa Fan kommt hier wieder, wenn auch etwas ruhiger zu seinen Kosten. Eine sehr anklagende bzw. leidende Folknummer hat man hier auf den Silberling gepackt. Mit einem Trommelwirbel eröffnend wird nun „Skuld“ nachgeschoben. Von Beginn an werden hier flotter Nägel mit Köppen gemacht. Eine sehr flotte Humpa Variante wird hier geboten zu der man ordentlich abshaken kann bis sämtlicher Schweiß alle Öffnungen verlässt. Sehr düster, wenn auch mit vielen fröhlicheren Violineinsätzen startet nun „Likfärd“. Die temporale Ausrichtung belässt man auch weites gehend bis zum Ende hin und das Ganze hat man ohne Vocals recht gut und kompakt eingezimmert. Mit Sicherheit etwas mehr für den besonnen Genuss, dafür bekommt man aber hier die Vollbedienung. „Bergakungen“ steht nun an vorletzter Stelle und von Beginn an wirkt das ganze äußerst theatralisch und heroisch eingesetzt. Erst nach und nach werden fröhlichere Trademarks ersichtlich, dafür gibt man ab etwa 2 Minuten wieder mehr Stoff und lädt zum Tanze. Als Abschluss gibt es noch das sehr stark melancholisch angehauchte Stück „Morgonstjärnan“. Den bereits erwähnten Roots bleibt man auch weiterhin treu und auch etliche heroische Linien wurden zusammen mit dem melancholischen Feeling bestens vereint und runden ein sehr gutes Album ab.

Fazit: Freunde von Skyforger und Konsorten bekommen hier die volle Breitseite und die Freizeitwikingerschaft kann hier blind zugreifen. Wer auf Medival einen feuchten Kehricht gibt, der sollte auch um dieses Album einen großen Bogen machen. Für meinen Teil macht das Album einen sehr guten Eindruck und darf zu keiner Kriegerschaftsparty fehlen und wird wohl auch bei solchen bis in die frühen Morgenstunden durch- bzw. heißlaufen.

Tracklist:

01. Offerök 05:39
02. Svanesang 04:23
03. Älvorna Dansar 05:25
04. Vid Jore Å 05:31
05. Egils Polska 02:57
06. Storm 06:59
07. Varg i Veum 04:30
08. Äril 04:57
09. Skuld 06:04
10. Likfärd 03:51
11. Bergakungen 04:48
12. Morgonstjärnan 04:48

Besetzung:

Patrik Rimmerfors (voc, bouzouki, swedish bagpipe, jew’s harp, hurdy-gurdie, cow antler, willow-pipe)
Niklas Rimmerfors (moraharpa & voc)
Lennart Specht (keys & guit)
Thomas Antonsson (bass)
Esko Salow (drums)

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Crimfall – As the Path Unfolds…

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Band: Crimfall
Titel: As the Path Unfolds…
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Symphonic Power/Viking/Folk Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Der Beginn des Jahres 2009 wurde wieder von vielen Pagan Bands genützt um ihr Material an die männlichen und weiblichen Freizeitkriegerschaft zu bringen. Eine weitere Band aus dieser Riege sind die Herrschaften von Crimfall. Der Hauptstandort dieser Truppe ist Uusimaa Finnland und eigentlich arbeitet man als Trio. Dennoch Jakke Viitala (guit & orchestra), Mikko Häkkinen (voc) und Helena Haaparanta (voc) können nicht alles alleine machen und so haben sich die Herrschaften mit Janne Jukarainen (drums), Henri Sorvali (bass), Maija Arvaja (violin), Esa Korja (cello) und Terri Kunnaskari (accordion) verstärkt um ihr erstes Album „As the Path Unfolds…“ einzugießen. Epic Folk Metal nennen die Finnen ihre Mixtur, na denn frisch ans Werk und genauer zugehört.

Recht düster beginnt das Ganze Machwerk bei „Neothera Awakening“ mit viel Geknarrze. Danach wird erst mal epischer Filmsound a la Herr der Ringe geboten. Somit wurde zu Beginn des Machwerks ein längeres, bombastisches Intro gesetzt. Sehr flott mit vielen melodischen, als auch symphonischen Rhythmen geht es nun bei „The Crown of Treason“ weiter. Ob die die Duettgesänge in Form von lieblichen, fasst schon Sopranogesänge mit Kreischshouts nun was Neues sind kann jeder mit sich selbst ausmachen. Dennoch die Unkenrufen die durchs Netz gegangen sind möchte ich an dieser Stelle entkräften, denn das Material klingt sicher nicht Neu, dennoch weis es durch gewisse Sachen zu glänzen. Viel Humpa wurde auch hier drauf gepackt und wer Gedudel hasst, der wird bereits beim zweiten Track das weite Suchen. Geschmäcker sind doch verschieden, doch eingefleischte Pagan/Folk Metaller werden hier vollends bedient. Die Jagdsaison kann nun mit „Wildfire Season“ weiter gehen. Viel finnische Folklore wird zu Beginn geboten und auch deutlich mehr Humpa Sound dröhnt hier aus den Boxen. Man bleibt auch weiterhin auf dem eingeschlagenen Weg, wenn man auch etwas mehr metallischer nach einigen Sekunden daher kommt. Die weiblichen Singvögel werden nun eher durch den kreischenden männlichen Beitrag dominiert. Auch der gewisse Anteil am Bobmastsound darf nicht fehlen und wird ein weiteres Mal eingesetzt um die Nummer zu komplettieren. Genug Folklore, denn bei „Where Waning Winds Lead“ hat der Bombastsound wieder die Oberhand gewonnen. Weiters schippert die Formation eher in lieblicheren Gefilden und wird nur durch schnellere Ausbrecher abgelöst. Vor allem hier grunzt und kreischt der gute Jakke sehr dreckig und fies ins Mikro. Ein sehr ruhiges Zwischenintro wird nun mit „Sun Orphaned“ geboten. Dennoch der nordische Sound klingt hier etwas orientalischer und erinnert ein wenig an Filmtracks von Königreich der Himmel. Nahtlos geht es nun über zu „Ascension Pyre“ und vorangegangenes Klischee wird weiterhin beibehalten. Wenn man auch hier den orientalischen Sound etwas mehr in den Vordergrund rückt. Danach gibt die Truppe aber das erste mal so richtig schön Stoff und viele Death als auch Black Metal Trademarks gewinnen immer mehr die Oberhand. Doch vollständig können diese Sachen nicht gewinnen und werden immer wieder durch liebliche Unterbrechungen abgewechselt, wo auch ein weiteres mal der Filmsound eingesetzt wird. Etwas schleppender und monumentaler ist nun der Beginn von „Shadow Hearth“. Der Opernsound der hier zum Einsatz kommt, schallt recht fett arrangiert aus den Lautsprechern und lässt viel Fantasie zu. Erinnert zwar an viele Skandinavische Szenekollegen, macht aber nichts, denn das Rad wollen diese Herrschaften sicher nicht neu erfinden. Durch ihre Variation brauchen sich aber die Finnen beileibe nicht verstecken. Wer hier von Abklatsch oder so spricht dem kann man auch nicht helfen, denn diese Truppe versucht zumindest einiges in Szene zu setzen was auch gelingt. Recht Düster und schaurig ist nun die Einleitung von „Non Serviam“, welche mit viel Schlachtenflair überzeugt. Im Anschluss knallen uns Crimfall ein weiteres brachialeres Stück vor den Latz, welches wieder mit gewohnten abwechselnden Gesängen sich in den Gehörgang bohrt. Nach diesem flotten Vorgänger geht man es nun bei
„Aubade“ ruhiger an. Sanfte folkloristische Klänge werden von Streicher als auch Chelloarrangements verstärkt und lässt wieder etwas mehr Spielraum für den besonnen Genuss. Humpa Metal as it’s best wird nun an vorletzter Stelle bei „Hundred Shores Distant“ geboten. Als richtigen Hüpf Metal könnte man diesen Track bezeichnen, ja wenn nicht immer wieder die dreckigen, rauen Ausbrecher wären. So wechselt man immer wieder und klingt dadurch sehr farbenbunt. Zu guter letzt gibt es noch „Novembré“ was man wohl als instrumentales Outro ansehen muss. Sanfte akustische Klänge leiten zum Ende über.

Fazit: Neu erfinden wird man das Rad sicher nicht, dennoch macht das Material der Truppe keine schlechte Figur. Man kann auch diese Formation nicht als schlappe Kopie bzw. Nachahmer abtun. Dennoch empfehle ich das Album nur für Die Hard Folk Metal Fans alle anderen Genre Fans kommen auch ohne dieses Album aus.

Tracklist:

01. Neothera Awakening 02:55
02. The Crown of Treason 05:01
03. Wildfire Season 05:24
04. Where Waning Winds Lead 04:27
05. Sun Orphaned 02:04
06. Ascension Pyre 04:06
07. Shadow Hearth 04:55
08. Non Serviam 05:01
09. Aubade 03:41
10. Hundred Shores Distant 05:58
11. Novembré 03:15

Besetzung:

Akke Viitala (guit & orchestra)
Mikko Häkkinen (voc)
Helena Haaparanta (voc)

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Savage Blade – We are the Hammer

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Band: Savage Blade
Titel: We Are The Hammer
Label: Pure Steel Records
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Bandgeschichte der aus British Columbia stammenden Kanadier Savage Blade ist eine noch recht junge. Erst seit 2008 sind die Jungs am gemeinsamen arbeiten und schon hat man auch einen Deal an Land gezogen. Bei Pure Steel Records hat man angeheuert und unter diesem Label wird „We are the Hammer“ veröffentlicht. Der Name ist hier bereits Programm, denn es sind die Freunde des 80er Heavy Metal gefragt. Auch wenn man aus Kanada kommt heißt das noch lange nicht dass man etwa mehr eindeutig amerikanisch klingt. Nein eine gute und breite Facette aus amerikanischen, als auch europäischen Heavy Metal Wurzeln finden sich in den Songs von Nikko Forsberg (voc), Eric Hoodicoff (guit, drums & bass) und Christopher Rand (bass, guit & keys). Die Riege der neoklassischen Metal Fromationen haben einen neuen Konkurrenten bekommen und alle Fans von Retroklängen sollten sich schon mal ordentlich fest schnallen.

Das Titelstück des Albums „We are the Hammer“ hat man als Opener eingesetzt und schon rattert die Maschinerie im vollen Gange und es gibt kein Halten für die Canadian Metal Freaks. Sehr britisch kommen hier die Klänge aus den Boxen, doch auch kurze, kleinere Wegweiser in den amerikanischen Sektor wurden hier glanzvoll eingesetzt. Die ausgewogene Mischung wurde dabei mit einer satten Produktion versehen und dennoch behält man es sich vor sehr authentisch im 80er Style durchzustarten. Das Tempo ist gut geeignet fürs Bangen, doch auch etliche längere Breaks wurden verarbeitet und hier bietet man noch einen Zusatz in Form einer etwas längeren, hymnischen Unterbrechung, die man gekonnt von sägenden, Melodieriffs und Solis ablöst. Schön true metallisch geht es mit stampfenden Tempo bei „Night of the Blade“ voran. Das Tempo wurde sehr stark gedrosselt und schon befindet man sich eher im ruhigen Eck, doch mit kurzen kantigen Ausreißern wird ständig abgelöst und diese machen viel Dampf zur doch eher ruhigeren Richtung die man hier eingeschlagen hat. Mit einem ordentlichen, rotzigen Bretterriff wird nun „Merlin“ eingeläutet und binnen Zehntelsekunden schöpfen die Herrschaften wieder aus den Vollen und rattern im druckvollen Stil daher. Dennoch lässt man sich zu kurzen Melodiehalten überreden, bevor man wieder eine erneute Bretterseite liefert. Guter grooviger Track der uns hier geboten wird. Auch der Zahn der Zeit wird nicht zu extrem zurück gedreht und dadurch klingt man nicht zu altbacken und das macht die Musik dieser Jungs aus, zwar hält man an traditionellen Dingen fest, doch auch ein gewisses Maß an modernen Messerspitzen hievt den 80er Stahl in die heutige Zeit. Beim folgenden „Willow Run“ wird erneut die Bremse gedrückt und die Kanadier servieren uns erneut hymnische Klänge mit einem sanfteren Charakter. Dennoch dass man es hier ruhiger anpackt, versucht man etwas mehr Tempo zuzulegen und das macht man zwar dezent aber merklich. Guter langsamerer Midtempotrack, welcher mit vielen satten Melodielinien gespickt wurde. Stampfend und rotzrockend steuert man nun mit „(In) The Eye of the Storm“ rockige Gefilde an. Recht fröhlich und frech kommen hier die Klänge aus den Boxen, doch bereits nach dieser etwas längeren Einleitung gibt es abermals eine besonnene Weiterführung. Kurze Ausreißer werden ständig eingesetzt, man bleibt aber der Genussschiene treu und auch viel Melodie kommt auch hier zum Einsatz. Trotz all dieser Elemente und der kurzen Ausreißer klingt die Nummer sehr melancholisch. Pünktlich gibt es wieder was zum Abshaken und Bangen gleichermaßen und dies beschert man uns mit dem fröhlichen Tempokracher „Stallions of the Highway“, welcher mit Zick Rockallüren angereichert wurde. Zu diesem sehr rotzfrechen Song kann man gut abgehen und der Partyfaktor schnellt binnen Sekunden steil nach oben. Mit ohrenbetäubendem Motorengeheul wird nun „Silver Ghost“ nachgeschoben. Die Geschwindigkeit wurde merklich gesteigert, doch vom Grundgedanken ist man dem Vorgänger etwas treu geblieben, wenn man auch nicht so fröhlich klingt wie bei diesem. Dunkle Elemente und melancholisches Feeling hat man gekonnt in einem temporeichen Soundkleid eingewoben. Mit einer guten Brettereinleitung seitens der Gitarrenfraktion, welche gefolgt von einer stampfenden Rhythmusfraktion schiebt man uns „Crowfoot“ in den Rachen. Sehr hymnisch und deutlich nordischer ist dieser Track ausgefallen und Savage Blade liebäugeln auch weiterhin in Richtung Skandinavien. Das besondere etwas sind aber die öfters einsetzenden Doomrhythmen die hier als sehr guter Zusatz dienen. Auch das folgende „Magic of the Night“ ist ebenfalls sehr doomig ausgefallen, wenn auch von einer etwas deutlich gesteigerten Rhythmusfraktion. Nach und nach verabschiedet man sich vom doomigen Gewässer, wenngleich man auch stark in dieses zurück blickt. Guter salopper Midtempotrack mit doomigen, als auch melodischen Gitarrenfragmenten gleichermaßen. Erneut wird es bei „The Eagle is Stranded“ sehr ruhig und man kann sich erst einmal wieder getrost von den melodisch schallenden Klängen verwöhnen lassen. Dieses Stück ist fast gänzlich als Instrumental eingespielt und erst nach einem satten Melodieriff setzt Gesang ein. Ab diesem Zeitpunkt knallt man uns aber eine satte Bangerthematik um die Ohren die es gewaltig in sich hat. Mit akustischem Gitarrenspiel wird das Album mit „Opus of Fire“ abgerundet, was mir einen leichten Schmunzler beschert, denn dieser Song erinnert mich stark an olle Kamellen meines alten Herren. Simon & Garfunkel lassen heftigst Grüßen. Wie auch immer es ist eine gute, wenn auch ruhigere Beendigung des Albums und damit zeigen uns die Musikanten dass sie es locker verstehen klangliche Experimente abzuliefern.

Fazit: Bis auf den letzten Song reinrassiger Heavy Metal im 80er Style. Viele Einflüsse hat man satt und ausgewogen in das Material gepackt und das macht von Beginn bis zum Ende viel Laune.

Tracklist:

01. We are the Hammer 4:40
02. Night of the Blade 4:51
03. Merlin 4:23
04. Willow Run 6:26
05. (In) The Eye of the Storm 5:39
06. Stallions of the Highway 4:05
07. Silver Ghost 3:03
08. Crowfoot 4:13
09. Magic of the Night 7:45
10. The Eagle is Stranded 5:14
11. Opus of Fire 2:39

Besetzung:

Nikko Forsberg (voc)
Eric Hoodicoff (guit, drums & bass)
Christopher Rand (bass, guit & keys)

Internet:

Savage Blade Website

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Lords of the Trident – Death or Sandwich

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Band: Lords Of The Trident
Titel: Death or Sandwich
Label: Junko Johnson Records
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Lords of the Trident ist eine Zusammenhäufung von amerikanischen, traditionellen Heavy Metal Anhängern, welche sich 2008 zusammengefunden haben um gemeinsame Sache zu machen. Mit „Death or Sandwich“ überließen sie uns ihr Debütwerk zur Rezension und selbiges will naütrlich gehört werden. Vorneweg kann man schon verraten das hier eindeutig eher die True Fraktion gefragt ist, da Fang VonKillenstein (voc), Asian Metal (guit), Killius Maximus (guit), Pontifex Mortis (bass) und Korgoth (drums) einen feuchten Kehricht auf moderne Einflüsse geben.

Dem Titel entsprechend wird „The Robot’s Revenge“ angestimmt. Weiter geht es in dem Stück sehr True lastig zu. Traditionelle Kost die immer wieder durch King Diamond lastige Shouts sehr gut erweitert wird. Auch bei diesem Stück wird ein auf und ab der Stimmlage vom Fronter geboten. Diese Akrobatik vereint sich sehr gut mit dem hymnisch – melodischen Klang der hier im Vordergrund steht.

Die Mischform des Rhythmus ist wie beim Vorgänger auch beim nun folgenden „The Virgin Vault“ beibehalten worden. Dennoch wird der melodische Status merklich nach hinten gerückt, dafür rockt das Stück umso mehr im rauen Klangmuster. Sägende Riffs ebnen sich hier sehr gelungen den Weg und werden durch etliche Chorshouts hymnischer unterbrochen. Die hohen Shouts des Fronters stehen hier vermehrter, dem grundsolideren Gesang gegenüber, dennoch beweist der dass er in hohen Tonlagen ebenfalls sehr kräftig zu überzeugen vermag.

Sehr rockig wird auch „Heart in the Fire“ eröffnet. Den Rhythmus behält man bei und gerade deswegen wirkt der Song, auch seitens des Gesangs etwas sanfter. Obwohl man nämlich flotter zur Hand geht wirkt das Stück etwas verträumter und beschwichtigender.

Komplett in die hymnische Richtung geht es mit „Cliffs of Desolation“ weiter. Deutlich herzhafter und kräftiger wird hier in die Saiten gegriffen. Durch die Bank galoppiert man sehr zahnig dahin und lädt zu einer erneuten Bangerhymne ein. Die Jungs haben ein gutes Händchen, denn obwohl viele pathetische Chöre angestimmt werden klingt das Ganze nicht abgelutscht oder kitschig.

Mit mehr Melodie ist nun „Alone in Cole Hall“ ausgestattet worden. Satte Solis schallen hier im Vordergrund und dominieren das Geschehen. Auch vom Tempo her hat man einige Rastereinstellungen zurück genommen. Vielmehr rockt man hier im stampfenden, kraftstrotzenden Bereich das Geschehen. Zwar wird oftmals flotter ausgebrochen, doch schon bremst man das Ganze wieder vehement ab.

Mehr wie eine gesunde NWOBHM Mischung klingt nun „The Road“. Sehr gute Mischform aus dem britischen Metal Element und knackigen, amerikanischen Rockeinflüssen. Diese beiden hat man sehr adrett zu einem stattlichen Soundkleid zusammengefügt und mit dem kann man sehr gute Akzente setzen.

Etwas rauer und ungeschliffener kommt nun „The Barbarian Horde“ daher. Das Tempo ist eher eine flottere Midtempo Ausrichtung, dennoch vermag man durchaus für viel Wind zu sorgen. Auch hymnische Einlagen sind wieder hinzu geflossen. Diese sind zu Beginn aber vermehrt nur im Refrainteil raus zu hören und erst ab gut der Mitte drängen sie schlussendlich dominanter in den Vordergrund.

Schroff und zackiger setzt man nun mit „Terminated“ nach. Rockig einerseits, aber deutlich rotziger. Auch die Gitarrenarbeit kommt hier verzerrter und ungeschliffener rüber. Den Rest erledigen hymnisch – spaßige Chöre die viel Partystimmung aufkommen lassen.

„Evil Heights“ wird mit einem Geheul eröffnet. Weiter wird sehr druckvoll mit melodischen Riffs und Breaks gezockt. Obwohl die Gitarren sehr rau rüber kommen wirkt das Stück dennoch sehr melodisch. Vor allem legt Axtfraktion immer wieder einen drauf und rotz mit etlichen Riffs der härteren Gangart.

Mit beherzteren Power Metal Rhythmen geigt man nun bei „Rapeshore“ auf. Ein deutlich, amerikanischer Einschlag bestimmt hier das Geschehen. Mit einem guten Tempo überschreitet man locker die Midtempomarke und steuert etwas zahnigere Gefilde an. Dennoch bremst man immer wieder stärker ab.

Um Ecken rockiger hat man an die vorletzte Stelle „Heart of the Lion“ gesetzt. Zu Beginn soliert sich die Axtfraktion ordentlich einen Ast ab. Weiter wird aber ein kerniger, fast schon erdiger Rockrhythmus geboten. Kleinere Melodieeinlagen unterbrechen dies, werden aber sogleich wieder von kräftigen Rockrhythmen in die Ecke gedrängt.

Mit startenden Motoren wird nun der letzte Song „Street Lights“ begonnen. Flotte, kernige Rhythmen setzt man uns noch einmal zum Fraße vor. Auch hier kommt vermerkt der amerikanische Faktor dominanter zum Vorschein. Die leicht hymnisch angehauchten Beimischungen ergänzen sich sehr gut zum restlichen Bretterrhythmus der deutlich den Ton angibt. Als Komplettierung bietet man an und ab kurze besonnene Einschläge, diese währen nicht lange und so geht es im bereits gestarteten Klang weiter.

Fazit: Gelungenes Album das Power als auch US Metal Fans durchaus interessieren wird. Leichte Melodien und hymnische Pfade ergänzen die Songs mal mehr, mal weniger sehr gut.

Tracklist:

01. The Robot’s Revenge 05:09
02. The Virgin Vault 04:55
03. Heart in the Fire 04:31
04. Cliffs of Desolation 05:08
05. Alone in Cole Hall 04:49
06. The Road 05:05
07. The Barbarian Horde 05:56
08. Terminated 04:57
09. Rapeshore 04:04
10. Evil Heights 05:17
11. Heart of the Lion 05:37
12. Street Lights 06:03

Besetzung:

Fang Von Killenstein (voc)
Asian Metal (guit)
Killius Maximus (guit)
Pontifex Mortis (bass)
Korgoth (drums)

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Astra – From Within

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Band: Astra
Titel: From Within
Label: Lion Music
VÖ: 2009
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Für alle Progressive Metal Liebhaber haben Lion Music einiges in den kommenden Monaten zu bieten. Den Anfang macht die italienische Truppe Astra, welche sich zwar 2001 gegründet haben, aber erst 2007 ihr Debüt mit „About Me: Through Life And Beyond“ gefeiert haben. Nach zweijähriger Schaffensphase hat man nun den Nachfolger „From Within“ in trockene Tücher geholt. Selbiger Output wurde im Line Up Titta Tani (voc), Andrea Casali (bass), Emanuele Casali (keys), Silvio D’onorio De Meo (guit) und Filippo Berlini (drums) eingespielt und in den will ich mich heute genauer reinhören. Wie beschreibt man nun das Material der Italiener? Ganz einfach, eine solide Mischung aus Symphony X, Vanden Plas, frühe Dream Theater hinüber zu Queen mit einem ordentlichen Touch des AOR Sounds.

Track Nummero Uno heißt „Over The Hills“ und bei selbigem werden gleich alle Geschütze des progressiven Sound aufgefahren. Man tritt hier ordentlich das Gaspedal und hat dadurch einen sehr flotten Opener geschaffen. Doch auch einige sanftere Ausrichtungen kommen zum Zuge, hier vor allem besticht der Fronter mit einer sehr melancholischen Gesangsarbeit. Bei den flotteren Parts wechselt er hinüber in eine sehr raue und auch härtere Sangeskunst. Auch beim Folgetrack „Promises You Made“ wird ordentlich das Tempo erhöht und man schippert hier eher in die Melodic Metal Richtung, vor allem dort erinnert man sehr stark an Symphony X und Konsorten. Vom Gesang begibt sich der Frontmann eher in eine klare, wenn auch sehr ausdrucksstarke Richtung. Genau hier hat er seine größten Stärken und besticht mit ordentlichem Timing und diesen Fronter sollte man sich warm halten, denn er nimmt es locker mit vielen Szene Kollegen auf. Eine traditionellere Rockrichtung wird nun bei „Memories Remain“ eingeschlagen. Erdige Rockriffgewitter geben sich hier immer wieder die Hand mit bretternder Gitarrenarbeiten. Hier kommt eine gehörige Brise Queen zum Zuge, vor allem im Gesangsbereich wird dies immer deutlicher. So könnte man hier sagen es handle sich um eine flottere, modernere Variante der Szeneikonen. Doch auch einige andere Elemente finden hier Verwendung und vor allem der sehr erdige, tiefer getrimmte Gitarrensound bekommt immer mehr die Oberhand über das Geschehen. Nach dem sehr flotten Tripple Pack beschert man uns nun bei „The Rage Behind“ ein sehr ruhiges, beschauliches Stück. Diese recht sanfte Ballade besticht mit guter akustischer Gitarrenarbeit, welche mit einigen klassischen Klavierarbeiten unterstützt wird. Doch das Ganze ist nur von kurzer Dauer und bereits nach 01:25 Minuten geht es schon hinüber zu „Save Another Day“. Beginnt das Ganze noch recht flott und mit vielen progressiven Strukturen, reißt man das Ruder nach einigen Sekunden rüber und steuert sanfte Gefilde an, doch auch hier verweilt man nicht lange und liefert immer wieder solche Wechsel ab, jedoch im flotteren Bereich rockt man im traditionelleren Bereich. Der progressive Anteil wird hier durch den Tastenmann geliefert, der seine Hardware vollends ausreizt und dennoch eine ausgewogene Ergänzung geschaffen hat. Zackiger und mit viel Piff bläst nun in einem atemberaubenden Tempo „Hypocrisy“ aus den Boxen. Eine sehr raue, als auch erdige Nummer mit vielen bombastischen Ausbrechern. Zwar verwendet man hier keine orchestralen Arrangements, muss man auch nicht, denn der Keyboarder schafft es locker mit seinen Tasten diesen Spagat zu schließen. Im Großen und Ganzen wird aber hier ordentlich erdig gerockt und man hat eine weitere flotte Nummer geschaffen, welche sich unvermindert in den Gehörgang bohrt. Normalerweise ist es mit Progressive Metal Bands immer so eine Sache, viele Fans werden nicht richtig warm mit dem Material, doch diese italienische Szenekollegen schließen den Kreis und dürften durch leichter verdaulichere Kost viele Fans überzeugen. Etwas bombastischer ist nun die Eröffnung von „Road To Nowhere“, welche durch ein klassisches Klavierintermezzo überzeugt. Doch lange verweilt man nicht in dieser Ecke und driftet hin und her zwischen erdigen Rockgefilden und Synthyrockstrukturen. Genau diese Wechsel machen diesen Song recht interessant und vielschichtig. Hier wird viel geboten und trotz dem größeren Progressiven Soundstempel sollte man sich hier nicht abschrecken lassen, auch hier wissen die Jungs wie man dem Zuhörer leicht verdaulichere Kost kredenzt. Ein weiteres Mal eine wenig an Queen wird man nun bei „Simple Mind“ erinnert. Nicht nur wegen des recht lustigen Intros, nein durchwegs wurden einige Wegweiser gesetzt. Doch kann man hier nicht von Nacheiferern sprechen. Eher im Gegenteil diese Burschen haben ein sehr gutes Händchen wie man Tradition mit modernem Sound verbindet. Recht zackig und mit einem atemberaubenden Tempo wird nun bei „The Hitman“ weiter gewerkelt. Hier wird munter gerockt was das Zeug hält. So kommen viele Inkredenzien in den Topf, von Power – Melodic bis in zu Progressive kommt alles zum Zuge und alle Zutaten wurden kompakt auf einen Silberling gebannt. Abschließend schiebt man noch das sehr balladeske Stück „Never Say Goodbye“ nach. Hier kommen viele Parallelen zum Zuge die mich ein weiteres Mal an die guten alten Queen Tage erinnern. Auch vom gesanglichen her frönt Titta dem leider viel zu früh verstorbenen Freddy Mercury. So kann man hier locker von einer tief verneigenden Homage an die Rockgötter sprechen.

Fazit: Leichter verdauliche Progressive Metal Kost, mit der auch viele Fans was anfangen könnten die bis dato eher eine Abscheu gegen diese Richtung gehabt haben.

Tracklist:

01. Over the Hills 05:18
02. Promises You Made 04:07
03. Memories Remain 05:30
04. The Rage Behind 01:25
05. Save Another Day 05:04
06. Hypocrisy 07:13
07. Road to Nowhere 05:28
08. Simple Mind 05:50
09. The Hitman 06:26
10. Never Say Goodbye 05:04

Besetzung:

Filippo Berlini (drums)
Emanuele Casali (guit, keys & voc)
Silvio D’onorio De Meo (guit)
Titta Tani (voc)
Andrea Casali (voc & bass)

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After All – Cult Of Sin

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Band: After All
Titel: Cult Of Sin
Label: Dockyard 1
VÖ: 2009
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by Robert

Wer Speed/Thrash Metal der besonderen Art steht, der sollte den 23.03.09 dick und rot im Kalender anstreichen, denn After All sind hier mit „Cult of Sin“ zurück. Gut verschwunden waren sie nie, dennoch hat es drei Jahre gedauert bis man den siebten Streich eingezimmert hat. Die Belgier haben dabei auf eine gute Mischung aus kristallklaren, aber aggressiven Sound geachtet und das kann sich mehr als sehen lassen. Piet Focroul (voc), Dries Van Damme (guit), Christophe Depree (guit), Erwin Casier (bass) und Kevin Strubbe (drums) reihen sich dadurch nahtlos in die Riege der Metal Bands ein, die mittlerweile immer stärker aus Belgien drängen.

Mit einem sehr amerikanisch lastigen Intro wird der Silberling eröffnet. Selbiges nennt sich „Another False Prophecy“. Das Sprachintro wird hier durch sanftere wenn auch tolle und ruhige Gitarrenklänge begleitet. Auch beim gleich druckvollen Nachfolger „My Own Sacrifice“ merkt man den leichten Blick in Richtung Amerika. Dennoch auch einige traditionellere Trademarks deutschen Speed/Thrash hört man deutlicher raus. So erinnern mich manche Passage an unseren guten alten Freund Charly Steinhauer und seine Paradox Jungs. Um Ecken schneller galoppiert nun „Scars Of My Actions“ daher. Deutlich rauer wird hier gewerkelt. Schnelle treibende Beats sind auch hier das Erfolgsrezept. Weiters gibt es einige melodischere Riffs als Zugabe und die sind nicht von schlechten Eltern. Dieser Track ist etwas aufwühlender und für jene gedacht die im Pit ordentlich umwüten wollen. Sicher hat man viel Old School Feeling für sich gepachtet, dennoch altbacken klingt das Material der Belgier beiweiten nicht. Eher im Gegenteil man verbindet sehr schöne alte Traditionen im Metal und verfeinert diese mit klitzekleinen moderneren Arrangements. Deutlich thrashiger dröhnt nun „Betrayed By The Gods“ aus den Boxen. Schöne flottere, doomigere Gitarrenriffs läuten diese Granate ein. Doch das flotte Tempo behält man nicht weiter und so driftet dieser Song in die stampfende, groovende Richtung. Dadurch kann man wirklich von einer Hymne sprechen, denn genau das versprechen uns hier die Maneken und verfeinern diese Nummer mit einigen melancholischeren Parts. Durch selbige wirkt das Ganze etwas farbenbunter und breit gefächert. Bei den kürzeren Stopps serviert uns die Seitenfraktion einige leckere Solis auf dem Silbertablett. Wie ein Blitzschlag erschallt nun „Devastation Done“. Mit viel Speed unterm Hintern wütet die Formation ordentlich um. Auch die aufwühlenden Trademarks haben wieder Verwendung gefunden, welche nur durch kürzere klare Solis abgelöst werden. Wie ein genaues Uhrwerk wird immer wieder gewechselt und bescheinigt das Potential der Truppe. Wie eine Maschinengewehrsalve geht es nun bei „End Of Your World“ weiter. Zwar wird nach einigen Minuten der Griff etwas gelockert, aber die sägende Gitarrenfraktion beschert dem geneigten Fan Momente zum ordentlichen Bangen. Nun ist es wieder mal Zeit zum Ausrasten, nun ja keine Angst es ist keine Ballade, auch wenn man den Fuß merklich vom Pedal genommen hat. Hier bekommt die Fanschar viel groovende Musik geboten und durch die stampfende Ausrichtung kann man hier bestens Abtanzen und auch seine Rübe besonnener schütteln. Ein kurzes, ruhiges Zwischenintro wird durch „Doomsday Elegy (2012)“ geboten bei dem akustische Gitarrenarbeit das Geschehen dominiert. Fast your seat belts please, denn bei „Embracing Eternity“ wird nach dieser kurzen Pause wieder ordentlich gebrettert was das Zeug hält. Die Rob Halford lastigen Screams kommen als Abwechslung recht gut rüber und lassen das Ganze etwas Power Metal lastiger klingen, wenn auch von der härteren Art. Sehr beschaulich eröffnet die Truppe nun „Hollow State“. Erst nach und nach nimmt die Dampflok an Fahrt zu, doch schlussendlich beschert man uns wieder tolles speediges, thrashiges Kraftfutter, welches nur mit kurzen Breaks auskommt. Vor allem das Reibeisenorgan des Fronters kommt hier sehr gut zur Geltung. Ein Brüllknabe ist er dennoch nicht, Piet Focroul wechselt lieber immer wieder von klaren und rauen Gesangspassagen. Dies verbindet bzw. passt er zur Rhythmusfraktion bestens an. Melodische Solis läuten den vorletzten Kracher „Release“ ein. Nach der melodischen Einleitung rotiert das Quintett in bester Manier und hält immer wieder für kurze klare Pausen, bevor sich das Karussell wieder ordentlich dreht. Vor allem die Solis in den Breaks sind eine Wucht und zergehen einem auf der Zunge wie guter Jahrgangswein. Das Dio Cover „Holy Diver“ macht hier den Abschluss. Muss sagen gut ohne den Kampfzwerg Ronnie weis ich nicht was ich davon halten soll. Sicher solide Arbeit, es ist halt so, den Gesangsgott kann man nicht ersetzen. Dennoch denke mir als Zugabe auf der Bühne oder so kommt dieses Cover sicher ganz gut an. Auf Cd ist es halt eher „nice to hear but nothing special“.

Fazit: Saubere Arbeit im Speed/Thrash Bereich. Dennoch eher für Old School Fans gedacht. Fans von moderner angehauchten Metal sollten lieber auf eine andere Scheibe sparen. Als Old School Fan so wie ich kommt man aber um dieses leckere Machwerk nicht drum herum. Heißes Teil für die ältere Metal Fraktion. MAHLZEIT!!!

Tracklist

01. Another False Prophecy 02:04
02. My Own Sacrifice 03:59
03. Scars of My Actions 03:22
04. Betrayed by the Gods 05:20
05. Devastation Done 03:51
06. End of Your World 03:51
07. Land of Sin 04:02
08. Doomsday Elegy (2012) 01:06
09. Embracing Eternity 02:54
10. Hollow State 05:26
11. Release 08:22
12. Holy Diver (Dio cover) (bonus track) 04:19

Besetzung

Piet Focroul (voc)
Dries Van Damme (guit)
Christophe Depree (guit)
Erwin Casier (bass)
Kevin Strubbe (drums)

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Isole – Silent Ruins

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Band: Isole
Titel: Silent Ruins
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Doom Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Trotz der aufkommenden Schneeschmelze und dem Beginnen des Vogelgezwitscher will der geneigte Doom Fan ebenfalls etwas Schwermütiges. Selbiges bekommt er von den Schweden Isole geboten. Die Herrschaften versuchen erst gar nicht einen auf fröhlich zu machen und so könnte man dies als letzen Widerstand des Winters bezeichnen. Die Band ist ja schon 5 Jahre im Geschehen und konnte bereits mit „Forevermore“ (2005), „Throne of Void“ (2006) und „Bliss of Solitude“ (2008) die Szene erschüttern. Eine schöne eisige, nordische Brise blasen uns Daniel Bryntse (guit & voc), Henka (bass), Crister Olsson (guit) und Jonas Lindström (drums) auch bei ihrem vierten Lonplayer „Silent Ruins Redemption Part I“ um die Ohren. Wer mit Fröhlichkeit seine Probleme hat, der wird hier vollends bedient.

Mit dem Doom Monumentalwerk „From The Dark“ wird der Reigen eröffnet. Schöne schleppende und tiefgründige Riffs gehen hier runter bis in die Magengegend. Die Abwechslung wird hier durch einige kurze, stampfendere Rhythmen geboten. Das Ganze hat man mit viel nordischem und heroischem Flair angereichert und mit dem fetten Sound dröhnt diese Doom Hymne gewaltig aus den Boxen. Etwas knackiger und ein wenig flotter ist nun „Forlorn“ ausgerichtet. Man bleibt aber auch hier in der stampfenden Ecke. Auch wenn man den nordischen Touch ein wenig mit einem orientalischen abwechselt. Genau diese Mixtur macht den Track äußerst interessant. Dennoch das Nordlicht erlischt hier nicht und nach einigen Minuten besinnt man sich wieder auf den typischen Wikingersound der mich ein wenig an die italienischen Doom Kollegen von Thunderstorm erinnert. Dennoch im Gegensatz zu diesen bereichern ihre schwedischen Kameraden ihren Sound mit etlichen Chorarrangements die sehr gewaltig und amtlich in Szene gesetzt wurden. Von der Machart sehr ähnlich ist nun „Nightfall“. Dennoch hier wirkt alles etwas schleppender und deutlich eisiger. Vor allem das heroische Feeling darf nicht fehlen und genau diese wird hier etwas mehr nach vorne gerückt. Das einzige was hier, wenn man es so nennen darf fröhlicher klingt, sind die Vocalarrangements. Der Großteil des heroischen Gefühls kommt einmal mehr von den Chorvocals die, die Nummer etwas komplexer wirken lassen. Der Leidensmarsch der Wikinger geht auch schon mit „Hollow Shrine“ weiter. Dennoch dieser Track ist nun wieder sehr stampfend ausgerichtet und sogar einige schnellere Rhythmen kommen hier an und ab zum Einsatz. Doch man kann den Doom Metal Fan gleich wieder beruhigen, das Schiff wird gleich wieder in Richtung des tiefgründigen Gewässers gesteuert. Trotzdem wagt man von diesem kürzere Ausbrecher. Die Betonung liegt aber bei wirklich kurz. Die Mühle kommt zu Beginn von „Soulscarred“ vollends zum Stillstand und hier wird erstmal eher beschaulicher und deutlich melancholischer gewerkelt. Sanfte akustische Gitarrenklänge werden durch einen sehr tiefgründigen Gesang begleitet, bevor doomiges Gitarrenspiel den ruhigen Part ablöst und man wieder munter drauflos doomt das es in die tiefste Magengegend geht. Sehr düster ist nun die Einleitung von „Peccatum“ gelungen. Schaurige Klänge werden hier von einem Keyboardeinsatz welcher wie ein Spinett klingt begleitete, bevor man etwas klassischer weiter macht. Vor allem nach dieser sehr melancholischen Einleitung sollte man sich zurück lehnen und das Stück bist zum Ende vollends genießen, denn man bleibt auf der ruhigen, orchestralen Welle. Dadurch ist ihnen eine sehr vor Kraft strotzende ruhige Nummer gelungen. War die Einleitung lange, so hat man als Ausklang mit „Dark Clouds“ ebenfalls ein längeres Stück gepackt. Die ruhigen Momente die man vorher genießen konnte wurden komplett vernichtet und dafür knallt man uns zum Schluss noch einmal einen weiteren Doom Monumental Track vor den Latz. Treibendere Beats stehen hier im Vodergrund und deutlich mehrere, schnellere Ausbrüche wurden hier gewagt. Zwar arbeitet die Gitarrenfraktion solide im Doom Bereich und als Abwechslung werden uns einigen klarere, melodischere Solis geboten.

Fazit: Doom Metal as it’s Best. Freunde von Candlemess, Thunderstorm und Co können hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten doch eher die Finger von dem Teil lassen. Den Doom ist nicht Jedermanns/-frau Sache.

Tracklist:

01. From The Dark 11:02
02. Forlorn 06:46
03. Nightfall 06:57
04. Hollow Shrine 06:55
05. Soulscarred 06:26
06. Peccatum 04:01
07. Dark Clouds 11:43

Besetzung:

Daniel Bryntse (guit & voc)
Henka (bass)
Crister Olsson (guit)
Jonas Lindström (drums)

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Wizard – Thor (Cd)

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Band: Wizard
Titel: Thor
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Epic Power Metal
Written by: Robert
Bewertung: 4/5

Man muss schon schmunzeln wie lange schon die German True Metaller Wizard getreu dem Motto „True Metal is our Law“ arbeiten. Sie sind ihren Roots stets treu geblieben und haben den authentischen Horizont trotz einiger düsterer und rauer Elemente nie aus den Augen gelassen. Somit steht nun Album Nummer acht bereit um die Kuttenträge in die nahegelegenen Plattenläden pilgern zu lassen um sich den achten Streich Namens „Thor“ zu krallen. Während andere Szenekollegen den Bogen deutlich überspannt haben, sind Sven D’Anna (voc), Dano Boland (guit), Michael Maass (guit), Volker Leson (bass) und Snoppi Denn (Sören van Heek) (drums) immer auf der Suche danach gewesen, neue Fans in ihren Reihen zu versammeln. Dies wird ihnen mit ihrem neuesten Machwerk sicher gelingen, denn wenn sogar unsere Rosi einem Power Metal Album was abgewinnen kann, dann muss es viele neue Massen an Fans rekrutieren können soviel ist schon mal sicher.

Die Einleitung erfolgt durch das recht flotte und sägende „Utgard (false games)“. Ein Track der viele Trademarks aus den 80ies durchblicken lässt. So sind einige Parallelen zu Priest, als auch Saxon erkennbar. Doch auch vom Gesang her hat man ein wenig von Hammerfall abgefärbt. Dennoch die Truppe in die Chor lastige Power Metal Ecke zu drängen wäre zu Einfach. Deutlich und viele düstere Elemente wurden hier in den Gesamtsound eingewoben. Doch für alle True Metaller, keine Angst man hält auch weiterhin den Banner stolz und kräftig hoch, nur viele düstere Arrangements wurden hier eingebaut, was sich im Gesamten sehr gut und etwas moderner anhört. Etwas fröhlicher, als auch heroischer geht es nun mit „Midgard’s Guardian“ weiter. Man mag es vielleicht nicht gerne hören, aber diese Formation ist schon sehr vom rhythmischen von den schwedischen Szenekollegen beeinflusst. Vor allem bei diesem Stück sind viele Eckpfeiler auszumachen. Anyway trotz alledem macht dieses Nummer sehr viel Spaß und verleitet unvermindert zum Fäuste recken und zum ordentlichen Abbangen. Stimmlich hat nun der gute Sven eigene Wege eingeschlagen, die wir von ihm seit „Son of Darkness“ gewohnt sind. Alles in allem macht diese flotte Hymne sehr viel Spaß und trotz der deutlichen Parallelen zu anderen Szenekollegen, können die Burschen viel Eigenpotential aufweisen. Sehr Speed Metal lastig galoppiert nun „Asgard“ aus den Boxen. Deutlich mehr Speed Metal Fragmente werden hier in den Vordergrund gerückt. Dadurch ist ihnen eine sehr gute Headbangernummer gelungen, aber auch die kurzen heroischen Ausbrecher machen viel Laune und verleiten zum lauten Mitgegröle. Sehr ruhig und beschaulich startet nun „Serpent’s Venom“. Tiefgründige und raue Vocals paaren sich hier mit einem ruhigeren theatralischen Sound. Der heroische Faktor wird hier sehr groß geschrieben und auch einige flottere Ausbrecher verhindern einen zu großen Kitschfaktor. Mit einer sehr ungewöhnlichen und modernen Soundeinleitung wird nun bei „Resurrection“ weiter gemacht. Danach gibt es aber bestes speediges Power Metal Kraftfutter zum Rübeschütteln bis der Nacken schmerzt. Vor allem die hämmernden Gitarrenlinien sind ein Ohrwurm für jeden, der auf eine superbe Mischung aus True und Power Metal steht. Um Ecken galoppierender und Midtempo lastiger dröhnt nun „The Visitor“ aus den Boxen. Hier handelt es sich um einen sehr Chor lastigen Track, der mich vor allem bei den Chorarrangements an ältere Blind Guardian Stücke erinnert. Doch deutlich rauer wird hier gewerkelt und nur eben der Refrain erinnert ein wenig an die Krefelder Metal Institution. Zackiger und temporeicher geht es nun über zu „What Would You Do?“. Einer sehr nordisch wirkenden, speedigen Power Metal Nummer mit viel Feuer unterm Hintern. Viele düstere Gesangslinien sind vor allem im Refrain Part eingebaut worden, die das Ganze etwas komplexer wirken lässt. Das längste Stück auf dem Output ist nun der zweite Part des Utgard Epos. Selbiger nennt sich „Utgard (The Beginning)“ und ist eine sehr monumentale Nummer mit vielen Ideen. Vor allem sehr gute Seitenarbeit, die hier etwas melodischer wirkt, als bei den übrigen Stücken. Deutlich stampfender wirkt diese Nummer und auch einige moderne Vocalverzerrungen machen das Stück recht farbenfroh. Sehr doomig und düster startet nun „Stolen Hammer“. Man erinnert mich ein wenig an alte Gassenhauer von Bathory. Doch hier wird deutlich flotter im Anschluss der Marsch geblasen und man donnert sehr flott daher und lädt zum ordentlichen Abbangen ein. Von der Machart sehr ähnlich ist nun „Lightning“ ausgefallen, nur die doomigen Einflüsse sind hier komplett außer acht gelassen worden. Der Abschluss erfolgt durch den stampfenden Track „Pounding In The Night“. Die Eröffnung ist vor allem durch die Chorgesänge sehr heroisch ausgefallen. Zum Ende hin hat man noch mal eine etwas gediegenere Midtemponummer gepackt. Hätte mir persönlich einen flotten, speedigen Abschluss gewünscht, aber auch dieses Heroische Midtempostück macht sehr viel Laune.

Fazit: Die Meckerer wird man auch 2009 nicht loswerden. Man sticht aus der breiten Masse raus, auch wenn man bei „Thor“ deutlich mehr und stärker erkennbare Eckpfeiler ausmachen kann, als bei den Vorgängeralben. Dennoch sehr gutes True/Power Metal Kraftfutter das in keiner Sammlung der Kuttenträger fehlen sollte.

Tracklist:

01. Utgard (false games)
02. Midgard’s Guardian
03. Asgard
04. Serpent’s Venom
05. Resurrection
06. The Visitor
07. What Would You Do?
08. Utgard (The Beginning)
09. Stolen Hammer
10. Lightning
11. Pounding In The Night

Besetzung:

Sven D’Anna (voc)
Dano Boland (guit)
Michael Maass (guit)
Volker Leson (bass)
Snoppi Denn (Sören van Heek) (drums)

Internet:

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Vision Divine – 9 Dregress West of the Moon (Cd)

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Band: Vision Divine
Titel: 9 Dregress West of the Moon

Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Power/Progressive Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Mit der Bekanntgabe, das Fabio Lione nach dem Album „Send me an Angel“ nicht mehr Mitglied der Italio Symphonic Metaller Vision Divine sein würde, verflog auch irgendwie mein Interesse an der Band. Dass man nun drei Alben in der Zwischenzeit veröffentlicht hat, ist eher spurlos an mir vorübergegangen. Erst als die Nachricht kursierte Fabio sei zu seinen alten Kameraden zurück gekehrt lies mich lauter aufhorchen. Auch kein Wunder Hauptbrötchengeber Rhapsody of Fire liegen ja bekanntlich aufgrund Plattenfirma Streitigkeiten bis auf weiteres auf Eis. So kann sich Herr Lione vollends auf Vision Divine konzentrieren. Das neueste Machwerk nennt sich nun „9 Degrees West of the Moon“ und ist via Frontiers Records erschienen und wurde in der Besetzung Fabio Lione (voc), Carlo Andrea Magnani (Olaf Thorsen) (guit), Federico Puleri (guit), Cristiano Bertocchi (bass), Alessio „Tom“ Lucatti (keys) und Alessandro „Bix“ Bissa (drums) eingespielt. Mal sehen was sich seit dem Beginn ihrer Kariere getan hat und ob sich wesentlich was verändert hat an der Truppe und ihrem Material.

Eine recht flotte, elektronische Einleitung mit Sopranogesänge läutet den Beginn von „Letter to My Child Never Born“ ein, dem Opener, der gleich mit einer stattlichen von etwas mehr als acht Minuten Spielzeit gesegnet wurde. Gleich nach einsetzen der Rhythmusfraktion wird gleich Glasklar, man setzt für mich persönlich dort an wo man mit „Send me an Angel“ geendet hat. Starke Symphonic/Melodic Perle ist gleich zu Beginn entstanden, welche mit der Stimme des italienischen Schönlings verfeinert wurde. Doch diesmal geht es der Junge deutlich rauer und bodenständiger an. Für meinen Teil hatte ich den Burschen im höheren Stimmbereich in Erinnerung. Gut dort begibt er sich auch an und ab hin, aber in der Masse ist eher im mittleren Bereich tätig. Auch die Rhythmusfragmente sind sehr bekannt und es klingt als wäre dies der legitime Nachfolger nach dem letzen Output mit Fabio. Viele Soundspielereien wurden auch hier eingearbeitet und vor allem der Tastenmann kann sich hier vollends austoben. Dennoch hat man hier nicht den zu komplexen Stempel draufgedrückt und dadurch klingt alles recht kompakt. Mit einer starken elektronischen Eröffnung geht es nun bei „Violet Loneliness“ weiter. Danach wird ordentlich gerockt, was vor allem am Gitarrensound liegt, der wurde deutlich tiefer getrimmt und dadurch wirkt das Ganze sehr rau. Doch auch viele melodische Fragmente wurden eingearbeitet als weitere Bereicherung, dennoch im Großen und Ganzen wird sehr rau gewerkelt. Eine sehr fröhliche Einleitung erfolgt nun bei „Fading Shadow“. Doch die Überlebenschance endet mit dem einsetzen der Rhythmusfraktion die einmal mehr sehr rau werkelt. Doch auch nur einen auf Harte Sau können und wollen die Jung nicht machen und so blicken einige melodische Elemente durch, die wurden aber sehr melancholisch in Szene gesetzt. So ist man 2009 auf einer härteren, melancholischeren Schiene angelangt, was dem Material der Truppe sehr gut steht. Die besonnenen Ausrutscher wurden mit einigen sehr guten Gitarrensolis und klassischen Klavierspielereien verfeinert. „Angels in Disguise“ klingt nun im Anschluss sehr Gothic rockig. Was vor allem an der Gitarrenarbeit liegt, aber auch ansonsten macht man hier einen größeren Abstecher in diese Richtung. Auch dort können die Italiener sehr gut überzeugen. Die zusätzlich gelieferten Duettgesängen und der sehr bombastische Sound machen das Ganze sehr farbenprächtig. Zwar wir hier im Großen und Ganzen in einer besonnenere Ecke gearbeitet und genau durch diese Ausrichtung hat man ein bombastisches Monumentalstück geschaffen. Das macht den Jungs von Vision Divine nicht so schnell jemand nach. Von einer sehr rauen Seite, mit einem speedigen Soundgewand zeigt man sich nun bei „The Killing Speed of Time“. Was diese Stimme soll Fabio gehören? Zu Beginn fast unglaublich aber wahr. Bis dato eine ganz unbekannt Seite des Italieners. Passt aber sehr gut, doch auch einige liebliche Momente wurden eingebaut. Doch der Großteil ist eine etwas härtere Kost. Bei „The Streets of Laudomia“ wurde ein Kurwechsel von 180 Grad durchgeführt und man abreitet hier im gewohnten melodischen Gewässer. Dieses sehr sanfte Melodic Metal Stück wurde mit einigen speedigen Fragmenten angereichert, auch der Bombaststempel wurde deutlich aufgedrückt. „Fly“ ist von der Machart dem Vorgänger sehr ähnlich, jedoch werkelt hier die Formation eher im besonnen Gewässer, auch einige Parallelen zu Helloween’s Album „The Dark Ride“ sind erkennbar. Was aber nicht am Titel des Stücks liegt, nein einfach die düstere Ausrichtung wurde bereits von den Hanseaten durchgeführt und genau im selben Fährwasser werkeln auch Vision Divine anno 2009. Eine ordentliche Rockröhre ist nun „Out in Open Space“ geworden. Erdige Gitarrenriffs wo man hinhört, doch auch viele bombastische und melodische Arrangements kommen hier zum Zuge, selbige wurden kompakt unter einen Hut gebracht. Vor allem der Refrainteil ist einfach eine Wucht und lässt den Genrefan nur eines übrig, nieder knien, um Gnade und mehr betteln. Mit einem lieblichen Kinderglockenspiel eröffnet nun „9 Degrees West of the Moon“. In der lieblichen Ecke bleibt man auch und somit bekommt man nun an neunter Stelle eine sehr sanfte Ballade kredenzt. Regulär ist dies das Ende des Albums, aber mit zwei Bonusstücken hat man noch etwas für die Fans parat. Das Judas Priest Cover „A Touch of Evil“ ist einfach ein Wahnsinn. Man mag zu einer bombastischen Veränderung stehen wie man will. Diesem Stück passt dies bestens, eine ordentlich harte Gewalt mit bombastischen Soundarrangements dröhnt hier aus den Boxen. Wahnsinn was man hier geschaffen hat und wenn man es nicht wüsste könnte man sagen diese ist ein eigene Nummer der Italiener. Abschließend gibt es noch eine Demoversion von „Fading Shadow“. Das Ganze klingt wie ein roh geschliffener Diamant, wobei ich das reguläre Stück auf diesem Output bevorzuge.

Fazit: Geil, geiler, Megageil Vision Divine sind zurück und das stärker denn je. Dem kitschigen Symphonic Metal Gedudel sind sie lange schon entwachsen und mit diesem Output hat man für viele Metal Fans was parat. Dieses Album bekommt einen sehr guten Platz in meiner Sammlung soviel ist sicher.

Tracklist:

01. Letter to My Child Never Born 08:56
02. Violet Loneliness 04:42
03. Fading Shadow 05:20
04. Angels in Disguise 05:16
05. The Killing Speed of Time 04:50
06. The Streets of Laudomia 05:50
07. Fly 04:53
08. Out in Open Space 05:08
09. 9 Degrees West of the Moon 03:56
10. A Touch of Evil (Judas Priest Cover) 05:48
11. Fading Shadow (demo version) (bonus track) 05:17

Besetzung:

Fabio Lione (voc)
Carlo Andrea Magnani (Olaf Thorsen) (guit)
Federico Puleri (guit)
Cristiano Bertocchi (bass),
Alessio „Tom“ Lucatti (keys)
Alessandro „Bix“ Bissa (drums)

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Legions of War – Towards Death

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Legions of War – Towards Death (CD Review)

Band: Legions of War
Titel: Towards Death
Label: Infernö Records
VÖ: 2009
Genre: Black/Thrash/Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Black/Thrash mit nordischer Prägung wird uns heute von Legions of War geboten. Viele Menschenverachtende Vibes haben die Skandinavier in ihren ratternden Gesamtsound vereint, der auch für astreine Black Metal Verehrer durchaus interessant sein dürfte. Seit 2002 hat man erst drei Demos veröffentlichen können, doch nun gestärkt durch das französische Label Infernö Records hat man das erste Full Length Album für die Metal Welt parat. „Towards Death“ wurde in der Besetzung Zyklon (voc & guit), Widowreaper (guit), Hellwind (bass) und C. Stalinorgel (drums) eingespielt und eine Speedgranate jagt auf diesem Output die nächste. Also volle Deckung liebe Metalgemeinde.

Die Eröffnung passt zum Track Nummer Uno „Deep in the Dark“ wie die Faust aufs Auge. Gleich im Anschluss legen die Schweden ein bemerkenswertes, atemberaubendes Tempo an den Tag das man schier erschlagen wird vom Rhythmus der Wasametaller. Düster, dreckig und herb wird hier einer guten Black – Thrash Metal Mischung gefrönt und das ohne jeglichen Sound Schnickschnack. Ständige Wechsel zwischen den Einflüssen lassen eine genaue Einstufung kaum zu und so dürfte für beide Genrestylefans diese Nummer genau das Richtige sein. Die wilde Hetzjagd geht nun mit „Master of the War“ weiter, wenngleich man sich etwas von den thrashigen Elementen verabschiedet hat und nun durchwegs speedigen Black Metal liefert, der dreckiger und räudiger nicht sein könnte. Mit Sirenengeheul wird nun „Mission to Kill“ nachgeschoben. Nach den beiden Speedgranaten zeigt man sich erst einmal sehr sanft. Doch wie ein flächendeckendes Bombardement wird gleich im Anschluss wird alles und jegliches Leben mit Menschenverachtendem Rhythmen nieder gemacht. Speediges Schretterstück ohne wenn und aber wird uns hier in den Rachen gestopft und das mit einer brachialen Gewalt, welche einem den Atem raubt. Nach dieser Mission ist es nun Zeit für das „Ensemble of Fear“. Bei diesem Track hat man sich etwas doomiger Ausgerichtet zumindest startet der Song so. Danach richtet man den Rhythmus neu aus und nun zocken die Ikea Metaller im dreckigsten Stampfrhythmus dahin. Dabei grunzt und kreischt sich der Frontmann einmal mehr die Seele bzw. die Wut aus dem Leib. Ebenfalls mit einer ruhigen Einleitung wird nun bei „Lamentations Through the Silence“ aufgewartet. Man steuert aber sogleich flottere, wenn auch kurzzeitig stampfende Gefilde an. Recht groovig wirkt das Ganze, bevor man nach etwa einer Minute einmal mehr vollends das Gaspedal drückt und dahinflitzt und wie ein Suizidkommando alles platt macht was sich den Schwedenjungs in den Weg stellt. Wie ein Donnerschlag wird nun „Proclamation of War“ nachgeschoben. Vom Fleck weg begibt man sich auf eine wilde Blast Beat Reise, bei der man öfters kurze Groove Stopps einlegt um gleich im Anschluss wieder Nägel mit Köpfen zu machen. „Reflections From the Past – A Soldier’s Departure Pt. 1″ ist nun eine recht groovende Nummer durch und durch. Viel Rhythmik wird hier bestens genutzt und man zeigt sich das erste Mal etwas dezenter und nicht so wild wie bisher. Macht den Song sehr leicht verdaulich und auch sehr interessant, denn die Mischung ist gut und ausgewogen in Szene gesetzt worden, was es auch zu meinen persönlichen Favoriten macht. Analog ist die Einleitung des zweiten Parts mit Namen „Dead Man Walking – A Soldier’s Departure Pt. 2″ ausgefallen. Deutlich speediger zeigt man sich hier als Abwechslung, obwohl auch die groovenden und auch etliche Thrash Elemente wieder Verwendung finden, wenn auch etwas dezenter als beim ersten Part. An vorletzter Stelle rotiert der Trupp bei „Reapers in Command“ wieder ordentlich mit viel Feuer und wie von der Tarantel gestochen um. Räudig raunzt der Frontmann dahin und auch seine Kameraden tun es ihm gleich. Besonderes Schmankerl sind die Chorreifrains die, die Nummer ganz gut erweitern. Sehr doomig ist der abschließende Track mit Namen „The Sniper“. Fürs erste bleibt man auch in diesen Gewässern. Nach etwa einer Minute kommt es aber zu einem Blitzgewitter und mit viel Tempo reißt man das Ruder rum und steuert nun wieder die Black Metal Ecke an. Wenngleich man auch einige Groovende Elemente eingebaut hat verweilt man durchwegs im Eck des Schwarzwurzelmetal und hier glänzt man mit räudigem, rotzendem Spiel.

Fazit: Gute Mischung die uns hier von den Schweden geboten wird. Sehr sauber was man hier mit 10 Tracks getan hat. Thrash und Black Metal Fans sind hier gleichermaßen angesprochen und werden Sachen für sich entdecken.

Tracklist:

01. Deep in the Dark 03:19
02. Master of the War 03:50
03. Mission to Kill 03:40
04. Ensemble of Fear 04:25
05. Lamentations Through the Silence 03:43
06. Proclamation of War 03:14
07. Reflections From the Past – A Soldier’s Departure Pt. 1 05:47
08. Dead Man Walking – A Soldier’s Departure Pt. 2 02:51
09. Reapers in Command 03:21
10. The Sniper 05:33

Besetzung:

Zyklon (voc & guit)
Widowreaper (guit)
Hellwind (bass)
C. Stalinorgel (drums)

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